Ludgeri-Hauptschule
- Schuljahr 2010/11 -


"Sehr gute Arbeit und hervorragender Ruf“

Der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling (l.) besuchte die Ludgeri-Hauptschule. An dem Gespräch nahmen die kommissarische Schulleiterin Regina Kumpf (2. v. r.), ihre Stellvertreterin Ulrike Hoff und Bürgermeister Jochen Paus teil.
Foto: (nn)

 Altenberge - „Die Ludgeri-Hauptschule leistet eine sehr gute Arbeit und hat einen hervorragenden Ruf. Deshalb ist es für den Schulstandort Altenberge wichtig, diese Schule zu erhalten - auch wenn dafür eine andere Form, wie zum Beispiel eine Kooperation, erforderlich ist. Das wäre eine gute, eine intelligente Lösung“, fasste der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling einen besonderen Informationsbesuch auf seiner Sommertour durch den Wahlkreis zusammen.
Schiewerling ließ sich von der kommissarischen Leiterin Regina Kumpf und ihrer Stellvertreterin Ulrike Hoff sowie von Bürgermeister Jochen Paus über die neueste Schulentwicklung in Altenberge informieren. Er dankte den Lehrern und der Gemeinde als Schulträger für das engagierte Handeln sowohl für die Schüler als auch für die Zukunft der Schule.
Dabei galt das Interesse von Karl Schiewerling in dem Gespräch nicht allein der Schule und der Schulform, sondern gerade auch den Schülern selbst. Ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt wie auch der stetig steigende Trend, nach der Hauptschule zunächst zu weiterführenden Schulformen zu wechseln, waren weitere Themen des Gedankenaustausches. Dabei verwies der Arbeitsmarktpolitiker darauf, dass junge Menschen mit einer fundierten Berufsausbildung in vielen Bereichen später sehr gute Berufschancen und auch Aufstiegsmöglichkeiten haben. „In einigen Berufen wird es jetzt schon schwierig, trotz vorhandener Ausbildungsplätze ausreichend Nachwuchs zu finden“, berichtete MdB Karl Schiewerling.
25.07.2011 | Quelle: Westfälische Nachrichten

SKULPTURENPROJEKT "WIR IN ALTENBERGE" ERÖFFNET
 

Freuten sich über das neue Kunstprojekt: Schüler der Ludgeri-Hauptschule sowie (v. l.) Jochen Paus (Bürgermeister), Bernhard Gerdes (Vorsitzender des Heimatvereins), Lutz Wetzlar (Projektleiter), Regina Kumpf (Hauptschulleiterin) und Christina Ohst (Kunstlehrerin, 2. v. r.).
Foto: (mas)

Altenberge - Anne Gogoll ist ganz begeistert: „Ich finde das einfach prima“, sagt die Altenbergerin, die Mitglied des Seniorenbeirates ist, und blickt auf das Skulpturen-Ensemble am Kreisverkehr in der Ortsmitte. Gestern Morgen: Zahlreiche Initiatoren des Skulpturenprojektes „Wir in Altenberge“ trafen sich am Kreisel, um das Ergebnis des generationenübergreifenden Projektes vorzustellen. Und die Resonanz war übereinstimmend: „Es hätte nicht besser werden können“, sagte stellvertretend Bernhard Gerdes, Vorsitzender des Heimatvereins. Das Skulpturenprojekt wurde in gemeinsamer Arbeit von der Ludgerischule, des Seniorenbeirates und des Heimatvereins realisiert. Mit im Boot waren zudem zahlreiche Altenberger Unternehmer und Mitarbeiter des Bauhofes.
Insgesamt sind drei Skulpturen beziehungsweise Ensembles entstanden. Ein Kiepenkerl, ein Ehepaar mit einem Kind, das einen Basketball unter dem Arm klemmt sowie ein Pferd und ein danebenstehender Reiter.
Projektleiter Dr. Lutz Wetzlar erinnerte gestern Morgen an die Anfänge: Initiator sei das Skulpturenprojekt im Jahr 2009 gewesen. Einziger Nachteil, so Wetzlar, dass damals ein „messbares Ergebnis“ fehlte. Deshalb sei der Gedanke entstanden, ein Projekt zu entwickeln, an dem wieder alle Generationen beteiligt sind. Aber diesmal mit einem Ergebnis „zum Anfassen“. Zudem sollte es „attraktiv und auch einen künstlerischen Anspruch haben“, so Wetzlar weiter.
Mit Christina Ohst habe man an der Ludgeri-Hauptschule eine Kunstlehrerin „engagieren“ können, die die Schüler für das Projekt begeistern konnte, freute sich Wetzlar.
Ab Juni 2010 ging es dann an die Arbeit. Zeichnungen, erste Entwürfe und später Modelle aus Pappe und Holz folgten, bevor letztendlich die Skulpturen aus acht Millimeter dickem Stahl in der Werkstatt von Christoph Schleuter zusammengeschweißt wurden. Sie sind kunststoffbeschichtet und dauerhaft farbecht, erklärte Lutz Wetzlar. Mit den Skulpturen werde Altenberge trefflich charakterisiert: Als ein Ort für Familien, in dem Traditionen aufrecht erhalten werden.
Für Wetzlar ist mit den Skulpturen ein „echtes Bürgerprojekt“ entstanden, „ein Symbol für Erfolg und Zusammenarbeit in Altenberge“. Wer Lebensqualität in seinem Wohnort haben möchte, der müsse „auch selbst etwas dafür tun“, unterstrich am Donnerstagmorgen Lutz Wetzlar. Dass das möglich ist, haben in den vergangenen eineinhalb Jahren alle am Projekt Beteiligten demonstriert.
VON MARTIN SCHILDWÄCHTER, MÜNSTER
21.07.2011 | Quelle: Westfälische Nachrichten


Entlassungsfeier der Ludgerischule:
„Wir waren ein starkes Team“

Die Entlassschüler/innen der Ludgerischule

Die Zehntklässler der Ludgerischule verabschiedeten sich gestern von ihren Klassenlehrern Sabine Baer, Mechthild Potthinck und Ingo Spindelndreier sowie der Schulleiterin Regina Kumpf. Foto: (mas)

