Ludgeri-Hauptschule
-Schuljahr 2008/09-


Beeindruckt vom Leistungsspektrum

Besuch beim RP

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (rechts) und Schulabteilungsleiter Wolfgang Weber (links) informierten sich bei Bernhard Westhues von der Ludgeri-Hauptschule Altenberge (2.v.l.) und Klaus Pläger von der Droste-Hauptschule Münster (2.v.r.) über die hervorragende pädagogische Arbeit an den Hauptschulen.

Altenberge/Münster - Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat sich jetzt über die Arbeit an den Hauptschulen anhand von zwei Praxisbeispielen aus Altenberge und Münster-Roxel informiert. Paziorek zeigte sich beeindruckt vom Leistungsspektrum der Schulen und sieht bei dem vorhandenen Potential gute Chancen für die Zukunft der Hauptschulen. Besondere Bedeutung für diese Schulform hat der gebundene Ganztag. Die vielfältigen Angebote an den Beispielschulen unterstützen die positive Entwicklung, heißt es in einer Pressemitteilung der Bezirksregierung. Schulabteilungsleiter Wolfgang Weber bestätigte Bernhard Westhues (Hauptschule Altenberge) und Klaus Pläger (Droste-Hauptschule Münster-Roxel), dass der Erfolg von Schulen von einem starken Schulkollegium positiv beeinflusst wird. Mit entsprechendem Engagement könne sehr viel bewegt werden. Die hohen Anmeldezahlen an den beiden Hauptschulen würden diesen Eindruck unterstreichen.
Die Droste-Hauptschule Münster-Roxel bietet den Schülern eine lebendige Schule. Schulleiter Klaus Pläger berichtet über die neu gestalte Pausenhalle seiner Schule, in der über einen Bildschirm beispielsweise die Vertretungsregelung für die unterschiedlichen Klassen abzulesen sind. Neben der individuellen Förderung, der Teilnahme an Schülerwettbewerben und einer freiwilligen Schulkleidung sind ein Selbstlernzentrum, ein Schülercafe und ein Psychomotorikraum eingerichtet. Eine Schulverwaltungsassistenz unterstützt das Kollegium.
Schulleiter Bernd Westhues schildert die bunte Vielfalt der Ludgeri-Hauptschule in Altenberge. Von Gesprächen mit Zeitzeugen, Ausstellungen zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland über die Beteiligung an Schülerwettbewerben, Senioren, die bei der Jobsuche helfen, die Ausbildung von Streitschlichtern, Projekte zur Mobbingprävention bis hin zum Besuch von Medienvertretern in der Schule bietet die Schule ein umfangreiches Angebot.

29. 06. 09 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Bester Jahrgang seit vielen Jahren

Ludgeri-Schüler treffen Pater Dimon

Zum Abschluss das gemeinsame Foto: 47 Schüler der Ludgeri-Hauptschule hielten gestern ihr Abschlusszeugnis in den Händen.

Altenberge - Für die Ludgeri-Hauptschule war es eine Entlassung der Superlative: Zuerst freue sich Konrektorin Regina Kumpf über „so viele Gäste wie noch nie“, anschließend bezeichnete Schulleiter Bernhard Westhues den Abschlussjahrgang als „den besten seit vielen, vielen Jahren“.
Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Friedenskirche versammelten sich Eltern, Lehrer und Schüler im Forum der Schule, um den Festtag gebührend zu begehen. In einer kurzen Ansprache warb Bürgermeister Jochen Paus für das Modell Hauptschule. In Richtung Lehrer und Schüler sagte er: „Ihr habt Beeindruckendes geleistet. Ihr seid gut, Ihr könnt Eure Ziele erreichen.“ Rund die Hälfte der 47 Schüler hat bereits einen Ausbildungsplatz in der Tasche. Andere haben sich dazu entschieden, bei einer weiterführenden Schule noch einmal die Bank zu drücken. „Ich will aber auch nicht verschweigen, dass noch einige wenige auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind“, sagte Westhues in seiner Rede und hatte gleich noch eine Stelle in Reckenfeld im Angebot.
Auch jenseits der Zeugnisse bewiesen die Schüler Einsatz: Schülerlotsen waren unter ihnen und Streitschlichter, sportliche Wettkämpfe wurden organisiert und der Radiosender Einslive in die Schule geholt. Für eine Unterschriftenaktion gegen die Abschiebung einer Mitschülerin erhielten sie den bundesweit ausgeschriebenen Initiativenpreis 2008. „Soviel Mut und Einsatz hätte ich Euch nicht zugetraut“, lobte Westhues. Auch die erfolgreiche Einrichtung des Gemeinsamen Unterrichts von Schülern mit und ohne Behinderungen beweise die hohe soziale Kompetenz der Abschluss-Schüler. „Der Gemeinsame Unterricht hat unsere Schule in erheblichem Ausmaß positiv verändert“, unterstrich der Schulleiter. „Innerhalb der Schule wird Rücksicht auf Schüler mit Behinderungen, Schüler die langsamer lernen, die anders lernen, die auch zu uns gehören, groß geschrieben.“ Die kürzeste Rede hielten indessen die so hoch gelobten Schüler selbst. „Dankbar sind wir, weil wir so viel gelernt haben und soviel Reife gewonnen haben“, sagte Klassensprecherin Lena Hessing, ehe alle die Gläser auf den neuen Lebensabschnitt erhoben.
VON CHRISTIAN BÜCHTER

19. 06. 09 | Quelle: Westfälische Nachrichten

„Das vergisst man sein ganzes Leben nicht“

Ludgeri-Schüler treffen Pater Dimon

Im Hintergrund sind die Plakate der Ausstellung zu sehen, die ab sofort in der Hauptschule hängen. Auch Schulleiter Bernhard Westhues (r.) erzählte den Schülern viel über den Mauerfall.Foto: (ael)

Altenberge - Bernhard Westhues kam es so vor, als wäre es erst gestern gewesen. „Dabei feiern wir in diesem Jahr mit 20 Jahren Mauerfall so etwas wie ein Jubiläum.“ Im Gegensatz zu seinen Schülern der Klasse 9, die vor 20 Jahren noch gar nicht geboren waren, saß Westhues am 9. November 1989 wie so viele Millionen Deutsche live vor dem Fernseher, als in Berlin Geschichte geschrieben wurde und die Mauer fiel. Gestern Morgen bekamen die Neuntklässler der Ludgeri-Hauptschule Gelegenheit, mehr über dieses wichtige Kapitel der deutschen Geschichte zu erfahren. Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung „20 Jahre Mauerfall“, die vor acht Wochen bereits im Rathaus zu sehen war, erzählte ihnen Ronald Baumann vom SPD-Ortsverein in einer Präsentation, „was die Menschen damals dazu gebracht hat, auf die Straße zu gehen und zu sagen: Wir haben die Nase voll von der DDR“.
Mit dabei im Forum der Hauptschule war auch stellvertretende Bürgermeisterin und SPD-Vorsitzende Ulrike Reifig, die die Plakatausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an die „Friedliche Revolution“ nach Altenberge geholt hatte. Sie berichtete den Jugendlichen von ihren ganz persönlichen Erfahrungen im geteilten Berlin. „Mit acht Jahren war ich zum ersten Mal dort.“ Reifig erinnerte sich noch gut daran, dass es damals Stunden gedauert hatte, bis sie mit ihrer Familie die Grenze passieren durfte. Die Begegnung mit der Mauer an sich, der Blick auf DDR-Terrain von Aussichtsplattformen aus - „so etwas vergisst man sein ganzes Leben nicht“.
Referent Ronald Baumann erzählte die Geschichte, wie es vor 20 Jahren zum Mauerfall kam, rückwärts, begann mit seinen Ausführungen also am 9. November 1989. Die Filmsequenzen von den Montagsdemonstrationen aus Leipzig, von den Flüchtlingen aus der Prager Botschaft und von der Flucht über Ungarn nach Westdeutschland machten Eindruck auf die Neuntklässler der Ludgeri-Schule. „Gab es eigentlich auch Leute in der DDR, die gar nicht weg wollten?“, fragte ein Schüler am Ende der Präsentation. „Natürlich“, antwortete Ronald Baumann. „Vielen DDR-Bürgern ging es damals auch einfach nur darum, mal einen Blick in den Westen werfen zu dürfen.“ In die bunte Welt, wie die Ostberliner das Leben auf der anderen Seite der Mauer damals genannt hätten. „Oder einfach mal in den Urlaub fahren zu dürfen.“
All das war unter dem DDR-Regime natürlich nicht erlaubt. „Es war schon ziemlich schrecklich“, erzählte Ulrike Reifig nicht nur von den über hundert Toten, die bei Fluchtversuchen erschossen wurden, sondern auch, dass von den 17 Millionen Einwohnern der DDR drei Millionen Spitzel der Staatssicherheit (Stasi) waren. „Das muss man sich mal vorstellen“, erklärte Ronald Baumann. „Es konnte sein, dass beste Freunde einen im Auftrag der Stasi ausspioniert haben.“ Mit der Besichtigung der Exponate in der Pausenhalle der Hauptschule endete für die Schüler der Exkurs in die deutsche Geschichte. Bernhard Westhues glaubte nicht, dass er noch die Vereinigten Staaten von Europa erleben wird. „Aber ich bin sicher, dass Ihr es erleben werdet“, sprach der Rektor zu seinen Schülern. „Durch den Mauerfall hat sich politisch ein Prozess ereignet, der dazu geführt hat, dass wir heute in einem vereinten Europa leben“, so Westhues weiter. „Vor 20 Jahren hätte da keiner im Traum dran gedacht.“
Zu sehen ist die Ausstellung „20 Jahre Mauerfall“ noch bis zum Beginn der Sommerferien. Alle Altenberger sind eingeladen.
VON ANDRE ELSHOFF
18. 06. 09
| Quelle: Westfälische Nachrichten

Der Weg zum Ziel

Schüler der Klasse 8 beim Kompetenzfeststellungsverfahren

Die Schüler der achten Klassen mussten beim Kompetenzfeststellungsverfahren auch zahlreiche praktische Aufgaben im Team und allein erledigen. Zum Beispiel musste eine Eierwurfmaschine erstellt werden.Foto: (Uwe Renners)

Altenberge - Wie finde ich meinen Traumberuf? Wo liegen meine persönlichen Stärken? Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es in meiner Region? Diese und weitere Fragen beantworteten jetzt Schüler der beiden achten Klassen der Ludgeri- Hauptschule. Das Projekt „Zukunft fördern - vertiefte Berufsorientierung gestalten“ bot die Möglichkeit eines Kompetenzfeststellungsverfahren. „Die Aufgaben wurden nach bestimmten Kriterien hinsichtlich Motivation, Selbstvertrauen, Kommunikationsfähigkeit, Gruppen- und Teamfähigkeit, Arbeitsorganisation und Problemlösefähigkeit ausgewählt“, erklärte Dorothea van Ooyen von der Jugendberatung Steinfurt der evangelischen Jugendhilfe. „Wir haben das schon mit 1500 Schülern gemacht“, sagte van Ooyen. Die mit dem Assessment-Verfahren verbundenen Ziele seien bei den Jugendlichen in vollem Umfang erreicht worden. „Alle arbeiteten äußerst engagiert, waren sehr gesprächsoffen und an ihren eigenen Ergebnissen sehr interessiert. Besonders hervorzuheben ist das vorbildliche Sozialverhalten und die überdurchschnittlich hohe personale Kompetenz vieler Schüler”, so Dorothea van Ooyen. So etwas habe sie bisher selten erlebt. „Berufsorientierung ist ein entscheidender Wegweiser, um sich im Dschungel der zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten zurechtzufinden. Wir möchten unseren Schülern hierfür den Weg bereiten. Dazu bieten wir ihnen mit ,Zukunft fördern die Möglichkeit, auszuloten, worin sie gut sind und was ihnen Spaß macht. So investieren wir frühzeitig in die richtige Entscheidung und vermeiden, dass die Jugendlichen ihre Ausbildung abbrechen”, so Schulleiter Bernhard Westhues. WERBUNG Im Rahmen des Projekts „Zukunft fördern - vertiefte Berufsorientierung gestalten“ unterstützt die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie der Stiftung Partner für Schule NRW über 1000 weiterführende Schulen in NRW bei der Durchführung von Maßnahmen zur innerschulischen Berufsorientierung. Insgesamt flossen über diese Schiene 5000 Euro an die Hauptschule in Altenberge.
VON UWE RENNERS, BORGHORST
17. 06. 09
| Quelle: Westfälische Nachrichten

Auf Spurensuche

Ludgeri-Schüler treffen Pater Dimon

Die Klassen des zehnten Jahrgangs besuchten die Ausstellung von Alfons Schnell und bekamen viele Infos zur deutschen Geschichte.

Altenberge - Beide Klassen des Jahrgangs zehn der Altenberger Hauptschule konnte Alfons Schnell in der Briefmarkenausstellung zum Grundgesetz begrüßen. Sie waren auf Einladung der CDU gekommen, um sich über das Grundgesetz und dessen Geschichte informieren zu lassen. In Begleitung von Rektor Bernhard Westhues fand der Unterricht außerhalb des Klassenzimmers statt, schreibt die CDU in einer Mitteilung. Damit jedes Klassenmitglied auch ein Stück der deutschen Geschichte mit nach Hause nehmen konnte, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende Günter J. Badersbach noch eine Chronik der Bundesrepublik für alle Schüler zur Verfügung und der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling lieferte für jeden eine Fassung des Grundgesetzes dazu.
10.06. 09
| Quelle: Westfälische Nachrichten

Schüler in Berlin

Ludgeri-Schüler treffen Pater Dimon

Die Schüler der neunten Klassen der Ludgeri-Hauptschule besuchten in Berlin die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelica Schwall-Düren.

Altenberge/Berlin„ - Was ist die Ursache für die derzeitige Wirtschaftskrise?“ „Wie funktioniert die Abwrackprämie?“ „Was tut die Politik, damit genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen?“ „Warum sind Sie Bundestagsabgeordnete geworden?“ Diese und andere Fragen stellten die Schüler der neunten Stufe der Ludgeri-Hauptschule aus Altenberge Angelica Schwall-Düren. Die Gruppe besuchte für einige Tage Berlin und traf die Abgeordnete im Deutschen Bundestag zum Gespräch.
„Von Politikverdrossenheit oder Desinteresse war nichts zu spüren“, freute sich Angelica Schwall-Düren über die gut informierten Schüler der Ludgeri-Hauptschule.
10.06. 09 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Pater Dimon dankt Hauptschülern

Ludgeri-Schüler treffen Pater Dimon

Interessiert verfolgten die Schüler der Ludgeri-Hauptschule den Ausführungen von Pater Dimon. Der bedankte sich für die großzügige Spende der Jugendlichen.
Foto: (Uwe Renners)

Altenberge - Bereits vor sieben Monaten hatte Pater Ewald Dimon seinen Besuch in der Ludgerischule angekündigt, um sich persönlich bei Schülern und Lehrern für eine Spende in Höhe von 3400 Euro zu bedanken, die die Schule nach dem Sponsorenlauf 2008 dem Altenberger Missionar zur Verfügung sgestellt hatte. Jetzt berichtete der 67-Jährige in der Ludgerischule über seine pastorale Arbeit in Brasilien.
Seit über 40 Jahren lebt der Franziskanerpater in Südamerika und ist seit 2004 Pfarrer in Piripiri, einer 50 000 Einwohner zählenden Stadt im Nordosten Brasiliens. „Die Pfarrei besteht aus 13 größeren Stadtgemeinden und 57 kleineren Landgemeinden. Fünf Mitbrüder und fünf Ordensschwestern sind bemüht, dass in allen Gemeinden am Sonntag ein Gottesdienst stattfinden kann. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung der Pfarrei leben unter der Armutsgrenze“, schilderte Pater Ewald die Situation der Kirche vor Ort.
Die Pfarrgemeinde fördert eine Behindertenschule, die von 425 Kindern und Jugendlichen besucht wird. Der Missionar dankt allen für die finanziellen Hilfen: „Es ist erstaunlich, was Kinder mit Behinderungen alles lernen können, wenn sich jemand gut um sie kümmert. Ich möchte allen, die beim Sponsorenlauf mitgemacht und geholfen haben, die Freude der Behinderten und ihrer Eltern vermitteln.“ Zweimal im Monat besucht der Pater das Rehabilitationszentrum „Monte Tabor“, wo drogenabhängige Straßenkinder und Jugendliche betreut werden und wo die Süchtigen mit Hilfe medizinischer Begleitung und therapeutischer Programme aus dem Teufelskreis von Armut, Drogen und Alkohol befreit werden sollen. Hier mahnt der Franziskaner die Schüler: „Drogensucht macht einsam. Die Jugendlichen brauchen unsere Hilfe, um wieder im Leben Fuß fassen zu können.“
Zum Schluss schenkte Pater Dimon der Ludgerischule ein Bild, das die Madonna von Remédios vor der Pfarrkirche in Piripiri zeigt. Rektor Bernhard Westhues versprach, dass das Marienbild einen besonderen Platz findet.
08.06. 09
| Quelle: Westfälische Nachrichten

Hoch gelobte Hauptschule

Bernhard Westhues, Rektor der Ludgeri-Hauptschule, freut sich. Im August werden 50 neue Schüler die fünfte Klasse besuchen. So viel, wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Foto: (Uwe Renners)

Altenberge - Es ist ein bisschen so wie bei Asterix. Während im ganzen Land die Hauptschulen tot geredet werden, gibt es ein Dorf im Münsterland, dass sich davon nicht beeindrucken lässt. Und das mit Erfolg. Die Ludgeri-Hauptschule in Altenberge hat in diesem Jahr so viele Anmeldungen wie seit 20 Jahren nicht mehr. 50 Kinder werden im August die fünfte Klasse besuchen, alle werden am Gebundenen Ganztag teilnehmen, sprich bis nachmittags Unterricht haben. „Mit 280 Schülern haben wir einen Höchststand. Als ich vor 14 Jahren die Schulleitung übernahm, waren es 165“, erinnert sich Rektor Bernhard Westhues. Und er ist fest überzeugt: „Die Hauptschulen haben kein Qualitätsproblem, sie haben ein Imageproblem.“
Das aufzubessern, daran arbeitet Westhues seit langer Zeit. Und er hat die Gemeinde als Schulträger im Boot. Mehr als 2,5 Millionen Euro sind in den vergangenen zehn Jahren in die Schule gesteckt worden. Momentan wird für den Ganztag eine neue Mensa gebaut. „Wir haben eine Ausstattung, um die uns manche Schule in Deutschland beneiden würde“, sagt der Schulleiter. Jeder zweite Schüler verlässt die Schule mit der Fachoberschulreife, mehr als die Hälfte hat einen festen Ausbildungsplatz. „Wir haben starke Partner wie zum Beispiel die Altenberger Werbegemeinschaft, mit der wir alle zwei Jahre eine Jobbörse organisieren. Aus vielen Praktikumsstellen werden später außerdem Ausbildungsstellen“, sagt Westhues.
Eine andere Kooperation ist noch ganz frisch. Der Altenberger Seniorenbeirat stellt Paten für Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz haben. Zusammen mit den Schülern schreiben sie Bewerbungen oder besuchen örtliche Firmen. Vor mehr als acht Jahren stellte eine Elterninitiative den Antrag, den gemeinsamen Unterricht im Schulprogramm zu verankern. Seitdem gehen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam in die Schule. Klar, dass das Kollegium auch mit vollem Elan dabei ist. Der Rektor wünscht sich manchmal, dass die Politiker auf höherer Ebene genau so hinter seiner Schule stünden, wie die vor Ort. Westhues: „Der Rückhalt hier ist unheimlich stark.“
VON UWE RENNERS, BORGHORST
29. 05. 09 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Schülerrekord!

Altenberge - Die Hauptschule wird im ganzen Land für tot erklärt. Aber Totgesagte leben bekanntlich länger. Die Altenberger Hauptschule kann in diesem Jahr einen Anmelderekord verzeichnen. 50 Schüler wollen im August die fünfte Klasse besuchen. So viele, wie seit 20 Jahren nicht mehr. WN-Redakteur Uwe Renners sprach mit Hauptschulrektor Bernhard Westhues über das Phänomen Ludgeri-Hauptschule.

Bernhard Westhues hat gut Lachen. 50 Schüler haben sich für das kommende Schuljahr angemeldet. So viele, wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Foto: (Uwe Renners)

Der demografische Faktor wirkt. Inzwischen macht das Wort vom Schülerrückgang die Runde. Aber nicht in der Ludgerischule Altenberge?
Bernhard Westhues: Mit 280 Schülern gibt es zurzeit einen neuen Höchststand in der Hauptschule Altenberge. Als ich vor 14 Jahren die Schulleitung übernahm, waren es 165. Für den neuen Jahrgang liegen 50 Anmeldungen vor. Auch das ist eine neue Topzahl, die es in den vergangenen 20 Jahren nicht gegeben hat.

Wie erklären Sie sich diesen Zulauf?
Westhues: Da habe ich eine ganz einfache Antwort: Eltern melden ihr Kind dort an, wo sie erfahren, dass man sich um ihre Kinder kümmert und wo sie wissen, dass ihre Kinder in dieser Schule gut aufgehoben sind, kurz um, wo Eltern der Arbeit der Schule Vertrauen schenken.

Ganz allgemein haben Hauptschulen aber nicht den besten Ruf. Das schadet doch, oder?
Westhues: Die Hauptschulen haben kein Qualitätsproblem, sondern ein Imageproblem. Wenn Eltern zu mir kommen und mir sagen, die Ludgerischule hat einen guten Ruf, dann freue ich mich natürlich darüber und frage zurück: Woran machen Sie das fest?

Und was antworten die Eltern dann?
Westhues: Die Ludgerischule zeigt ein unverwechselbares Profil, überzeugt durch ein reichhaltiges Schulleben mit einem engagierten Lehrerkollegium und die Schule verfügt über eine sehr gute Ausstattung, um die uns manche Schule in Deutschland beneidet.

Können Sie das Schulprofil näher beschreiben?
Westhues: Zurzeit wird in unserer Schule eine Mensa gebaut. Nehmen Sie dieses Bild von der Baustelle: Schule muss sich immer wieder verändern, da sich die Kinder und die Anforderungen der Gesellschaft an die Schüler ständig verändern. Die Halbtagsschule ist ein auslaufendes Modell. Mit Beginn des Schuljahres wurde der Gebundene Ganztag im fünften Jahrgang eingeführt. Aus dem Haus des Lernens, aus dem Schulhaus, wird nun ein Lebenshaus, in welchem die Schüler über acht Stunden lang zusammen leben. Ganztägiges Lernen und der Verzicht auf Hausaufgaben, die bisweilen den Familienfrieden stören können, finden bei den Eltern immer mehr Akzeptanz. Der Ganztag und das gemeinsame Mittagessen geben unserer Schule ein ganz neues Gesicht.

Womit profiliert sich die Schule noch?
Westhues: Heute werden fast in jedem Jahrgang Schüler integrativ beschult, inzwischen ganz selbstverständlich. Die Schüler, die Förderbedarf haben, müssen nicht mehr zu den Lehrern in die Förderschule fahren, sondern die Förderschullehrkräfte kommen zum Gemeinsamen Unterricht in unsere Schule.