Altenberge - Bürgermeister Jochen Paus ist ein Realist: Er weiß genau, dass die Ludgeri-Hauptschule in den vergangenen Jahren sehr gute Arbeit geleistet hat. Aber er hat auch die demografische Entwicklung vor Augen und muss eingestehen, dass „das dreigliedrige Schulsystem nicht zu retten ist“. Dennoch: Paus hält die Abschaffung der Hauptschule „für keine innovative Idee“. In seiner Rede zur Entlassfeier der Ludgeri-Hauptschule machte er den 45 Schülern dennoch Mut: Ihre Chancen könnten sich „gegenüber den anderen Schulformen durchaus sehen lassen“.
In der Tat: 13 Schülerinnen und Schüler haben bereits eine Lehrstelle sicher. 25 der 45 Zehntklässler erzielten den sogenannten Mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife), blickte die kommissarische Schulleiterin Regina Kumpf in ihrer Rede auf die erreichten Abschlüsse. Neun Schüler dürfen sich über die Qualifikation für die Klasse 11 freuen, 19 Jugendliche bekommen den Hauptschulabschluss nach der Klasse zehn.
Kumpf lobte in ihrer Rede den Entlassjahrgang, da dieser „bleibende Erinnerungen“ hinterlassen habe. Bei den Lernstandserhebungen im Jahr 2009 schnitten die Schüler so gut ab, dass sie für ihre Leistungen ausgezeichnet wurden, so Kumpf weiter. Auch im künstlerischen Bereich „habt Ihr Euch ein Denkmal gesetzt“, führte sie weiter aus. Zusammen mit Lutz Wetzlar, Mitgliedern des Heimatvereins, des Seniorenbeirates und der Werbegemeinschaft haben die Schüler die Figurengruppe vor dem Eingang der Schule gestaltet. Auch an den Skulpturen „Wir in Altenberge“ waren die Zehntklässler maßgeblich beteiligt.
Zudem hob die Schulleiterin die aktive Mitgestaltung der Entlassschüler am Schulleben hervor: Ob Pausenhelfer, Streitschlichter oder Schülerlotse - „viele von Euch haben das Schulleben positiv mitgestaltet“, freute sich Regina Kumpf.
Dazu gehörten auch die beiden Hauptschülerinnen Pervin Acar und Heike Veelker, die humorvoll auf einige Stationen des Schullebens zurückblickten. Ihre Bilanz viel gut aus: Sowohl die Lehrer, die „sich weit über den Schulalltag hinaus engagiert haben“ (Veelker), als auch ihre Mitschüler, unter denen es beispielsweise die „Coolen, die Streber, die Bauern, die Träumer und die Zicken“ (Acar) gab, wurden gelobt - und ein donnernder Applaus folgte. 
Heike Veelker richtete zudem ein Wort an die Eltern. Die Entscheidung, ihre Kinder vor sechs Jahren für die Hauptschule anzumelden, „war richtig“. Das Fazit der Schülervertreter: „Wir waren ein starkes Team und konnten uns aufeinander verlassen.“ 
VON MARTIN SCHILDWÄCHTER, MÜNSTER
08.07.2011 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Tanzkursus soll Altenberger Eltern „schocken"

Tanzschüler7innen mit Ch. und J. Swinty


Foto: Karin Schulte

„Schockt eure Eltern ... und macht einen Tanzkursus" -so lautete das Angebot, zu dem das Jugendheim in Kooperation mit der Ludgeri-Hauptschule eingeladen hatte. „Und die Resonanz war riesig", berichtete Jugend­heimleiterin Ulla Wilken, die zusammen mit Karin Schulte, Sozialpädagogin der Hauptschule, die Planung übernommen hatte. Am Dienstagabend endete der achtteilige Kursus, der von Jan und Christian Swinty, ehemalige Turniertänzer, geleitet wurde. „Die Jugendlichen erlernten erlernten die Standardtänze", erzählte Ulla Wilken. Immerhin nahmen insgesamt 22 Altenberger an dem Kursus teil. Da das Interesse so groß war, starten zahlreiche Jugendliche einen Fortgeschrittenen-Kursus. Vielleicht nicht geschockt, aber dafür sicherlich überrascht werden Eltern am morgigen Freitag beim Abschlussball der Ludgeri-Hauptschule sein, wenn einige Schüler ihre nun erworbenen tänzerischen Fähigkeiten demonstrieren werden.
07.07.2011 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Bereits 100 Bücher geschrieben
- Autorenlesung mit Elisabeth Zöller in der Ludgeri-Hauptschule
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Elisabeth Zöller mit Schüler/innen des 6. Jahrgangs

Die Schriftstellerin Elisabeth Zöller kam gestern Morgen zu einer Autorenlesung in die Ludgeri-Hautpschule.
Foto: mas