Welche Perspektiven haben die Zehntklässler?
Westhues: Zunächst einmal ist festzuhalten, dass jeder zweite Ludgerischüler die zehnte Klasse mit dem mittleren Schulabschluss, also mit der Fachoberschulreife verlässt. Auch in diesem Schuljahr hat über die Hälfte aller Zehntklässler eine feste Ausbildungsstelle, während andere Schüler, zum Beispiel an den Berufskollegs, noch einen höheren Schulabschluss anstreben. Die Berufsorientierung ist ein entscheidender Wegweiser, um sich im Dschungel der zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten zurechtzufinden. Hier verfügt unsere Schule über starke Partner wie zum Beispiel die Werbegemeinschaft, mit der wir alle zwei Jahre mit großem Erfolg eine Jobbörse organisieren. Es gibt auch Firmen, die unsere Schule durch Sponsoring unterstützen oder unseren Schülern Praktikums- oder Ausbildungsplätzen zur Verfügung stellen.
Zudem ist der Rückhalt in Politik und Verwaltung sehr stark.

Macht Ihnen Schule eigentlich immer noch Spaß?
Westhues: Als die Ludgerischule 2007 zum ersten Mal bei den Lernstandserhebungen ausgezeichnet wurde und der Bürgermeister diese Nachricht auf dem Neujahrsempfang öffentlich machte, da haben sich viele Bürger riesig gefreut und geklatscht. Nach der zweiten Urkunde in diesem Jahr hoffe ich, dass unsere Schule auch einmal in Mathematik oder Deutsch so gut abschneidet. Bei der Matheknobelei auf Kreisebene haben unsere Schüler schon dreimal den ersten Preis geholt. Mit anderen Worten: Solche Auszeichnungen sind wie eine Kraftquelle und spornen an, zusammen mit dem Kollegium, mit Eltern und Schülern am Lebenshaus Schule weiterzubauen.

29. 05. 09 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Mädchen spielen Mini-WM

Hart, aber fair ging es auf dem Platz zu. Die Mädchen spielten gestern komplett ohne Schiedsrichter.
Fotos: (Uwe Renners)

Altenberge - Der Mädchenfußball boomt. 18 Schulmannschaften traten gestern bei der Mini-WM im Sportpark Großer Berg an. Veranstalter war der Ausschuss für den Schulsport im Kreis Steinfurt in Zusammenarbeit mit dem Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen. „Anliegen ist es, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein zu fördern“, erklärte Heinz Homölle. Der Sport, insbesondere der Fußball, könne ein wichtiges Element sein, um für gesellschaftlich benachteiligte Gruppen hilfreiche Perspektiven zu schaffen und Brücken zu bauen, heißt es in der Zielsetzung der Veranstaltungsreihe „Tag des Mädchenfußballs“, in dessen Rahmen mehrere Aktionen im Kreis Steinfurt stattfinden. „Unsere Wunschvorstellung ist es, dass die Vereine irgendwann selbst so ein Turnier organisieren“, sagte Homölle. Hauptziel sei der Spaß für die Kinder.
Und den hatten die Mädchen der fünften und sechsten Klassen reichlich. Standen doch so ausgewählte Partien wie Deutschland (Ludgeri-Hauptschule) gegen Brasilien (Gymnasium Arnoldinum in Burgsteinfurt) auf dem Spielplan. Selbst Nigeria (Schule am Bagno), Tschechien (Kardinal-von-Galen-Verbundschule Schöppingen) und China (Anne-Frank-Realschule Greven) waren mit dem Bus angereist, um an der WM teilzunehmen.
Im Anschluss und während der Spielpausen konnten die Mädchen das Rahmenprogramm in Anspruch nehmen. Eine Torschuss-Kamera und Bungee-Running waren nur zwei Möglichkeiten, sich die Zeit bis zum nächsten Spiel zu vertreiben. Schiedsrichter gab es übrigens keine. „Wir haben festgestellt, dass es ohne geht“, berichtete Homölle.
Der konnte auch erklären, warum dann doch einige Jungs im Fußballdress unterwegs waren. „Die beiden Grundschulen spielen auch ein Turnier“, berichtete er.
VON UWE RENNERS, BORGHORST
27. 05. 09
| Quelle: Westfälische Nachrichten

Schüler sollen bewusst erleben

Die Schüler hatten die Möglichkeit, sich selbst zu erproben und Fähigkeiten im Team mit anderen zu erlernen.

Altenberge - In einer nur auf den ersten Blick ungewöhnlichen Partnerschaft haben die Westfälische Provinzial, das Jugendrotkreuz Westfalen Lippe (JRK), der Arbeitskreis „Soziale Bildung und Beratung“ (asb) und die Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster das gemeinsame Projekt „Stark im Miteinandern“ entwickelt. Es bietet mit verschiedenen Bausteinen Lösungsansätze zur Förderung einer konstruktiven Konfliktkultur für mehr Sicherheit an westfälischen Schulen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Für Kinder und Jugendliche von zehn bis sechzehn Jahren wurde das „Fair Mobil“ entwickelt, das jetzt auch an der Ludgerischule in Altenberge Station machte. Das mobile Einsatzfahrzeug enthält verschiedene Parcoursstationen voller Ideen, Themen und Aktionen. Teilweise im Klassenverband oder in kleineren Gruppen wurden mit dem fünften Jahrgang Wahrnehmungs- und Diskussionsübungen sowie Erlebnisspiele durchgeführt.
Die Schüler hatten die Möglichkeit, sich selbst zu erproben und Fähigkeiten im Team mit anderen zu erlernen. „Denn im Multimediazeitalter schwinden Anlässe für Erfahrungen aus erster Hand“, betonte die Sozialpädagogin der Hauptschule, Karin Schulte. So werden Kletterpartien eher im PC-Spiel als am echten Fels gemeistert oder Fußballspiele virtuell vor dem Fernseher überstanden. Und wer auf wirklich erlebte Erfahrungen nicht zurückgreifen kann, schätzt unter Umständen Situationen und Risiken falsch ein. „Durch das bewusste Erleben im Parcours des „Fair Mobils“ werden körperliche Erfahrungen gemacht und Risiken thematisiert“, so Schulte. Zudem solle so auch der Klassenverband gestärkt werden. Die Betreuung und Umsetztung des Parcours erfolgte mit qualifiziertem Personal, großartig unterstützt durch die Streitschlichter des Jahrgangs neun und weiteren verantwortungsvolle Schülerinnen. Für Karin Schulte war der Besuch trotz des schlechten Wetters ein voller Erfolg.

14.05.2009
| Quelle: Westfälische Nachrichten

Senioren helfen bei der Jobsuche

Bernhard Voss (r.) gratulierte Gaby Schnell im Namen des Seniorenbeirates zu ihrer Wahl als neue Vorsitzende der Landesseniorenvertreung.
Foto: (Uwe Renners)

Altenberge - Der eine will Kfz-Mechatroniker werden, der andere Landschaftsgärtner, einer würde gerne als Maurer seine Brötchen verdienen, eine andere als Floristin ausgebildet werden oder als Einzelhandelskauffrau unterkommen. Sie alle eint eins: Das Schuljahr ist im Sommer zu Ende und ihre berufliche Zukunft steht noch in den Sternen. „Haben wir bei einem Erfolg, dann ist es schon ein Erfolg“, sagte der Rektor der Ludgeri-Hauptschule, Bernhard Westhues, gestern und freute sich über den Besuch des Seniorenbeirates in der Schule. Dort haben sich nämlich einige gestandene Männer und Frauen bereit erklärt, den Jugendlichen bei der Ausbildungssuche unter die Arme zu greifen.
Rektor Bernhard Westhues ist es ein besonderes Anliegen, dass die Zehntklässler am Ende der Schulzeit einen Ausbildungsplatz haben, der den Jugendlichen neue Lebensperspektiven eröffnet. Zurzeit haben 18 von 39 Jugendlichen einen festen Ausbildungsplatz zum 1. August. Für weitere 15 Schüler steht fest, dass sie sich an einem Berufskolleg weiter qualifizieren wollen. Damit sind 84 Prozent der Schulabgänger versorgt. Das ist ein gutes Ergebnis, aber dem Schulleiter noch nicht gut genug.
Deshalb hat er den Seniorenbeirat ins Boot, besser gesagt in die Schule geholt. Mit Unterstützung der Senioren soll den Jugendlichen, für die es noch kein konkretes Ausbildungsangebot gibt, geholfen werden. Westhues dankte ausdrücklich den Senioren für dieses Netzwerk: „Mit Ihrer reichen Lebenserfahrung können Sie eine Navigationshilfe für eine erfolgreiche Berufswahl unserer Jugendlichen sein.”
Der Schulleiter machte den Senioren deutlich, dass die Jugendlichen nicht zu den Verlierern der Arbeitsmarktkrise zählen dürfen. Jeder Hauptschüler werde gebraucht. „Wir dürfen nichts unversucht lassen.“ Auch der Schulträger habe in den vergangenen Wochen Firmen in Altenberge und Umgebung angeschrieben, um noch einigen Jugendlichen zu einem konkreten Ausbildungsplatz zu verhelfen. Der Schulleiter gibt sich optimistisch. „Als Schule brauchen wir starke Partner. Wenn alle an einem Strang ziehen, dann können wir dass hinkriegen.” Und so appelliert er auch an die Firmen und Unternehmen, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen: „Wer in der Krise nicht ausbildet, darf sich beim nächsten Aufschwung über einen Mangel an Fachkräften nicht beklagen“, sagte Westhues. Die Vorsitzende des Seniorenbeirates, Gaby Schnell, zeigte sich gespannt, ob das Projekt erfolgreich ist. „Es ist ein Versuch wert“, so Schnell, die in der vergangenen Woche als neue Vorsitzende der Landesseniorenvertretung gewählt wurde (die WN berichteten).
Dafür bekam sie einen Blumenstrauß überreicht. Die Sorge, dass sie nun nur noch in Düsseldorf unterwegs sei, nahm sie ihren Mitstreitern. Schnell: „Altenberge bleibt an erster Stelle. Davor stehen nur meine vier Enkel.“
VON UWE RENNERS, BORGHORST
05.05.2009
| Quelle: Westfälische Nachrichten

Das gute Beispiel Altenberge

Es sollte um Probleme und Hilfestellungen in der Zeit nach dem Abschluss gehen. Wenn es aber kaum Probleme gibt, bleibt Zeit für die Tagespolitik, die Karl Schiewerling (CDU) gerne mit den Zehntklässlern der Ludgeri-Hauptschule diskutierte. Foto:
(Marian Schäfer)

Altenberge - Irgendwie ging es dann doch wieder mehr um Bundespolitik, um die großen Entscheidungen, über die in Berlin zurzeit debattiert wird. Dabei war Karl Schiewerling eigentlich in die Ludgeri-Hauptschule gekommen, um mit den Zehntklässlern über berufliche Perspektiven und Probleme in einer Zeit zu sprechen, in der nicht nur eine Wirtschaftskrise herrscht, sondern die Hauptschule auch immer wieder zum Auslaufmodell erklärt wird. Hilfestellung wolle er geben. Und Informationen für seine politische Arbeit sammeln, meinte der CDU-Politiker.
Anstatt um die eigene Aus- und Weiterbildung und die Probleme, die vielleicht damit verbunden sind, ging es dann aber schnell um Familienpolitik, Zukunftsinvestitionen, Milliardenbürgschaften, Riesenkonjunkturprogramme und den Autobauer Opel. Die Hauptschüler hatten allerlei Fragen zu einer Krise, die bei ihnen selbst noch nicht angekommen zu sein scheint: 50 Prozent haben bereits einen Ausbildungsplatz, viele wollen weiter zur Schule gehen und zum Beispiel Fachabitur machen. Nur etwa zehn Schüler sind sich noch unschlüssig oder erfolglos bei der Suche nach einer Ausbildung.
Nur ganz wenige waren auf der Jobsuche direkt mit der Krise konfrontiert: Wie ein Schüler berichtete, bekam er bei einer Nordwalder Firma zum Beispiel keine Ausbildung, weil sie nicht mehr 16, sondern nur noch vier Jugendliche ausbilden wolle. Eine Anstellung fand er dann bald bei einem anderen Betrieb. Außerdem stellte sich in dem Gespräch mit den Jugendlichen heraus, dass viele über ihr Schulpraktikum an ihre Ausbildungsplätze gekommen sind.
„Ich bin in großer Sorge“, meinte Karl Schiewerling zu unserer Zeitung, „weil ich in letzter Zeit vermehrt feststelle, dass viele Hauptschüler sich nach dem Abschluss weiter für die Schule entscheiden, nur weil sie nicht wissen, was sie sonst machen sollen.“ Dabei seien viele dafür gänzlich ungeeignet und bräuchten eine Ausbildung. „Wir brauchen diese jungen Menschen“, sagte Schiewerling, der auch der Ansicht ist, dass die Probleme der Hauptschulen regional bedingt und keine Probleme seien, die auf den ganzen Schultyp zuträfen. Altenberge sei dafür das beste Beispiel.
VON MARIAN SCHÄFER
01.04.09
| Quelle: Westfälische Nachrichten