-mas- ALTENBERGE. Da staunten die Schüler der fünften und sechsten Klassen der Ludgeri-Hauptschule aber gewaltig: Immerhin hat die in Roxel lebende Autorin bislang 100 Bücher geschrieben, erzählte sie selbst während einer Lesung im Forum der Schule.
Einmal im Jahr holt sich die Altenberger Hauptschule einen Autor ins Haus, um den Schülern auch das Lesen und den Umgang mit Büchern näher zu bringen und „schmackhaft" zu machen. „Sie schafft es sehr schnell, die Schüler zu begeistern", hat Deutschlehrerin Maria Holtkemper festgestellt. Und das gelang Elisabeth Zöller auch gestern: Sie erzählte die Geschichte von Anton, einem behinderten Jungen, der während der Nazizeit auf einem Bauernhof seines Onkels in Laer untertauchen und somit der Verfolgung der Nationalsozialisten entrinnen kann. Dabei las Zöller aus dem Buch „Anton oder die Zeit des unwerten Lebens" vor, das sich an Kinder ab elf Jahren richtet.
„Für die Schüler", sagt Marita Holtkemper, „ist es immer wieder einmal spannend, eine Schriftstellerin live zu erleben und zu hören." Elisabeth Zöller beschäftigt sich in ihren Büchern, die sich in erster Linie an Kindern und Jugendlichen orientieren, „mit vielen Themen, die auch diese Altersgruppe interessieren", so Holtkemper.
Im Vorfeld der Autorenlesung hatten sich die Schüler in erster Linie mit der Person und der Biografie Zöllers beschäftigt. Im kommenden Schuljahr steht dann der nächste Schriftstellerbesuch in der Ludgerischule an. Zwar steht noch nicht fest, wer kommt, dafür aber, dass die Klassen sieben und acht in den Genuss einer Lesung kommen
.
22.06.2011 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Anmelden mit Abschlussgarantie
Altenberge - Regina Kumpf, kommissarische Leiterin der Ludgeri-Hauptschule unterstreicht: „Jeder angemeldete Schüler kann sicher sein, auch seinen Abschluss bei uns zu erlangen.“ Die Diskussion über die Zukunft der Ludgeri-Hauptschule ist spätestens seit der jüngsten Sitzung des Schul-, Sozial-, Sport- und Kulturausschusses entbrannt. Die Kommunalpolitiker hatten sich dafür ausgesprochen, Gespräche mit der Gemeinde Nordwalde aufzunehmen, um ein Konzept für eine gemeinsam geführte Gesamtschule mit Teilstandorten in Altenberge und Nordwalde zu erstellen.
Doch bis zur Umsetzung ist es noch ein langer Weg. Und: Ein konkretes Datum steht bislang noch nicht fest - weder dafür, wann mit der Erstellung eines Konzeptes begonnen werden soll, noch dafür, zu welchem Zeitpunkt überhaupt die neue Schulkonstruktion an den Start gehen soll. So haben sich beispielsweise die politischen Gremien der Gemeinde Nordwalde bislang öffentlich mit diesem Thema noch nicht befasst.
Und deshalb läuft das „Tagesgeschäft“ - sowohl für Schüler als auch für Lehrer der Ludgeri-Hauptschule - wie gewohnt weiter. So stellt Regina Kumpf zufrieden fest, dass „wir seit Jahren stabile Schülerzahlen haben“. Immerhin haben sich für das neue Schuljahr 31 Mädchen und Jungen angemeldet. „Und meistens kommen in den Sommerferien noch Schüler hinzu“, ist Regina Kumpf optimistisch. Die guten Zahlen belegten nach wie vor die „hohen Akzeptanz der Hauptschule“ in der Bevölkerung.
Dass sich die Altenberger Hauptschule seit Jahren großer Beliebtheit erfreue, hänge unter anderem damit zusammen, „dass wir unsere Schüler ausbildungsfähig machen“, erläutert Ulrike Hoff, derzeit kommissarische stellvertretende Schulleiterin. „Gerade auf die Berufsorientierung wird bei uns großen Wert gelegt“, so die beiden Pädagoginnen unisono. „Dieses sollte auf jeden Fall in der künftigen Schulform übernommen werden“, wünscht sich Regina Kumpf.
Derzeit besuchen 285 Schüler die Ludgeri-Hauptschule. Sie werden von 31 Lehrern und Referendaren unterrichtet.
VON MARTIN SCHILDWÄCHTER, MÜNSTER
03.06.2011 | Quelle: Westfälische Nachrichten


Vom Hauptlehrer zum Pädagogen
Eine Übersicht der Altenberger Dorfschulleiter

Von Karl Stening

ALTENBERGE. Nach der Pensionierung des Pädagogen Bernhard Westhues Ende Januar dieses Jahres ist es möglich, eine Übersicht über alle Dorfschulleiter zu geben. Sie beginnt mit dem ersten Lehrer der Schule über den Hauptlehrer bis zum Rektor der Dorfschule und schließlich der heutigen Ludgeri-Hauptschule.

Johannes Demming

Johannes Demming wurde am 14. November 1860 in Isselburg geboren. Nach Ausbildung auf dem Seminar in Ruthen war er zunächst in Elte tätig und kam 1890 als erster Lehrer zur Altenberger Dorfschule, die er ab 1903 als Hauptlehrer leitete. Wegen seines dunklen Vollbartes wurde er hier allgemein „Swatter Jans" genannt. Er besaß besondere Befähigungen für den Organisten- und Kantordienst sowie für die Obstbaumpflege und die Bienenzucht.

Ignaz Joest wurde am 23. August 1887 in Völlinghausen bei Soest geboren. Nach Besuch des Lehrerseminars Rüthen von 1905 bis 1908 verwaltete er von 1909 bis 1927 die einklassige Landschule in der Bauerschaft Entrup. Am 1. April 1927 wurde er als Hauptlehrer an der Dorfschule in sein Amt eingeführt und am 1. April 1940 zum Rektor ernannt. Bis zum 1. Oktober 1952 unterrichtete Rektor Joest die Jungenoberklasse und schied dann nach Erreichen der Altersgrenze aus.


Heinrich Bröckerhoff wurde 1895 in Coesfeld geboren. Nach bestandener Lehrerprüfung wirkte er an den Schulen in Lette bei Coesfeld, Gescher, Westerkappeln und Waltrop. Zum 1. April 1927 wurde er als Leiter der einklassigen Landschule Entrup eingestellt, der er über ein Vierteljahrhundert führte, bis er am 1. April 1953 zum Rektor der Dorfschule ernannt wurde. Mit dem 31. März 1961 trat Rektor Bröckerhoff in den Ruhestand, unterrichtete aber wegen des damaligen Lehrermangels weiter und wurde 1965 für ungewöhnliche 50 Jahre im Schuldienst besonders geehrt.

Johannes Demming

Carl Gerdemann wurde am 11. November 1902 in Gimbte geboren. 1924 legte er seine Lehrerprüfung ab, kam aber wegen der damaligen Lehrerschwemme nicht in den Schuldienst. Erst 1933 erhielt er eine Stelle in Greven/Aldrup und legte 1935 die zweite Lehrerprüfung ab Nach Zwischenstationen in Gescher und Coesfeld wurde er eingezogen und kehrte als Kriegsteilnehmer erst 1956 in den Schuldienst zurück Er wirkte in Ochtrup und an der Feldbauerschaftsschule Nordwalde. 1961 wurde er zum Rektor der Altenberger Dorfschule ernannt. Aus gesundheitlichen Gründer musste er schon am 30. November 1964 vorzeitig den Schuldienst verlassen.

Oskar Schründer

Oskar Schründer wurde am 17. März 1931 in Emsdetten geboren. Nach seinem Studium war er zunächst sechs Jahre in Borghorst dann weitere sechs Jahre in Ochtrup tätig. 1968 über nahm er die Leitung der Volksschule Altenberge, die schon bald in eine Haupt- und Grundschule aufgeteilt wurde. Schließlich entschied er sich für die Ludgeri-Hauptschule und war deren erster Rektor bis 1994.
Neben seiner beruflicher Tätigkeit war er Mitbegründer des Katholischen Bildungswerkes, und leitete drei Wahlperioden den Bauausschuss im Gemeinderat.

Bernhard Westhues wurde am 23.Mai in Nordwalde geboren. Nach Ausbildung zum Industriekaufmann begann er über den zweiten Bildungsweg sein Lehramtsstudium und trat 1973 in den Schuldienst. 1995 wurde er Rektor der Ludgeri-Hauptschule . Er ging Ende Januar in den Ruhestand.

Oskar Schründer

11.05.2011 | Quelle: Westfälische Nachrichten

An der Frau wird gerade geschweißt

P.Ernst u. Dr. L. Wetzlar

An den Beinen der Frau schweißen Dr. Lutz Wetzlar (r.) und Patrick Ernst gerade, damit sie Standvermögen bekommt.
Foto: (Daniela Elpers)

Altenberge - Die endgültige Umsetzung aus Stahl ist in der Mache. Strauch, Mann, Junge und Hahn sind bereits fertig. An der Frau wird gerade geschweißt. Damit kann in absehbarer Zeit das generationsübergreifende Skulpturen-Gemeinschaftsprojekt des Heimatvereins, des Seniorenbeirates und der Ludgeri-Hauptschule abgeschlossen werden. Was noch fehlt, sind das Mädchen mit Pferd und der Kiepenkerl.
Projektleiter Dr. Lutz Wetzlar und Patrick Ernst schweißen in der Werkstatt von Christoph Schleuter. Hier werden alle sieben Teile der Skulpturengruppe gefertigt. Die Idee haben die Hauptschüler im Kunstunterricht gemeinsam mit dem Seniorenbeirat und dem Heimatverein entwickelt. Daneben wird auch eng mit der Gemeinde und verschiedenen Firmen zusammengearbeitet. Erst aus Pappe, dann aus Holz wurden die Skulpturen in Originalgröße gebaut und die farbliche Gestaltung besprochen.
Das Konzept schließt an das erfolgreiche generationsübergreifende Skulpturenprojekt an, an dem sich in den Jahren 2009 und 2010 600 Altenberger im Alter zwischen zwei und 92 Jahren beteiligt haben.
Die Skulpturengruppe soll Altenberge als Wohn- und Lebensort darstellen. Ihren Platz wird sie neben dem Kreisverkehr bekommen, das steht fest.
Finanziert hat das generationsübergreifende Vorhaben zum größten Teil die Gelsenwasser AG. Mit ehrenamtlicher Arbeit und zusätzlichen Spenden von Bürgern und Unternehmen konnte das Projekt umgesetzt werden. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, ohne die das Projekt nicht umsetzbar gewesen wäre“, weiß Projektleiter Dr. Lutz Wetzlar die großzügigen Spenden und die ehrenamtliche Arbeit zu schätzen.
VON DANIELA ELPERS

28.01.2011 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Es war toll, danke Bernhard!“

Bernhard Westhues

Keinen Tag hat Bernhard Westhues seine Entscheidung bereut, Schulleiter in Altenberge geworden zu sein. Ganz im Gegenteil: Für ihn war es ein „Top-Job“.
Foto: (msc) Altenberge -


„Sie können das, wovon wir als Schüler immer geträumt haben: Von der Schule in den Ruhestand gehen.“ Mag Schulpflegschaftsvorsitzender Schliekmann Schulleiter Bernhard Westhues gestern auch beneidet haben: Ganz so einfach war es dann doch nicht.
Nach Schule Ausbildung zum Industriekaufmann, Abitur und Studium war Westhues 38 Jahre im Schuldienst, ehe ihm Schüler, Kollegen und Weggefährten gestern eine gestern einen herzlichen Abschied bereiteten. Fast reich an Jahren wie die Laufbahn war gestern Mittag auch die Liste der Redner, die alle eines gemeinsam hatten: Sie zollten Westhues allergrößten Respekt für das, was er in den vergangenen 16 Jahren an der Ludgeri-Hauptschule geleistet hat.
Bürgermeister Jochen Paus erinnerte daran, dass die Schule bei Westhues´ Amtsantritt kurz vor der Schließung stand und kein gutes Ansehen in der Bevölkerung und der Politik hatte und für ihre gute Arbeit weit über Altenberge hinaus bekannt sei. Paus lobte nicht nur Westhues Einsatz „weit über das gewöhnliche Maß hinaus“, sondern auch dessen christliches Menschenbild, das er gelebt und vorgelebt habe. Genau das fand auch Pfarrer Dr. Josef Wieneke bemerkenswert: „Sie haben Zeugnis von Glauben abgelegt.“ Außerdem habe er, Wieneke, beim Religionsunterricht in achten Schuljahren noch nie so viele motivierte Schüler erlebt wie an der Ludgerischule, von denen so viele „im Lernen einen Sinne sehen“.
Schulrätin Barbara Becker hob besonders den Einsatz „für Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf“, hervor, die seit knapp in der Ludgerischule mitunterrichtet werden. Außerdem verwies sie auf die von Westhues initiierte Job-Börse, und darauf, dass jedes Jahr über die Hälfte der Zehntklässler die Zusage für einen Ausbildungsplatz in der Tasche habe. Die originellste Rede hielten zweifelsohne die Schülervertreter, die auf dem Schulhof zahlreiche Zitate aufgeschnappt hatten. Auf den Punkt brachte es dann Ulrike Hoff, die ihrem Chef aus vollem Herzen entgegenbrachte: „Es war toll Bernhard, danke!“
Der so hoch gelobte gab sich nachdenklich und bescheiden: Nur mit einem Team könne man an einer Schule so viel erreichen. Und ohne Politik und Verwaltung wäre vieles gar nicht möglich gewesen. Westhues: „Wir waren nicht immer einer Meinung, aber zwischen mir und Herrn Paus passte kein Blatt Papier.“ Und wie seine Vorredner bedankte sich der Pädagoge bei seiner Frau Monika, die ihn all die Jahre hindurch unterstützt hat. Natürlich hofft Westhues, dass es trotz der sich abzeichnenden Umbrüche im Schulsystem mit der Ludgerischule weitergeht. Bürgermeister Jochen Paus versprach es: „Es wird in Altenberge auch künftig eine weiterführende Schule geben.“ Vorerst wird Konrektorin Regina Kumpf die Leitung übernehmen. Sie moderierte die Verabschiedung und sagte, dass mit Westhues „ein Kapitän von Bord geht, der das Schiff nie im Stich gelassen hat“.
VON MICHAEL SCHWAKENBERG, STEINFURT