Hauptsache kniffelig

Nico Hünteler, Sven Westen, Rasmus Möller und Dennis Pieper (v.l.) haben den ersten Platz bei der „Matheknobelei“ gewonnen. Evelyn Baum und Elisabeth Weisleder (hinten v.l.) sind stolz auf die Jungs.
(Foto: -msc-)

Altenberge - Vier Jungs der Ludgeri-Hauptschule sind vor kniffeligen Aufgaben nicht bange. Ganz im Gegenteil, je mehr sich die Fünft- und Sechstklässler anstrengen müssen, desto höher ist der Reiz für sie. Und bislang mussten sie sich noch nicht einmal geschlagen gegeben - weder dem Anspruch, noch der Konkurrenz. Nico Hünteler, Rasmus Möller, Dennis Pieper und Sven Westen haben sich zunächst in ihren Klassen durchgesetzt und waren beim Wettbewerb „Matheknobelei“ im Vergleich mit anderen Hauptschulen des Südkreises wieder Spitze.
Als Mannschaft trat das Quartett an, um gemeinsam den Altersgenossen die Stirn zu bieten. Mit Erfolg: Die vier dürfen jetzt an der Endrunde Teilnehme und haben einen spannenden Tag in Borken vor sich, der ganz im Zeichen des Denksports steht. Die Jungs sind zuversichtlich, dass sie wieder ganz weit vorne landen werden - auch wenn nicht jeder für sich immer richtig liegt. Aber da sie ein Team sind und sich alle vier schon bei der Zwischenrunde immer auf das richtige Ergebnis geeinigt haben, ist ihr Optimismus völlig berechtigt. „Wir hatten null Fehler“, unterstrich Rasmus Möller jetzt bei der Urkundenübergabe stolz das Traumergebnis, das er und seine Kameraden eingefahren haben.
Da Rasmus Möller ein Schüler des integrativen Unterrichts ist, sind Schulleiter Bernhard Westhues, die Mathe-Fachvorsitzende Elisabeth Weisleder und Integrationshelferin Evelyn Baum ebenfalls besonders stolz auf die Leistung ihrer Schützlinge.
Nach 2004 und 2008 ist es das dritte Mal, das die Altenberger Hauptschule bei diesem Wettbewerb einen Preis einheimst.
VON MICHAEL SCHWAKENBERG, STEINFURT
25. 03. 09
| Quelle: Westfälische Nachrichten

Vier Punkte beim 1LIVE Schulduell am 10.03.2009

Quelle: http://www.einslive.de/magazin/aktionen/schulduell/2009


44 Anmeldungen für Ludgerischule Altenberge

Auch in diesem Jahr kann sich die Ludgerischule einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. Am Ende der Anmeldewoche lagen laut Pressemeldung der Schule 44 Anmeldungen aus Altenberge, Laer und Nordwalde für den fünften Jahrgang vor. Das sind vier Schüler mehr als 2008. Rektor Bernhard Westhues sieht in den Anmeldezahlen eine Bestätigung der guten Arbeit an der Schule und freut sich über das von den Eltern entgegengebrachte Vertrauen. Besonders zwei Gründe führt der Schulleiter für die hohe Akzeptanz der Ludgeri-Hauptschule bei den Eltern an: Die hervorragenden Ergebnisse bei den jüngsten Lernstandserhebungen mit der erneuten Auszeichnung durch Ministerin Sommer sowie die Einführung des Gebundenen Ganztages vor sechs Monaten. Somit können auch im neuen Schuljahr 2009/10 wiederum zwei kleine Eingangsklassen gebildet werden.
20. 02. 09
| Quelle: Westfälische Nachrichten

560.000 Euro für neue Mensa

Die Pläne für den Neubau der Mensa zeigen die getrennten Bereiche für die Hauptschüler und die Grundschüler.

Altenberge. - 560000 Euro sind viel Geld. So viel kostet der Neubau der Hauptschulmensa, für den es laut Bürgermeister Jochen Paus im nichtöffentlichen Teil der vergangenen Ratssitzung einen Grundsatzbeschluss gegeben hat. 100000 Euro kommen vom Land, den Rest wird die Gemeinde auf den Tisch legen, damit die Altenberger Schullandschaft auch für die Zukunft gerüstet ist. Und die heißt auch an der Hauptschule Ganztag. „Baubeginn für die Mensa ist am 6. April. Zum Schuljahresbeginn am 14. August muss sie fertig sein“, berichtet der Bürgermeister. er wartet auf den Zuwendungsbescheid des Landes, der in den nächsten vier Wochen eintrudeln soll. Anschließend wird die Auftragsvergabe erfolgen.
Bei dem Neubau wird der Überbau des Hauptschulgebäudes, dort wo heute der Eingang zum Forum ist, integriert. Auf der einen Seite werden für die Hauptschule 130 Mensaplätze geschaffen. In der Mitte wird die Infrastruktur, wie zwei getrennte Ausgabenbereiche und ein Lager und Anlieferraum geschaffen. Auf der Seite zum Hallenbad gibt es noch einmal 50 Mensaplätze für die Schüler der Borndalschule. Sie müssen dann nicht mehr in der ehemaligen Gaststätte Treffpunkt ihre Mahlzeit einnehmen.
Keine schlechte Idee fand der Bürgermeister die Anregung in einem Leserbrief, der in den WN erschienen ist, die Mensa auch Senioren für ein Mittagessen zur Verfügung zu stellen. „Die Idee ist beeindruckend, muss aber ausgearbeitet werden“, so Paus. Platz wäre jedenfalls vorhanden. „Wenn die Hauptschule in ein paar Jahren komplett Ganztagsschule ist, dann gehen dort 260 Schüler in zwei Etappen zum Mittagessen. In der Borndalschule ist die zweite Etappe aber nicht notwendig. dort hätten wir dann Platz für 50 Gäste“, sagt Paus. Er will Gespräche unter anderem mit dem Seniorenbeirat führen.
Und der Bürgermeister geht noch einen Schritt weiter. „Es wäre schade, wenn die Mensa nur mittags von den Schülern genutzt würde.“ Paus kann sich auch vorstellen, dass dort Kulturveranstaltungen stattfinden. Rund 200 Stehplätze wären auf gut 370 Quadratmetern Fläche vorhanden. „Da kommen Steinböden und schallabsorbierende Decken rein“, erklärt Paus. Vor der Mensa werden noch zusätzliche Parkflächen für das Lehrpersonal geschaffen. Die stehen mit ihren Autos momentan oft auf dem Grünen Weg und verärgern damit die Anwohner. Auch die Aufforderung, am Gooiker Platz zu parken, ist von den Lehrkräften nicht angenommen worden. „Wir werden am Grünen Weg eine Parkzeitbegrenzung einführen“, verspricht Paus den Anwohnern. Die hatte er vor einiger Zeit zu diesem Thema bereits ins Rathaus eingeladen.
VON UWE RENNERS
13 . 02. 09
| Quelle: Westfälische Nachrichten

„Ohne Mensa geht es nicht“

Noch wird das Mittagessen beim Gebundenen Ganztag in der Hauptschule in einem Klassenraum ausgeteilt. Das soll sich laut Bürgermeister Jochen Paus (kleines Bild) bald ändern. Die Gemeinde will eine Mensa für die Haupt- und Borndalschule bauen. Rund eine halbe Million Euro stehen dafür im Etatentwurf, der momentan beraten wird.
(Foto:
Uwe Renners)

Altenberge. Dem Bürgermeister schmeckt’s. Er isst seinen Teller ratzeputz leer. So, wie die meisten Schüler auch, die seit einem halben Jahr am Gebundenen Ganztag in der Hauptschule teilnehmen. Das Essen kommt aus dem Marienhospital in Borghorst und der Betriebsleiter der Speisenversorgung, Michael Fuchs, erklärt, dass ab 2010 die neue Zentralküche in Reckenfeld für die Schüler kocht. Noch frischer, noch besser. Dabei schmeckt es den Schülern jetzt schon, bei der spontanen Umfrage unter den 43 Jugendlichen des fünften Jahrganges kommt jedenfalls kein negatives Urteil. „Etwas heißer könnte es manchmal sein“, meint einer. Schmecken tue es aber immer, fügt er schnell hinzu.
Nach sechs Unterrichtsstunden am Vormittag gibt es eine sechzigminütige Pause, in der alle Fünftklässler gemeinsam ein Mittagessen einnehmen. Danach gibt es nochmals zwei Stunden Unterricht, erklärt Schulleiter Bernhard Westhues.
Nach dem Mittagessen gibt es für die Fünftklässler unterschiedliche Möglichkeiten: Sie können sich in einen Ruheraum zurückziehen zum Lesen oder Spielen, auf dem Schulhof mit mehreren Ballspielplätzen miteinander spielen und toben, die Schüler können sich Spiele ausleihen oder auch in der Pausenhalle bewegen.
„Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass alle Schüler der beiden 5. Klassen gemeinsam ein warmes Mittagessen einnehmen. Dies ist ein nicht zu unterschätzendes Gemeinschaftserlebnis“, so Rektor Bernhard Westhues.
Das Marienhospital Steinfurt-Borghorst liefert zum Preis von 2,95 Euro ein Menü, ein Dessert, eine halbe Portion Obst und Mineralwasser. Der Schulträger, die Gemeinde Altenberge, beteiligt sich mit einem Euro an den Kosten, so dass zu Beginn des folgenden Monats lediglich 1,95 Euro pro Schüleressen vom Marienhospital direkt bei den Eltern abgerechnet werden.
Das Essen ist laut Westhues sehr abwechslungsreich. Neben dem „normalen“ Essensangebot gibt es als Alternative immer auch ein vegetarisches Gericht. Auch auf muslimische Schüler nimmt die Borghorster Küche Rücksicht: kein Schweinefleisch. Jeweils am Freitag werden die Gerichte für die nächste Woche ausgewählt.
Die Ludgerischule bekommt für den Ganztag einen Stellenzuschlag von 30 Prozent auf die Lehrerstellen im fünften Schuljahr. „Die Ganztagsschule ist die Schule der Zukunft“, so Bernhard Westhues. „Als Hauptschule haben wir hervorragende Rahmenbedingungen: kleine Klassen und Unterrichtsgruppen, eine personell wie materiell optimale Ausstattung“, wirbt er für die Schulform, die in den vergangenen Jahren oft Schelte bezieht.
Doch eins macht der Rektor deutlich: „Ohne Mensa geht es nicht. Die muss kommen, spätestens im Sommer, zu Beginn des neuen Schuljahres.“ Und die Schulleitung liefert die Begründung gleich nach: Ab dem 1. Februar gibt es für die Schüler, die noch nicht im Ganztag sind, freiwillige Zusatzangebote. Das NRW-Programm „Geld oder Stelle“ macht`s möglich. „Es hat uns überrascht, wie viele Schüler an einzelnen Tagen freiwillig am Nachmittag in der Schule bleiben wollen. Und da der Gesetzgeber die einstündige Pause vorschreibt, möchten viele Schüler in der Mittagspause auch in der Schule ein warmes Essen einnehmen.“
Zum freiwilligen Nachmittagsangebot zählen unter anderem sportliche Angebote wie Volleyball für Mädchen oder Ballspiele für Jungen, Arbeiten mit Ton, ein Tastschreibkursus, Kunst- und Textilgestaltung, aber auch Hausaufgabenbetreuung.
VON UWE RENNERS
23.01.09 | Quelle: Westfälische Nachrichten