28.01.2011 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Schüler sammeln Rekordsumme: 1835,73 Euro für Kriegsgräberfürsorge

Frau Holtstiege, Herr Westhues und Herr Paus mit Schüler/innen aus dem 8., 9. und 10. Jahrgang

Frau Holtstiege, Herr Westhues und Herr Paus mit Schüler/innen aus dem 8., 9. und 10. Jahrgang

 

40 Schüler der Altenberger Hauptschule machten sich im November 2010 bei Wind und Regen auf den Weg, um für die Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. „Die Sammlung erbrachte 1835,73 und liegt damit 47 Cent über dem Vorjahresergebnis“, berichtete Schulleiter Bernhard Westhues und bedankte sich bei den Schülern für ihr freiwilliges Engagement. Das würdigte auch Bürgermeister Jochen Paus, der mit Petra Holtstiege von der Gemeinde, den Schülern zu dem Ergebnis gratulierte. Als Dank für ihren Einsatz erhielten sie kleine Geschenke, wie zum Beispiel einen Kinogutschein oder ein Schreibset für den Schulalltag.
UWE RENNERS

14.01.2011 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Tipps für die richtige Wahl

Berufsnavigatorvorstellung

Werner Frenker von der Agentur für Arbeit, Lehrerin Tanja Manzei und Volksbank-Kundenberaterin Simone Dißel (hinten rechts) schauten den Schülern über die Schulter als Tanja Graßmel die Aktion vorstellte.
Foto: (nn)

Altenberge - Eine Gemeinschaftsaktion des Kreises Steinfurt, der Agentur für Arbeit Rheine und der Volksbank Greven nutzten jetzt die Schüler der Ludgeri-Hauptschule, um die richtige Berufswahl zu treffen. Nach einer Einführung durch Tanja Graßmel vom Hamburger Berufsnavigator konnte es endlich losgehen, schreibt die Schule in einer Presseinformation.
Der Berufsnavigator ist ein Verfahren zur Berufsfindung. Die Schüler schätzen sich gegenseitig mit Hilfe eines elektronischen Abstimmungsgerätes anonym ein. Im ersten Schritt werden die Profile und persönlichen Kompetenzen herausgearbeitet. Über Handsender bewerten die Jugendlichen 50 verschiedene Merkmale auf einer siebenstufigen Skala, wodurch ein aussagekräftiges und präzises Persönlichkeitsprofil eines jeden Teilnehmers entsteht.
In einem zweiten Schritt ordnet eine Entscheidungssoftware dem Profil des einzelnen Schülers insgesamt zehn passende Berufsbilder und ein individuelles Stärkenprofil zu.
Im Anschluss an das Beurteilungsverfahren beraten erfahrene Praktiker aus dem Personalbereich die Schüler. Ziele werden definiert und weitere notwendige Schritte besprochen, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.
Der Kreis Steinfurt, die Agentur für Arbeit und die Volksbank Greven kooperieren beim Berufsnavigator und finanzieren diese Aktion gemeinschaftlich.
18.12.2010 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Noah Toonen fährt zum Regionalentscheid

Die klassenbesten Vorleser/innen aus 6a und 6b


Auch die sechsten Klassen der Ludgerischule haben am Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels teilgenommen. Die klassenbesten Vorleser/innen trafen sich jetzt, um einen Schulsieger oder eine Schulsiegerin zu ermitteln. Noah Toonen (rechts) aus der Klasse 6b setzte sich mit einem knappen Vorsprung an die Spitze und vertritt die Schule nun beim Regionalentscheid, heißt es in einer Pressennotiz.
10.12.2010 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Firmen haben akuten Bedarf

Besucher/innen der Ausbildungsbörse

Die fünfte Ausbildungsbörse der Ludgeri-Schule war mit 51 Firmen, Dienstleistern und Schulen bestens bestückt. Viele Schüler/innen nutzten die Möglichkeit, sich zu informieren.
Foto: (Uwe Renners)


Altenberge - Trotz der zahlreichen Umwälzungen, die auch die Altenberger Schullandschaft mittlerweile erfasst haben, steht die Jobbörse der Ludgeri-Hauptschule wie ein Fels in der Brandung. „Rekord“, konnte der Schulleiter Bernhard Westhues verkünden. So viele Infostände waren es noch nie bei der Börse, die in Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft und der Agentur für Arbeit alle zwei Jahre auf die Beine gestellt wird: 51 Firmen, Schulen und Dienstleister präsentierten sich den interessierten Schülern. Die hatten die Möglichkeit, sich über verschiedene Berufe, Bildungswege und Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu informieren. Für Vinzenz Hüwe von der Industrie- und Handelskammer kam die gute Resonanz nicht überraschend. „Die Firmen haben einen akuten Bedarf an Auszubildenden, viele Stellen können bereits jetzt nicht besetzt werden“, so Hüwe. Auch Unternehmen, die sich sonst nicht an dieser Art der Präsentation beteiligt hätten, würden die Chance mittlerweile nutzen.
Die Schüler hatten gestern die Qual der Wahl. Von der Bundeswehr bis zum Schornsteinfeger standen Gesprächspartner zur Verfügung. Hauptschulrektor Bernhard Westhues freute sich über die vielen Schüler und Firmen, die die fünfte Jobbörse zu einem vollen Erfolg machten.
Die Messe könne den Schülern die Berufswahl zwar nicht abnehmen, doch von den Firmen könnten sie zahlreiche Informationen und Materialien an die Hand bekommen, um eine gute Entscheidung treffen zu können, sagte Westhues.
Bürgermeister Jochen Paus sprach bei der Eröffnung sogar von einer Erfolgsgeschichte. „Wie kann man dem Fachkräftemangel besser begegnen als mit solch einer Ausbildungsbörse?“, fragte Paus und lobte das Engagement aller Beteiligten.
Dass die Ausbildungsbörse in der Tat auch viele Jugendliche aus dem Umland anzog, war am Freitagabend gut an der Parkplatzsituation an der Schule zu erkennen. Dort hätte trotz zusätzlicher Parkflächen auf dem Appelhoff gut der Stand eines Abschleppunternehmens seine Künste demonstrieren können.
VON UWE RENNERS, BORGHORST
27.11.2010 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Kleines Jubiläum
Ausbildungsbörse findet heute zum fünften Mal statt