In Englisch einfach spitze

Schulleiter Bernhard Westhues (l.) und seine Stellvertreterin Regina Kumpf (r.) gratulierten gestern den Achtklässlern zu ihren hervorragenden Leistungen im Fach Englisch.
(Foto: -msc-)

Altenberge. Die Freude in der Ludgerischule ist riesig. Zum zweiten Mal haben Schüler bei den Lernstandserhebungen sehr gut abgeschnitten und die Einrichtung gehört nach 2007 erneut zu den Schulen, die von Ministerin Barbara Sommer ausgezeichnet wurden. Wie bereits vor zwei Jahren erhält die Altenberger Hauptschule eine Urkunde für hervorragende Ergebnisse im Fach Englisch. Während damals der neunte Jahrgang bei den Lernstandserhebungen sich besonders qualifizierte, wurden dieses Mal die achten Klassen geehrt, da die Vergleichsarbeiten inzwischen in diesen Jahrgang vorverlegt wurden. „Mit der Urkunde möchte die Ministerin besonders beachtenswerte Leistungen von Schülern würdigen sowie die engagierte Arbeit der Lehrkräfte anerkennen“, erklärte Schulleiter Bernhard Westhues gestern Morgen und gratulierte den Schülern und ihren Lehrerinnen.
Beteiligt waren rund 190 000 Schüler in 2100 Schulen in NRW. Damit gehört die Ludgerischule erneut zu den zwei Prozent der erfolgreichsten Schulen im Land. Wie das Ministerium mitteilt, liegt der eigentliche Wert der Lernstandserhebungen darin, dass die Ergebnisse der einzelnen Klassen und Schulen mit landesweiten Referenzwerten verglichen werden können. Die Landeswerte bieten auch aufschlussreiche Informationen über den landesweiten Leistungsstand insgesamt sowie über schulübergreifende Stärken und Schwächen der nordrhein-westfälischen Schüler. Die Erweiterungskurse der Hauptschulen erreichten 2008 sowohl beim Schreiben im Fach Englisch als auch in Mathematik das Niveau der Realschulen und der Erweiterungskurse der Gesamtschulen, so das Ministerium.

„Als ich die Mitteilung aus Düsseldorf über die Verleihung einer weiteren Urkunde gelesen habe, hätte ich bis unter die Decke springen können“, strahlte Rektor Bernhard Westhues. „Mit dieser erneuten Auszeichnung stellt sich nicht die Frage nach Sein oder Nichtsein der Hauptschule, sondern nach ihrem Leistungsniveau. Und das kann sich in der Ludgeri-Hauptschule sehen lassen.“ Davon ist der Schulleiter zutiefst überzeugt und legt noch nach: „Es gehört zur Kultur der Anerkennung, dass qualitätsvolle Arbeiten ausgezeichnet werden. Immer wieder müssen die Hauptschulen durch Öffentlichkeitsarbeit auf qualitative Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler gebührend aufmerksam machen. Unsere Schule hat sich in den vergangenen Jahren als leistungsstarke Schule deutlich profiliert. Neben der Vermittlung einer soliden Allgemeinbildung in den Kernfächern vermittelt die Ludgerischule eine fundierte Berufsorientierung. Es ist und bleibt unser Ziel, dass Jugendliche nach dem Schulabschluss in eine betriebliche Ausbildung eintreten oder sich weiter qualifizieren können“, gibt sich Westhues optimistisch.
Rektor Bernhard Westhues und Konrektorin Regina Kumpf dankten den Englischlehrerinnen Elisabeth Weisleder und Marita Holtkemper mit einem Blumenstrauß für ihre engagierte Arbeit und lobten die Schüler für die erbrachten guten Leistungen.
08.01.09 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Auf der Suche nach dem Traumberuf

Florian Wallkötter stellte sich schon ganz schön geschickt mit der Bügelsäge an. Das Handwerk reizt den Ludgerischüler.

Altenberge. Das gefällt Tischlermeister Dominik Schulz, wie Florian Wallkötter aus der Klasse 8a mit der Bügelsäge ein Kantholz durchsägt. Ob Florian jetzt schon weiß, ob er später einmal Tischler werden möchte? „Nein.“ Aber etwas Handwerkliches sollte es schon sein - und auf keinen Fall ein Bürojob. Neben ihm steht Marcel Beckmann, der vor einem Jahr im Betrieb seines Onkels die Lehre begann. Anders als viele andere seiner damaligen Klassenkameraden wusste er schon zeitig, was er einmal werden wollte. „Bereits als Schüler habe ich in den Ferien öfters ausgeholfen.“
Da aber nicht jeder einen Onkel mit passender Lehrstelle in der Hinterhand hat, hatten Hauptschule und Werbegemeinschaft am Freitagabend zur vierten Ausbildungsbörse eingeladen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Schulleiter Bernhard Westhues und einem Grußwort von Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, das verlesen wurde, konnten sich Schüler und Eltern an 40 Ständen schlau machen. Hauptsächlich Altenberger Betriebe, aber auch Schulen und Institutionen wie die Bundeswehr hielten reichlich Informationen parat. So mancher Schüler war überrascht und angetan zugleich, als erfuhr, dass man als Berufssoldat beim Bund eine Lehre absolvieren kann und gleich zu Beginn 1400 Euro netto verdient. Einer der Nachteile allerdings: „Die Bereitschaft zu weltweiten Einsätzen gehört dazu“, wie Stabsfeldwebel Werner Cavalleri zugeben musste. Nichts für Julian Rüdiger, der mit seinen elf Jahren jetzt schon weiß, dass für ihn allenfalls der Zivildienst in Frage kommt.

Stabsfeldwebel Werner Cavalleri (l.) zeigte die Möglichkeiten auf, die junge Leute beim Militär haben. Da der Bund eine Frauenquote von 15 Prozent anpeilt, haben Schulabgängerinnen besonders gute Chancen.Fotos:

Gut ein Drittel der Acht-, Neunt- und Zehntklässler hat nach Einschätzung von Schulleiter Westhues noch keinen blassen Schimmer, welcher ihr Traumberuf ist. Und deshalb stimmt er mit Susanne Stricker, Leiterin der Sonnen-Apotheke, völlig überein, dass Schüler unbedingt Praktika machen sollten. Das sei auch für die Unternehmer eine gute Möglichkeit, potenzielle Auszubildende kennenzulernen. „Auch wenn der erste Eindruck meistens nicht der entscheidende ist“, wie Stricker betonte.
Die Auswahl an Berufen, in die die Schüler und ihre Eltern Einblick nehmen konnten, war noch größer als die Anzahl der beteiligten Betriebe. So hatte die Gartenbaufirma Lösing gleich sieben verschiedene Fachrichtungen für Gärtner im Angebot. Aber auch ansonsten war vom Handwerk, über Banken und Versicherungen bis hin zu Pflegeeinrichtungen fast alles vertreten. Dass die Börse immer gut besucht ist, nutzten auch viele Ehemalige, „um unsere lieben Lehrer mal wiederzusehen“, wie es Nina Weißberg formulierte. Und das meinte die 18-jährige angehende Friseurin völlig ernst.
Dass die sorgfältige Vorbereitung bei der Berufswahl wichtig ist, konnte Vater Joachim Rüdiger nur unterstreichen: „Früher hieß en nur: ,Mach was! Hauptsache Du hast einen Abschluss in der Tasche.‘“ Den hatte er dann auch nach seiner Ausbildung zum Maler und Lackierer. Doch in dem Beruf blieb er nicht, sondern arbeitet heute an der Uni Münster in der Hausverwaltung. Sohn Dominik soll es dank guter Vorbereitung besser gehen. Gegen Ende der Ausbildungsbörse war der 13-Jährige schon weiter als Florian Wallkötter. Denn für Dominik stand fest: „Ich will Tischler werden, sonst nichts.“
VON MICHAEL SCHWAKENBERG, STEINFURT

23.11.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Preis für viel Engagement

Die Klasse 10 A/c der Ludgeri-Hauptschule nahm den Initiativenpreis von „Jugendliche ohne Grenzen“ am Mittwochabend in Potsdam an. Damit wurde das Engagement der Schüler für den Verbleib von Florenta Jahja gewürdigt.

Altenberge/Potsdam. Weil sie sich stark machen für das Bleiberecht von Florenta Jahja in Deutschland, ist die Klasse 10 A/c der Altenberger Ludgeri-Hauptschule am Mittwochabend mit dem Initiativenpreis von „Jugendliche ohne Grenzen“ in Potsdam ausgezeichnet worden. Der Zusammenschluss junger Flüchtlinge wird unter anderem unterstützt von der evangelischen Kirche, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, dem Caritasverband und der Diakonie.
Bei dieser Veranstaltung wurde zudem der „Abschiebeminister 2008“ gekürt, wie es in einer Presseinformation der Ludgerischule weiter heißt. Mit dem Negativpreis zeichnen die Jugendlichen jährlich einen Landesinnenminister für die aus ihrer Sicht unmenschlichste Flüchtlingspolitik aus. Er ging dieses Mal an den Hamburger Christoph Ahlhaus (CDU).
21.11.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Rektor Westhues wirbt für die Hauptschule

Bernhard Westhues schaut seinen Schülern Tina Moggia, Henrik Thorwesten und Kira Fastermann im Chemie-Unterricht über die Schulter (von links).
(Foto: Jürgen Peperhowe)