Schüler/innen der KLasse 10B

 

Wirbt eifrig für die Jobbörse am heutigen Freitag: 
die Klasse 10 B der Ludgerischule in Altenberge. Foto  Terstegge

ALTENBERGE. Ein kleines Jubi­ läum kann heute gefeiert werden. Zum fünften Mal findet an der Ludgeri­Hauptschule die Ausbildungsbörse „ Top­Job“ statt.
„Beim ersten Mal 2006 hatte ich noch gedacht, wir müssten die Jobbörse absagen“, erinnert sich Rektor Bernhard Westhues. Da war bis zu den Herbstferien erst eine Firmenanmeldung erfolgt. „Doch dann zeigten insgesamt 32 Firmen und Institutionen Interesse an diesem Angebot“, so Westhues. Dies sei vor allen Dingen auch dem Engagement von Christoph Schleuter von der Werbegemeinschaft Altenberge zu verdanken gewesen.
Erfolgsgeschichte
Seitdem hat die Jobbörse eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Von Jahr zu Jahr steigerte sich die Zahl der Anmeldungen. „Ich bin auch überzeugt davon, dass es für die Firmen von Vorteil ist, wenn vor Ort ausgebildet wird!“, bekräftigt Westhues. Man müsse einfach die Ausbildungsplätze hier erhalten. „Besonders im Hinblick auf den zu erwartenden Fachkräftemangel.“ Dass dies von der Wirtschaft genauso gesehen wird, zeigt wohl auch die Anzahl von 50 Ausstellern, die sich in diesem Jahr an der Jobbörse beteiligen.
Vielfältiges Angebot
Organisiert wird die Veranstaltung von einem Team, dass aus Vertretern von Lehrern und Schülern der Klassen 8 bis 10 besteht, der Agentur für Arbeit, Christoph und Jutta Schleuter von der Werbegemeinschaft, Ulla Wilken vom KOTHeim und Rektor Westhues. „Die Jobbörse ist einfach eine gute Gelegenheit für die Schüler, sich über verschiedene Berufe zu informieren und für die Firmen, schon einmal erste Kontakte zu knüpfen“, bekräftigt Bernhard Westhues. Während der Vorbereitung legen die Schüler fest, welche Berufe sie gerne kennen lernen möchten. „Bis auf einen Malerund einen Fleischerbetrieb haben wir alles im Angebot“, so der Rektor. Die Aussteller kommen hauptsächlich aus Altenberge und Nordwalde. Im Handwerkerbereich stellen sich etwa Dachdecker, Ofensetzer, Schreiner, Baufirmen oder Autohäuser vor. Auch Verwaltungsberufe sind im Angebot mit Versicherungen, Banken, dem Kreis Steinfurt und der Gemeinde Altenberge. Weiterführende Bildungsinstitute, wie die Technische Schulen, die Landwirtschaftsschule, das WilhelmEmanuelvonKettelerBerufskolleg, oder die Wirtschaftsschule Kreis Steinfurt sind mit Infoständen vertreten. Auch der Pflegebereich bietet Auskünfte zu entsprechenden Berufen an. „Mit Hengst Filter konnte ein großer Ausbildungsbetrieb aus Nordwalde gewonnen werden“, freut sich Westhues. Insgesamt ist er dankbar für das Engagement der beteiligten Aussteller. „Immerhin investieren sie Zeit und Geld an diesem Tag“, betont er. Damit die Schüler auch wissen, wie sie sich am besten informieren, haben sie im Wirtschaftsunterricht einen Arbeitszettel erstellt. Hier tragen sie ein, welche Qualifikationen etwa für einen Beruf notwendig sind und was ihnen ein Unternehmen bieten kann. „Die Jobbörse ist natürlich auch offen für Interessierte von anderen Schulen“, unterstreicht Westhues. Um 17 Uhr wird Bürgermeister Jochen Paus die Börse offiziell eröffnen. Bis 19.30 Uhr haben dann alle Besucher die Gelegenheit, sich mit Berufen in den Firmen und Institutionen vertraut zu machen. ter


Skulpturenprojekt: Probestehen bestanden

Schüler/innen der KLasse 10B mit Figuren

 

Wenn die Figuren fertig sind, sollen sie auch als Regenunterstand dienen. Die beiden Schirme sollen dann aus Stahl sein und tatsächlich Regen abhalten.
Foto:(Uwe Renners)

Altenberge - Das Probestehen war erfolgreich. Mit verwunderten Blicken wurden die Schüler der Hauptschule am Mittwoch von zahlreichen Autofahrern begutachtet als sie Pappkameraden mit Regenschirm und sogar ein Papppferd in der Nähe des Kreisverkehrs platzierten. Aus den Pappkameraden sollen demnächst Figuren aus Edelstahl werden und die sollen im nächsten Jahr fest installiert werden. „Ich könnte mir auch noch andere Skulpturen auf der Fläche vorstellen“, meinte Bürgermeister Jochen Paus, der zusammen mit Initiator Dr. Lutz Wetzlar, dem Künstler Patrick Ernst, Bernhard Voss vom Seniorenbeirat und den beiden Lehrern Christina Ohst und Klaus Simon dem Probestehen beiwohnte.
Das Konzept der lebensgroßen Stahl-Skulpturen ist ein Gemeinschaftsprojekt des Heimatvereins, des Seniorenbeirates und der Ludgeri-Hauptschule, das durch den Koordinator des Projektes Dr. Lutz Wetzlar angeregt wurde. Mit der Stahlskulptur wird ein öffentlich sichtbares Objekt mit gleichzeitig künstlerischem und praktischem Anspruch geschaffen. Die Skulptur besteht aus drei Gruppen mit sechs Figuren in Lebensgröße, die aus Stahlprofilen geschnitten und miteinander verbunden sind.
Gesehen hatte Wetzlar ähnliche Figuren in sHertogenbosch in den Niederlanden. Dort hatte der Künstler Sander Dorenbosch sie erstellt, der auch als künstlerischer Berater für das Altenberger Projekt gewonnen werden konnte. „Der generationsübergreifende Ansatz ist für Alten-berge besonders wichtig“, sagt Wetzlar. Die lebensgroße Stahl-Skulptur junger und älterer Menschen in drei Gruppen soll zentral im Ortsbild, am Kreisverkehr „Am Schild“ sichtbar sein. „Sie steht genau in der Mitte des Dorfes und ist so eine Brücke zwischen dem Standort der Seniorenheime am Ortsrand, der Schulen und der Ortsmitte. Von Schülern und Senioren gemeinsam entworfen, hergestellt und aufgestellt, stellt die Figurengruppe durch Material, Aufstellungsort und Gestaltung, das zentrale Anliegen der Dorfgemeinschaft in Altenberge dar: Lebensqualität und Zukunft generationsübergreifend zu erhalten und gestalten“, erklärt Wetzlar.
Bemerkenswert sei, dass es sich um ein echtes Bürgerprojekt handele, das trotz seiner Größe den Gemeindesäckel nicht belaste: Alle kreativen und handwerklichen Leistungen werden von Schülern der Ludgerischule, von Mitgliedern des Heimatvereins und des Seniorenbeirats in vielen Stunden gemeinsamer Arbeit erbracht. Die Gelsenwasser AG unterstützt das generationsübergreifende Projekt finanziell aus ihrem aktuellen Programm. Auch die Altenberger Kreditinstitute und zahlreiche Unternehmen beteiligen sich großzügig mit Sach- und Geldspenden an der Finanzierung.
VON UWE RENNERS, BORGHORST
18.11.2010 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Reisen mit dem Rollstuhl

Jörg Pröve mit Schüler/innen

 

In der Hauptschule erzählte Andreas Pröve von seinen Reisen nach Indien. Die Schüler zeigten sich beeindruckt.
Foto: (Rudolf Rickers)

Altenberge - Seit einem Motorradunfall im Jahr 1981 ist er querschnittsgelähmt. Er baute sich einen Rollstuhl, mit dem er auf unzähligen Reisen die Grenzen des Machbaren suchte. Getragen von der Neugier und der Lust am Entdecken. Andreas Pröwe ist das lebende Beispiel dafür, dass man trotz Behinderung seine Träume leben kann und dadurch neuen Lebensmut schöpft.
Am Freitag war er in der Ludgeri-Hauptschule und berichtete von einer Reise nach Indien. Ein Land, das er seit 25 Jahren bereist und das ihn immer wieder magisch anzieht. Die Schüler der Hauptschule nahm er mit auf eine Reise in ein spirituelles Land und erzählte von Göttern und Gurus, Straßenkindern in Mumbai und jahrtausendalten Tempeln. Den Ganges beschrieb er als Fluss, der trotz hoher Verschmutzung zugleich Lebensader und letzte Ruhestätte für viele Inder ist. Pröwe berichtete von den Erlebnissen der Menschen vor Ort und zeigte dazu auf einer Großbildleinwand eindrucksvolle Fotos.
Der Fotoreporter traf in „Indien - von Küste zu Küste“ auf gelebte alte Traditionen, Rangordnungen der Kasten und eine tiefe Religiösität. „Jedes Jahr brechen Millionen Gläubige im ganzen Land auf“, berichtete er und erzählte weiter: „Sie kommen barfuß, auf glühenden Kohlen und Nagelbrettern, um zu leiden, zu entbehren, zu büßen und zu opfern.“ Ebenso skeptisch wie fasziniert folgte er ihren Spuren. Unterhaltsam schilderte er immer wieder Begegnungen mit der Bevölkerung und lobte die außergewöhnliche Gastfreundschaft der Inder: „Wenn ich in einem Ort mit meinem Rollstuhl ankam, verursachte das gleich eine Menschenansammlung.“
Lebendig, oft witzig und hautnah, wie er allein im Rollstuhl unterwegs ist, erlebten die Schüler seine Fotoreportage. Kein gewöhnlicher Reisebericht mit bunten Bildern. Er zog die Schüler in den Bann der indischen Lebenskultur und die staunten: Über ein fremdes Land und einen außergewöhnlich beeindruckenden Menschen. Und den wollten die Schüler nach dem Vortrag nicht so einfach gehen lassen: „Wie ist es zu dem Unfall vor 30 Jahren gekommen? Wie leben sie mit der Querschnittslähmung?
Und die Schüler stellten jede Menge Fragen zu Indien. Möchten sie ganz in Indien leben? Pröve: „Nein, ich lebe auch hier gern“. Bis das Reisefieber und die Abenteuerlust wieder kommen. Ein Ziel steht dabei ganz oben: die Umrundung des Subkontinents.
VON RUDOLF RICKERS

16.11.2010 | Quelle: Westfälische Nachrichten

„Boje“-Preis für das Markenzeichen

Frau Flache, Frau Manzei und Herr Westhues

 

Die Lehrerinnen Heike Flache und Tanja Manzei (v.l.) nahmen gemeinsam mit Schulleiter Bernhard Westhues die Auszeichnung entgegen.
Foto: (Joachim Busch)