Altenberge - Er kämpft. Er erklärt. Er wirbt. Aber Bernhard Westhues, Schulleiter der Ludgeri-Hauptschule in Altenberge, weiß: „Ich sehe, dass die Realschule einen schöneren Klang hat.“ Seit 1970 ist in NRW der Anteil der Hauptschüler von 53,9 auf 19 Prozent gesunken. Trotzdem gelang 30,2 Prozent ein „Mittlerer Schulabschluss“. Eine Sprecherin des Schulministeriums bescheinigt vielen Hauptschülern „beachtliche Leistungen“ bei landesweiten Tests. Sie sagt unserer Zeitung: „Die haben wirklich gut abgeschnitten.“ Trotzdem wurden gestern nach den Pisa-Ergebnissen wieder Stimmen laut, die die Abschaffung der Hauptschulen fordern.
Westhues betont immer wieder: „Die Welt ist für Hauptschüler nicht mit Brettern zugenagelt“. Im Juni hatten von 34 Schulabgängern 24 einen Ausbildungsvertrag. „Das sind 70 Prozent“, freut sich der Schulleiter. Fast die Hälfte all seiner Schüler schaffe einen mittleren Schulabschluss, also den Abschluss, der so gerne als „Realschulabschluss“ bezeichnet wird. Und: Die Klassen haben höchstens 25 Schüler.
In der Aula hängt eine Urkunde. Sie dokumentiert, dass die Schüler aus Altenberge bei einer zentralen Lernstandserhebung in Englisch „hervorragend“ abgeschnitten haben, wie Landesschulministerin Barbara Sommer lobt. Und Westhues betont: An dem Test waren neben Hauptschülern auch Jungen und Mädchen von Gymnasien, Real- und Gesamtschulen beteiligt.
Die Gemeinde Altenberge ist nicht geizig, hat in den vergangenen fünf Jahren zwei Millionen Euro unter anderem in neue Räume für Naturwissenschaften investiert, bezuschusst jedes Mittagessen, das in Zukunft über den - neuen - Mensatisch gehen soll, mit einem Euro. So bekommen die Kinder, die den ganzen Tag in der Schule bleiben, mittags für 1,95 Euro ein warmes Mittagsessen.
Westhues weiß aber auch: Altenberge ist nicht Dortmund oder Recklinghausen. Die Schüler kommen neben Altenberge aus Laer und Nordwalde. Familiäre Strukturen funktionieren noch. Die Schule hat einen guten Ruf und mit 275 Schülern so viele wie noch nie.
Altenberger Unternehmer wie Heinz Jürgens, Geschäftsführer der Jüke Systemtechnik GmbH, leistet seinen Beitrag, um die Schule vor Ort zu unterstützen. Er wählt aus der Ludgeri-Schule gerne Nachwuchs aus: „Wir unterstützen die Schule, weil sie einen guten Ruf hat“, sagt er. „Die Schüler dort sind zweifellos vergleichbar mit Realschülern in Borghorst, Greven oder Münster.“ Aber es hilft alles nichts: Realschule hat einen schöneren Klang.
VON STEFAN WERDING, MÜNSTER
19.11.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Abschiebestopp gefordert
Altenberge. Einen Abschiebestopp für die noch immer untergetauchte Familie Jahja fordert die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelica Schwall-Düren. Sie fordert den Regierungspräsidenten Dr. Peter Paziorek auf, abzuwarten, bis die Härtefallkommission und der Petitionsausschuss des Landes sich geäußert hätten. Laut Schwall-Düren setzt sich die SPD-Landtagsabgeordnete Elisabeth Veldhues dafür ein, dass eines der beiden Gremien die Entscheidung der Ausländerbehörde korrigiert.
„Die Familie mag in der Vergangenheit versäumt haben, Informationen an die Behörden weiterzugeben und Termine wahrzunehmen. Dies ist allerdings damit zu entschuldigen, dass die Familie in ihrer Existenz bedroht ist. Mittlerweile sollten den Behörden sämtliche Informationen bekannt sein, um ihre Entscheidung zu korrigieren“, schreibt Schwall-Düren und bezieht sich auf die Diabeteserkrankung der Mutter und die Tochter Florenta, die in Deutschland aufgewachsen ist.
Ebenfalls einen Brief hat Schwall-Düren an die Klasse der 17-jährigen Florenta geschrieben. Euch, den Mitschülern von Florenta Jahja, möchte ich für Euren Einsatz danken. Ich finde es sehr erfreulich, dass Ihr Euch mit Florenta Jahja solidarisch zeigt und ein dauerhaftes Bleiberecht für die langjährig in Deutschland lebenden Ausländer unterstützt. Wir, die SPD-Bundestagsabgeordneten, setzen uns seit langem für ein solches dauerhaftes Bleiberecht ein“, schreibt Schwall-Düren und hofft auf die nächsten Bundestagswahlen, damit sie ihr Ansinnen umsetzen kann.
VON UWE RENNERS
12.11.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

„BimBam“ in der Hauptschule

Der Autor Hermann Mensing besuchte die Ludgeri-Hauptschule, um aus seinen Büchern vorzulesen.

Altenberge. Der Autor Hermann Mensing besuchte die Ludgeri-Hauptschule, um aus seinen Büchern vorzulesen. Der gelernte Kaufmann, Weltreisende und ausgebildete Lehrer schreibt seit 1984 vorwiegend für Kinder und Jugendliche und lebt mit seiner Familie in Münster. Für die Schüler der Klassen fünf las er aus seinem Buch „Der Heilige BimBam“, den Jugendlichen der sechsten Klassen stellte er „Abends am Meer“ vor, schreibt die Schule in einer Mitteilung. In dem Buch „Abends am Meer“ ging es um den Beginn einer Liebesgeschichte zwischen einem 13-jährigen dunkelhäutigen Jungen und einem holländischen Mädchen aus Enschede. Dabei traf der Autor sehr gut die Sprache und die Gefühle der Jugendlichen. In der Lesung wurde viel gelacht und auch auf Fragen des Autors geantwortet. Neugierig fragten die Kinder nach dem Ende der Geschichte. Dies wurde aber nicht verraten. Das kann jeder selbst nachlesen, da einige Bücher in der Bibliothek der Ludgerischule zu finden sind.
04.11.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Unterstützer geben nicht auf

Shaban Jahja (v.l.), Pfarrer Karl Terhorst, Schulleiter Bernhard Westhues, Lehrerin Christina Neißer und GlGl-Vorsitzende Willa Olfenbüttel-Schole berichteten über die Situation der Familie Jahja, und was sie in Serbien erwartet.
(Foto:)

Altenberge. Der Fall der Familie Jahja bleibt Thema in Altenberge. Im Hauptausschuss am Montagabend hatte Ordnungsamtsleiterin Gerda Kaumanns gesagt, dass abgeschobene Familien aus Ex-Jugoslawien in Belgrad aufgenommen und versorgt würden. Bei einer Podiumsdiskussion im Forum der Ludgeri-Hauptschule, die Schulleiter Bernhard Westhues leitete, widersprach am Mittwochabend Pfarrer Karl Terhorst: „Das ist gelogen. Wer dort keinen Verwandten oder Bekannten hat, um den kümmert sich niemand. Und wer krank ist und die Medikamente nicht bezahlen kann, der geht dort im wahrsten Sinne des Wortes kaputt.“
Eingeladen hatte die Elterninitiative „Gemeinsam leben - gemeinsam lernen“ zu der Veranstaltung. Christina Neißer, Klassenlehrerin von Florenta Jahja, berichtete zunächst, wie sie den Einsatz von Ausländerbehörde und Polizei miterlebt hat, als die in der Nacht zuvor untergetauchte Familie abgeholt werden sollte. „Ich weiß nicht, wieso man sechs Streifenwagen braucht, um eine vierköpfige Familie abzuholen“, so die Pädagogin. Allerdings nahm Terhorst, engagiert im Verein „Humanität und Bleiberecht“, die Beamten in Schutz: „Die sind für die Entscheidungen nicht verantwortlich und machen nur ihren Job.
Und damit war der Pfarrer, der seinerzeit Kaplan in Nordwalde war und nach weiteren Stationen jetzt Seelsorger in Wittmund im Bistum Osnabrück ist, beim - nach seiner Meinung - Kernproblem angelangt: „Den deutschen Behörden ist es egal, wo die Leute bleiben. Hauptsache weg, lautet die Devise.“ Seine Hauptkritik zielte darauf ab, dass abgeschobene Familien nicht begleitet würden. „Wenn Leute aber so lange bei uns gelebt haben, dann haben wir auch eine Verantwortung für sie.“ Das zu der Diskussion nur ein gutes Dutzend Interessierter kam, verwunderte Terhorst nicht. Auch in der Öffentlichkeit sei das Interesse gering.
Terhorst selbst hatte in der Vergangenheit für einige Monate in seinem Pfarrhaus eine untergetauchte Roma-Familie aufgenommen, die jetzt in Novi Sad in Serbien lebt. Er zeigte Bilder von Siedlungen dort, in denen abgeschobene Kriegsflüchtlinge leben: Blechhütten, Bretterbuden, Schlammwege.
Zu Gast in der Runde war mit Shaban Jahja auch einer der beiden Söhne, die nicht von der Abschiebung betroffen sind. Er hat natürlich Kontakt zu seiner Familie und berichtete über die aktuelle Situation: „Es geht ihnen gut, nur meiner Mutter geht es immer schlechter.“ Es könne sogar sein, dass sie aufgeben würde, um wegen ihrer Diabetes in medizinische Behandlung zu kommen. Und seine Schwester Florenta habe sehr viel Angst davor, entdeckt zu werden und Deutschland verlassen zu müssen. Shaban Jahja widersprach der Aussage von Dr. Martin Sommer, die Ausländerbehörde habe nicht gewusst, dass Florenta noch zur Schule gehe. Er selbst habe dieses Behördenvertretern im August mitgeteilt.
Großes Lob zollte Willa Olfenbüttel-Schole, Vorsitzende von GLGL, Florentas Mitschülern aus der zehnten Klasse der Ludgeri-Hauptschule. die bei ihrer Unterschriftenaktion trotz einiger Anfeindungen sehr sachlich mit den Leuten auf der Straße diskutiert hätten. Ob die 850 Unterschriften etwas bringen, wagt Karl Terhorst nach seinen bisherigen Erfahrungen jedoch zu bezweifeln.„Ich sehe kaum noch eine Chance für die Familie, dass die Abschiebung ausgesetzt wird“, redete er Tacheles. Einen Härtefallantrag will der Unterstützerkreis um Klassenlehrerin Christina Neißer dennoch auf den Weg bringen.
VON MICHAEL SCHWAKENBERG, STEINFURT
30.10.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Jobbörse peilt neuen Rekord an

Das Vorbereitungsteam arbeitet mit Hochdruck an der Jobbörse, die am 21. November in der Hauptschule stattfindet. Christoph Schleuter berichtete, dass bereits Zusagen von mehr als 40 Firmen vorliegen.
(Foto: Uwe Renners)

Altenberge. Schulleiter Bernhard Westhues und Christoph Schleuter von der Werbegemeinschaft sind gut zufrieden. Für die Jobbörse am 21. November (Freitag) in der Zeit von 17 bis 20 Uhr in der Hauptschule zeichnet sich ein neuer Rekord ab. „Wir haben Zusagen von mehr als 40 Firmen“, sagte Westhues. So könnten alle Hauptschüler, aber auch alle anderen Jugendlichen und Erwachsene aus dem Umland, sich über zahlreiche Berufsbilder informieren.
Das Angebot reicht von der Fleischerei Hidding, dem Salon Esselmann, der Provinzialversicherung, Beckmann Bedachungen, der Sonnen-Apotheke, Lösings Gartenflora, Jüke Systemtechnik bis hin zu Schmitz Cargobull, Essmanns Backstube und dem Marienhospital. Berufe vom Fleischer bis zum Versicherungskaufmann werden von den besagten Firmen vorgestellt.
„Uns fehlt noch ein Installateur, ein Einzelhandelsgeschäft und ein Malerbetrieb“, berichtete Westhues und hofft, dass sich entsprechende Betriebe in der Hauptschule oder bei Christoph Schleuter melden. Der hat sich erneut mit viel Engagement in die Vorbereitung eingebracht. „Darüber sind wir sehr dankbar“, so Schulleiter Bernhard Westhues. Westhues hofft, dass viele Schüler von dem Angebot Gebrauch machen. „Vielleicht gibt es den ein oder anderen, der mit einer konkreten Vorstellung seiner Zukunft die Jobbörse verlässt“, meint Westhues. Und mit etwas Glück trifft man am 21. November dort sogar seinen zukünftigen Arbeitgeber.
VON UWE RENNERS
24.10.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Schiewerling: Abschiebung ist rechtens
Altenberge. Rechtlich ist die vom NRW-Innenministerium angeordnete Abschiebung der Roma-Familie Jahja aus Altenberge nicht zu beanstanden. Das hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling gestern mitgeteilt. Schiewerling hatte sich eingeschaltet und beim Bundesinnenministerium eine juristische Prüfung der Anordnung erreicht. Damit wird die untergetauchte Familie abgeschoben, sobald die Polizei sie gefunden hat. Unterdessen hat die Gesellschaft zur Unterstützung von Asylsuchenden (GGUA) mit Sitz in Münster einen Petitionsantrag und ein Härtefallantrag an den Petitionsausschuss und die Härtefallkommission des Landtags vorbereitet. Die Schüler der Ludgerischule, die von der 17 Jahre alten Florenta Jahja besucht wird, haben von Mittwoch bis gestern bereits 600 Unterschriften von Altenbergern gesammelt, die sich für den Verbleib der Familie einsetzen.
VON UWE RENNERS
24.10.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Eine Mensa für die Hauptschule

Der Regenunterstand am Foyergebäude soll beim Mensanneubau mit einbezogen werden. Jetzt muss die Politik beraten, ob sie die Pläne verwirklichen will.

Altenberge. „Wir können uns nicht mehr mit Provisorien retten.“ Die Aussage des Bürgermeisters in Sachen Mensaneubau an der Hauptschule ließ keinen Zweifel offen. An der Lugerischule soll erneut investiert werden. Und zwar nicht zu knapp. Rund 650 000 Euro hat der Architekt Paul Gerhard Welp für den Mensaneubau veranschlagt. Der heutige Regenunterstand am Foyergebäude der Schule soll beim Bau mit einbezogen werden. „Es soll eine Mensa für beide Schulen, die Hauptschule und die Borndalschule werden“, erklärte Jochen Paus. Sollte das Hallenbad umgebaut werden, könne der Treffpunkt nicht mehr von der Borndalschule genutzt werden. „Wir wissen nicht, wie das in Zukunft aussieht“, so Paus zu der noch offenen Hallenbaddiskussion.

Jede Schule bekommt in der neuen Mensa ihren eigenen Bereich, so dass sich große und kleinere Kinder nicht in die Quere kommen. Insgesamt sind 50 Plätze für die Borndalschule und 130 für die Hauptschule vorgesehen. „Für die Borndalschule bekommen wir keine Zuschüsse, für den gebundenen Ganztag in der Sekundarstufe zwei wohl“, erklärte Paus . Im Rahmen des „1000-Schulen-Programms“ stelle das Land für so eine Maßnahme eine Anteilsfinanzierung höchstens bis 100 000 Euro in Aussicht. Das Thema wurde in die Fraktionen verwiesen, um bei nächster Gelegenheit erneut darüber zu beraten.
VON UWE RENNERS
23.10. 08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Zehn gute Gründe

Altenberge. „Die Hauptschule zählt nicht gerade zu den Lieblingen der digitalen Medienwelt, obwohl diese Schulform sich in den vergangenen Jahren radikal gewandelt hat. Die Ludgerischule hat die positive Entwicklung und Veränderung in einem neuen Flyer dokumentiert. Dieser Prospekt gibt uns Gelegenheit, die Stärken unserer Schule deutlich zu machen und Vorurteile gegenüber der Hauptschule abzubauen, kurzum: Wir wollen mit diesem Flyer unser Profil stärken.“ Mit diesen Worten überreichten Rektor Bernhard Westhues und Konrektorin Regina Kumpf das erste, noch druckfrische Exemplar des neuen Flyers an Bürgermeister Jochen Paus.
Der neue Flyer zähle zehn gute Gründe auf, die für die Ludgeri-Hauptschule Altenberge sprechen würden, Gründe, die Eltern, Schüler und Partner an der Ludgerischule schätzen.
„Dazu gehören die kleinen Klassen, die Investitionen des Schulträgers der vergangenen Jahre, die hohe Akzeptanz durch den Gemeinsamen Unterricht ebenso wie der gerade im 5. Schuljahr eingeführte Gebundene Ganztag“, so Westhues. Und zum Ganztag gehöre auch das Mittagessen, an dem sich der Schulträger mit einem Euro beteilige. Während anderswo die Schülerzahlen im Hauptschulbereich sinken, verzeichne die Altenberger Hauptschule mit 275 Schülern einen neuen Höchststand. Ganz besonders stolz ist die Schule darauf, dass im Sommer 2008 über 70 Prozent des Entlassungsjahrganges einen Ausbildungsvertrag hatten.
Der neue Flyer liegt bei den Sparkassen und Volksbanken und im Rathaus aus.
23.10.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Unterschriftenlisten liegen in der Kirche

Zahlreiche Marktbesucher unterschrieben die Liste und fordern eine Aussetzung der Abschiebung der Familie Jahja.
Altenberge. Der Pfarrer der Seelsorgeeinheit St. Johannes, Dr. Josef Wieneke, musste nicht lang überlegen. Die Unterschriftenliste, mit der die Mitschüler von Florenta Jahja über den Markt gingen, unterschrieb er sofort. Darin fordern die Schüler, die Familie nicht anzuschieben und ihr ein Bleiberecht zu gewähren. Wieneke erklärte, dass die Listen am Wochenende in beiden Kirchen, der evangelischen und der katholischen, ausliegen.
Die Mitschüler sprachen gestern derweil konkret die Marktbesucher an und machten sie auf das Schicksal der untergetauchten Familie Jahja und deren Tochter Florenta aufmerksam. „Die meisten Leute unterschreiben. Es sind aber auch einige dabei, die ziemlich heftig reagieren“, berichtete die 17-jährige Astrid Veelker. Sie geht mit Florenta Jahja in eine Klasse. „Florenta ist ein stiller, netter und sehr hilfsbereiter Mensch“, sagte ihre Klassenkameradin. Würde sie nicht wiederkommen, „würde etwas in unserer Klasse fehlen“. Veelker: „Sie gibt sich Mühe, in der Schule alles zu schaffen und man kann sich sehr gut mit ihr unterhalten.“ Das findet auch Susanne Dunkel. Die 15-Jährige besucht die Parallelklasse und gehörte zu rund 20 Schülern, die gestern auf dem Markt unterwegs waren.
Hinter den Kulissen hat sich jetzt auch das CDU-Bundestagsmitglied Karl Schiewerling eingeschaltet. Er ist vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Günter J. Badersbach über den Fall informiert worden und prüft nach WN-Recherchen, ob man der Familie noch helfen kann.
VON UWE RENNERS
22.10. 08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Altenberge: Schüler protestieren gegen Abschiebung

Unterschreiben Sie?“ Klassenkameraden der von der Abschiebung bedrohten Florenta Jahja sprechen Passanten an.
(Foto: Uwe Renners)

Altenberge - Der Pfarrer der katholischen Seelsorgeeinheit St. Johannes, Dr. Josef Wieneke, war am Mittwochnachmittag einer der Ersten, der auf den Listen der Ludgerihauptschüler unterschrieb. Die forderten auf dem Altenberger Marktplatz die sofortige Aussetzung der Abschiebung der Familie Jahja und ein Bleiberecht für ihre 17-jährige Mitschülerin Florenta, deren Schwester und Eltern.
Bereits in der Schule waren weit über 200 Unterschriften zusammengekommen und auch in den beiden Kirchengemeinden werden die Unterschriftenlisten am Wochenende ausliegen. Darauf haben sich die Geistlichen der beiden Kirchengemeinden geeinigt.
Die Familie Jahja ist weiterhin untergetaucht. Einer der beiden Söhne, die nicht von der Abschiebung bedroht sind, erklärte am Mittwoch, dass es seiner an Diabetes erkrankten Mutter sehr schlecht ginge. Der Stress der vergangenen Tage und die Angst vor der Entdeckung durch die Polizei würden ihr schwer zu schaffen machen. Dem Vater und den beiden Schwestern gehe es den Umständen entsprechend gut.
Die Mitschüler der 17-jährigen Florenta sprachen am Mittwoch derweil ganz konkret die Marktbesucher an und machten sie auf das Schiksal der Familie aufmerksam. „Die meisten Leute unterschreiben. Es sind aber auch einige dabei, die heftig reagieren“, berichtete die 17-jährige Astrid Veelker. Sie geht mit Florenta Jahja in eine Klasse. „Florenta ist ein stiller, netter und sehr hilfsbereiter Mensch“, sagte ihre Klassenkameradin. Würde sie nicht wiederkommen, „würde etwas in unserer Klasse fehlen“. „Sie gibt sich Mühe, in der Schule alles zu schaffen“, so die 17-Jährige. Auch die beiden großen Parteien CDU und SPD in Altenberge haben sich mittlerweile im Fall Jahja eingeschaltet. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling prüft derweil, ob es noch Möglichkeiten gibt, der Familie zu helfen.
VON UWE RENNERS
22.10. 08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Schulleiter übt harsche Kritik
Altenberge. Während die Familie Jahja weiterhin untergetaucht ist (die WN berichteten), haben gestern der Rektor der Ludgerischule und die Klassenlehrerin der 17-jährigen Florenta Jahja harsche Kritik am Vorgehen der Behörden geübt. Die 17-Jährige ein halbes Jahr vor ihrem Schulabschluss abzuschieben, sei nicht nachvollziehbar. Die Schule habe sich seit Jahren um Integration bemüht. Mit solch einer Entscheidung würden diese Bemühungen mit Füßen getreten, sagte Westhues. Klassenlehrerin Christina Neißer erklärte, das Mädchen habe sie am Montag angerufen und um Hilfe gebeten. Die zehnte Klasse, in die die 17-Jährige geht, überlege nun, wie sie aktiv werden könne, um dem Mädchen zu helfen.
VON UWE RENNERS
15.10.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Untergetaucht
Altenberge. Die Idylle an der Lindenstraße war gestern Morgen um kurz nach sieben Uhr auf einen Schlag zerstört. Fünf Streifenwagen und ein Transporter der Kreisverwaltung stoppten an der Hausnummer 19 b und klingelten bei Familie Jahja. Vater Binak Jahja, seine Frau Luljeta und seine beiden Töchter Kadijre (28) und Florenta (17) waren zu diesem Zeitpunkt längst untergetaucht. Jetzt wird die Familie per Haftbefehl gesucht, die Schlösser an der Lindenstraße wurden ausgetauscht, die Roma-Familie aus dem Kosovo soll nach Serbien abgeschoben werden.
„Ich kann das nicht verstehen“, sagt Monika Naeve. Die Altenbergerin kennt die Familie seit 17 Jahren und versucht seit Montag, doch noch eine Lösung zu finden, damit sie in Altenberge bleiben kann. „Das sind ordentliche und fleißige Leute, da hat noch nie jemand Konflikt mit dem Gesetz gehabt“, sagt Naeve. Die 17-jährige Tochter sei in Deutschland geboren, sie besucht die Ludgeri-Hauptschule. Neve: „Sie soll jetzt in ein Land, das sie überhaupt nicht kennt.“ Monika Naeve unterstützt die beiden Söhne Fidan (22 Jahre) und Shaban Jahja (28 Jahre), die beide berufstätig sind. Und weil ihre Ehepartnerinnen eine Aufenthaltserlaubnis haben, sind sie nicht von der Abschiebung betroffen.
Die Söhne versuchen seit Montag zusammen mit ihrem Rechtsanwalt alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Abschiebung zu verhindern. Auch, weil ihre Mutter schwer krank ist. Das bestätigt die Hausärztin Lisa Degener: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die medizinische Versorgung für Frau Jahja in Serbien gegeben ist“, erklärte sie gestern. Die an Diabetes erkrankte Frau brauche täglich bis zu acht Medikamente und müsse regelmäßig eine Spezialpraxis aufsuchen.
Nachdem die Familie bereits einmal abgeschoben worden sei, habe die Tochter erleben müssen, wie man ihren Vater im Kosovo misshandelt habe. Sie sei traumatisiert. „Die Abschiebung der Mutter kann man medizinisch nicht verantworten“, ist Lisa Degener überzeugt.
„Frau Jajha ist zu einer amtsärztlichen Untersuchung vor ein paar Wochen nicht gekommen. Wir hatten heute einen Arzt dabei und hätten sie untersucht“, erklärt der Rechts- und Ordnungsdezernent des Kreises Steinfurt, Dr. Martin Sommer. Die Abschiebung sei für die Familie nicht plötzlich gekommen, betont er. Sommer: „Wir haben vor vier Wochen zu einem Gespräch eingeladen und sie aufgefordert, freiwillig auszureisen.“ Dies sei nicht geschehen. Familie Jajha habe in den vergangenen Jahren alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft. „Alle Asylanträge sind abgelehnt worden“, so der Dezernent. Die Entscheidung für die Abschiebung treffe zudem nicht der Kreis, sondern das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
Rechtsanwalt Michael Kolostori aus Osnabrück sieht derweil noch Chancen, dass die Familie bleiben kann. Das Verwaltungsgericht in Münster habe entschieden, dass eine medizinische Versorgung von Luljeta Jahja im Kosovo nicht gegeben sei. „Jetzt kommt die Ausländerbehörde auf die Idee, sie nach Serbien abzuschieben.“ Auch dort kann seiner Ansicht nach die medizinische Versorgung nicht gewährleistet werden.
Zum Zweiten versuche er, aus humanitären Gründen ein Aufenthaltsrecht für die Familie zu erwirken.
VON UWE RENNERS
14.10.2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Schüler sammeln 6700 Euro