Altenberge - Die Sparda-Bank Münster hat jetzt 22 Schulen im Rahnen des „Boje“-Preises ausgezeichnet, die mit ihrem Berufsorientierungskonzept nachhaltig einen klaren Kurs verfolgen. Darunter ist auch die Ludgeri-Hauptschule, die damit unter anderem für ihre alle zwei Jahre stattfindenden Ausbildungsbörse mit 5000 Euro prämiert wurde. Die Börse mit rund 50 Betrieben findet am 26. November erneut statt.
In der Begründung heißt es: „Viele Handwerks- und Industrieunternehmen sind aktiv dabei, denn in den nächsten Jahren werden Auszubildende knapp. Die Berufswahlmesse wird in Eigenregie der Schule organisiert gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Altenberge und der Agentur für Arbeit. Der große Erfolg zeigt, dass viele Besucher diese hervorragende Plattform nutzen, damit Jugendliche und Unternehmen zusammenfinden.“
Rektor Bernhard Westhues, der zusammen mit den Berufswahlkoordinatorinnen Heike Flache und Tanja Manzei die Auszeichnung entgegennahm, zeigte sich hocherfreut: „Die Ausbildungsbörse ist inzwischen zu einem Markenzeichen unserer integrativen Ganztagsschule geworden.“ Er betont aber auch, dass die Schule bei der Vorbereitung der Schüler auf das Berufsleben auf Unterstützung angewiesen ist. Westhues: „Mit dieser Auszeichnung werden stellvertretend auch alle ,Türöffner geehrt, die mit ihrer reichen Lebenserfahrung eine Navigationshilfe für eine erfolgreiche Berufswahl unserer Schüler sind. Dafür möchte ich allen Helfern danken.“
Die vielen einzelnen Bausteine im Berufsorientierungskonzept der Ludgerischule sowie die hohe Zahl der Zehntklässler, die Jahr für Jahr mit einer Ausbildungsplatzzusage die Schulzeit beenden, überzeugte die Sparda-Bank.

12.11.2010 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Plattform für Chefs und Schüler

Die Mitglieder des Vorbereitungsteams

 

Die Mitglieder des Vorbereitungsteams mit Schulleiter Bernhard Westhues (l.) und Unternehmer Christoph Schleuter (7.v.r.) werben für die Jobbörse in der Hauptschule, die am 26. November stattfindet.
Foto: R. Rickers

Altenberge - Rektor Bernhard Westhues von der Ludgeri-Hauptschule und Christoph Schleuter von der Werbegemeinschaft Altenberge sind sich sicher: „Es werden 50 Aussteller und 40 davon sind ausbildende Betriebe.“ Das wäre eine neue Rekordbeteiligung und die Erfolgsgeschichte geht nach Meinung der Initiatoren bei der fünften Ausbildungsbörse am 26. November (Freitag) von 17 bis 19.30 Uhr in der Ludgeri-Hauptschule weiter. Die breite Palette der Aussteller reicht von den Institutionen wie die Agentur für Arbeit, der Kreishandwerkerschaft und den Wirtschaftsschulen Steinfurt bis hin zu 40 Altenberger und Nordwalder Ausbildungsbetrieben. Gesucht werden noch ein Maler- und ein Fleischerbetrieb.
Jetzt traf sich das Vorbereitungsteam unter der Leitung von Rektor Bernhard Westhues und Vertretern der Lehrer und Schüler der Klassen 8 bis 10, der Agentur für Arbeit, Ulla Wilken vom KOT-Heim und Christoph Schleuter von der Werbegemeinschaft Altenberge. Westhues machte noch einmal deutlich: „Die Jobbörse ist für die Ausbildungsbetriebe eine hervorragende Plattform, sich zu präsentieren, und bietet unseren Schülern die Gelegenheit, sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen.“ Westhues führte weiter aus: „Jeder Hauptschüler wird gebraucht und die Jugendlichen müssen spüren, dass sie gefragt sind.“
Die Agentur für Arbeit Steinfurt hat alle gemeldeten Bewerber für eine Ausbildungsstelle angeschrieben und die potenziellen Azubis mit ihren Eltern zum Besuch der Jobbörse eingeladen. Für Mitinitiator und Unternehmer Christoph Schleuter ist klar: „Wir müssen den Jugendlichen Perspektiven bieten, Lehrstellen schaffen und in die Ausbildung investieren.“ Eine ausbildungsqualifizierte Schule wie die Ludgeri-Hauptschule, die durch ihren Wirtschaftslehreunterricht gezielt auf den Beruf vorbereitet, biete für viele mittlere Handwerksunternehmen die notwendigen Ausbildungskräfte vor Ort, sieht Schleuter insbesondere einen Standortvorteil.
Kritisch merkte Schleuter an: „Die immer wiederkehrenden negativen Schlagzeilen scheren in der öffentlichen Wahrnehmung oft alle Hauptschulen über einen Kamm und differenzieren nur unzureichend. Das motiviert die Akteure hier vor Ort gerade nicht.
Bürgermeister Jochen Paus, der die Jobbörse am 16. November eröffnen wird, ist auch als Schulträger erfreut, dass sich die Wirtschaft vor Ort jetzt noch stärker engagiert und hofft auf neue Impulse für Jugendliche und Betriebe. „Wir erwarten einen starken Besucherandrang“, sagte Westhues abschließend. Deshalb wird die Gemeinde zusätzliche Parkflächen auf dem Multifunktionsplatz neben der großen Sporthalle schaffen.

VON RUDOLF RICKERS
08.11.2010 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Schüler sammeln für Kriegsgräberfürsorge
Altenberge - Die Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge findet in der Zeit vom 30. Oktober bis 19. November statt. Der Volksbund sorgt für die Gräber Millionen deutscher Gefallener in aller Welt. Er nimmt damit die Aufgabe wahr, jener zu gedenken, die als Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ihr Leben lassen mussten, schreibt die Gemeinde in einer Pressemitteilung. Die Kriegsgräber im Westen werden seit Kriegsende erhalten und gepflegt. Im Osten müssen diese mit einem hohen Kostenaufwand instand gesetzt und weiter gepflegt werden. Der Volksbund benötigt für die Durchführung seiner vielfältigen Aufgaben die finanzielle Mithilfe aller Bürger, heißt es.
Der Sammlungserlös 2010 ist für den Ausbau der Jugendbegegnungsstätte des Volksbundes in Ysselsteyn/ Niederlande, die Unterstützung von Workcamps sowie für den Bau der deutschen Kriegsgräberstätte Cheb (Eger) bestimmt.
40 Schüler/innen der Ludgeri-Hauptschule haben sich bereit erklärt, in den nächsten Wochen im Gebiet der Gemeinde diese Sammlung durchzuführen. Alle Schüler sind im Besitz von Sammlerausweisen und Sammellisten. Für Rückfragen steht die Gemeindeverwaltung, Petra Holtstiege (Telefon 0 25 05/82 34) zur Verfügung.

29.10.2010 | Quelle: Westfälische Nachrichten

26.11.2010 | Quelle: Münstersche Zeitung