Schüler der Hauptschule sammelten 6700 Euro beim Sponsorenlauf. Rektor Bernhard Westhues bedankte sich bei den Jungen und Mädchen dafür.
(Foto:)

Altenberge. 6700 Euro haben die Schüler der Ludgeri-Hauptschule bei ihrem Sponsorenlauf gesammelt. „Heute ist der Augenblick gekommen, um diese tolle Aktion abzuschließen. Stellvertretend für alle Ludgerischüler dürft ihr heute den Dank entgegennehmen“, freute sich Rektor Bernhard Westhues gestern. Der Sponsorenlauf habe zwei Gesichter: „Frau Ingeborg Junker, die seit einigen Jahren in Nepal ein Schulprojekt betreut. Und in Vertretung für den aus Altenberge stammenden Pater Ewald Dimon begrüße ich Pfarrer Dr. Josef Wieneke, der dafür sorgen wird, dass Pater Dimon in Brasilien das Geld erhält“, so Westhues. Er erinnerte an das Sponsorenschwimmen 2005 für die Tsunami-Opfer in Asien. Damals hatten die Altenberger Hauptschüler 6600 Euro gesammelt. „Diese Zahl war insgeheim so etwas wie eine Messlatte. Wir dürfen heute ein bisschen stolz darauf sein, dass ihr, liebe Schüler, diesen Betrag nochmals übertroffen habt. Mit zusätzlichen Spenden können wir heute 6700 Euro überreichen, dass heißt, für jedes Schul-Projekt in Brasilien und in Nepal gibt es je 3350 Euro“, so Westhues. Ingeborg Junker berichtet, dass sie in der nächsten Woche für zwei Monate nach Nepal fliegt. Nach ihrer Rückkehr werde sie berichten, was mit dem Geld passiert ist. Und Pfarrer Dr. Josef Wieneke versprach, dass Pater Dimon ebenfalls den Schülern berichten wird.
VON UWE RENNERS
18.09.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Streitschlichter sind gut ausgebildet

20 Schüler der neunten und zehnten Klassen wurden von der Sozialpädagogin Katrin Schulte als Streitschlichter ausgebildet.
(Foto: Uwe Renners)

Altenberge. „Es läuft im Leben unter Menschen nicht immer alles friedlich ab. Deshalb sollt ihr die Streithähne auseinanderbringen und sie dazu bringen, sich an einen Tisch zu setzen.“ Der Schulleiter der Ludgeri-Hauptschule, Bernhard Westhues, lobte 20 Schüler der neunten und zehnten Klasse, die sich in ihrer Freizeit als Streitschlichter haben ausbilden lassen. „Ihr seid keine Richter, aber ihr könnt die Streitenden ins Gespräch bringen“, so Westhues, der allen Schülern eine Urkunde überreichte.
Die Sozialpädagogin der Schule, Katrin Schulte, lobte die Schüler ebenfalls und freute sich, Unterstützung zu bekommen. „Es ist gut zu wissen, dass ihr da seid“, so Schulte. Die Schüler hätten gelernt zuzuhören. Schulte, die die Streitschlichter ausgebildet hat, berichtete, das Streitschlichter als Vermittler zwischen zerstrittenen Schülerinnen oder Schülern auftreten. Sie helfen den Streitenden selbst herauszufinden, was falsch gelaufen ist, machen Lösungsvorschläge und versuchen schließlich einen Vertrag auszuhandeln, den beide Seiten akzeptieren können.
Die ausgewählten Schüler werden gut ausgebildet. Sie lernen von Katrin Schulte, wie man Körpersprache versteht, aktiv zuhört und die eigene Bewertung zurückhält. Es gibt Rollenspiele und kritische Gespräche. Zum Schluss der Ausbildung werden die Schlichtungsgespräche intensiv trainiert. Dabei lernen die Streitschlichter, selbstbewusst aufzutreten und auch einmal laut zu werden, wenn die Kontrahenten ihre Beschimpfungen bei ihnen fortsetzen wollen und sich nicht ausreden lassen.
Dass diese Art der Streitschlichtung hilft, haben bereits Untersuchungen herausgefunden. Die Erfahrungen zeigen, das 90 Prozent der Gespräche für beide Seiten ein befriedigendes Ergebnis haben. Der Unterricht wird entlastet und auf dem Schulhof geht es ruhiger zu.

VON UWE RENNERS

05.09.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Ludgerischüler kommen ins Grübeln

275 Schüler machten sich zu Fuß auf nach Hansell und erfuhren am eigenen Leib, wie es wohl ist, wenn man nicht zur Schule gebracht wird, sondern laufen muss.
(Foto:)



Altenberge. „Mir taten schon nach drei Kilometern die Füße weh. Wenn ich das jeden Tag laufen müsste, ich glaub’, dann würde ich nicht mehr zur Schule gehen.“
Die 15-jährige Vanessa ist ehrlich und macht keinen Hehl daraus, dass marschieren nicht unbedingt ihr Ding ist. Am Dienstag trug sie es dennoch mit Fassung. Denn erstens war unterrichtsfrei und zweitens liefen die Hauptschüler für einen guten Zweck. Es war der Sponsorenlauf zugunsten von Pater Diemon, der in Brasilien wirkt, und eines Schulprojektes in Nepal, für den die Schüler ihre Schuhe schnürten.
Von der Ludgerischule ging es auf dem Alten Münsterweg und über den Nachtigallenweg zu einem ersten Kontrollpunkt am Abzweig Eisenbahnbrücke. Auf dem Wanderweg ging es weiter nach Hansell, wo im Pfarrheim eine Stärkung auf die Jugendlichen wartete. Von dort führte die Route zu einem weiteren Kontrollpunkt an der Windmühle und weiter zurück zur Schule. „Unsere Schüler sollen einmal selbst erfahren, wie es ist, wenn man - wie viele Kinder in der Dritten Welt - jeden Tag kilometerweit zur Schule laufen muss“, meinte Schulleiter Bernhard Westhues.
Am Pfarrheim in Hansell unterhielt sich Ingeborg Junker mit den Jungen und Mädchen und berichtete ihnen, was den Kindern in Nepal die Schule bedeutet: „Die flehen förmlich um Unterricht. Wenn die Schule um 16 Uhr zu Ende ist, dann hängen sie freiwillig noch eine Stunde dran.“ Sie ließ allerdings auch nicht unerwähnt, dass die Kinder zu Hause in ärmlichsten Verhältnissen leben und Bildung so ziemlich die einzige Chance sei, an eine gute Arbeitsstelle zu kommen. Bei diesen Schilderungen kamen die Altenberger Schüler natürlich ins Nachdenken. „Wenn ich in solchen Verhältnissen leben würde, würde ich wahrscheinlich auch den Schulweg in Kauf nehmen“, räumte danach auch Vanessa ein und ihre Freundinnen pflichteten ihr bei.
Einige Schüler versuchten dennoch, sich den Rückweg zu sparen: Sie wollten ihre Lehrer bestechen, sie mit dem Auto zurückzunehmen. Doch darauf ließen sich die Pädagogen natürlich nicht ein.
VON MICHAEL SCHWAKENBERG, STEINFURT
27.08.2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Regina Kumpf löst Ulrike Hoff ab und ist neue Konrektorin an der Ludgerischule
-ael- Altenberge. Dass Regina Kumpf genau die richtige Frau für das Amt der Konrektorin an der Ludgeri-Hauptschule ist - daran ließ Schulamtsdirektor Herbert Westhoff schon zu Beginn seiner Rede zur Amtseinführung der 49-Jährigen keinen Zweifel.
Der Schulleiter der katholischen Hauptschule bekommt mit Regina Kumpf keine Unbekannte an die Seite gestellt. Bereits seit 2001 unterrichtet die gebürtige Sauerländerin an der Ludgeri-Schule und hat dort unter anderem an der Konzeptentwicklung für den Gebundenen Ganztag mitgearbeitet, der seit dieser Woche am Grünen Weg Einzug gehalten hat. Ihre beruflichen Wurzeln liegen allerdings in der Erwachsenenbildung. „Kein typischer Werdegang“, konstatierte Schulamtsdirektor Herbert Westhoff, was allerdings nichts daran ändere, dass mit der 49-Jährigen die richtige Bewerberin den Zuschlag bekommen habe. „Bei Eltern und Schülern genießen Sie hohe Anerkennung. Das ist eine gute Voraussetzung“, so Westhoff.
Nicht vergessen wurde am Dienstagnachmittag im Lehrerzimmer der Name Ulrike Hoff, die bisherige Konrektorin. „Die neun Jahre in diesem Amt haben Sie ausgezeichnet gemeistert“, bedankte sich der Schulamtsdirektor bei der Frau, die vor Kurzem ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feierte. Ihrer Nachfolgerin wünschte Herbert Westhoff, „dass Sie dazu beitragen können, dass die Schule auch in Zukunft so gut dasteht wie jetzt“. Und diesbezüglich sei er sehr zuversichtlich.
Regina Kumpf teilte diesen Optimismus mit dem Schulamtsdirektor uneingeschränkt und betonte: „Auch ich hoffe, dass wir hier so erfolgreich weiterarbeiten werden wie bisher.“
13.08.08 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Hauptschule mit zwei neuen Klassen
Altenberge. Zwei kleine Eingangsklassen konnte die Ludgeri-Hauptschule zu Beginn des neuen Schuljahres aufnehmen. Rektor Bernhard Westhues begrüßte 42 Fünftklässler mit ihren Eltern und machte deutlich, dass mit den beiden kleinen Klassen ideale Lernbedingungen gegeben sind. Klassenlehrerin der Klasse 5a ist Maria-Theresia Mönnig, die Klasse 5b führt Brigitte Rücker, heißt es in der Pressemitteilung der Schule. Für die Kinder, die am gemeinsamen Unterricht in der Sekundarstufe I teilnehmen, hat das Schulamt den Förderschullehrer Ingo Rödder abgeordnet. In einer Feierstunde begrüßten Mädchen und Jungen des sechsten Jahrganges die „Neuen“ mit verschiedenen Liedern und Gedichten. Erstmals gibt es an der Ludgerischule für den fünften Jahrgang den Gebundenen Ganztag. Mit 275 Schülern erreicht die Ludgeri-Hauptschule in diesem Schuljahr einen neuen Höchststand.
07.08.08 | Quelle Westfälische Nachrichten

„Fiese Droge im Glas“

Im Rahmen der laufenden Kampagne „K.O.cktail? Fiese Droge im Glas“ führte der Frauen-Notruf Münster Präventionsarbeit durch.
© Dülmener Zeitung



Altenberge. Auf Initiative der Schulsozialpädagogin Karin Schulte führte Kessia Schmitz von der Beratungsstelle „Notruf für vergewaltigte und sexuell belästigte Frauen und Mädchen“ (Frauen-Notruf Münster) an der Ludgeri- Hauptschule eine Informationsveranstaltung über sexualisierte Gewalt nach K.O.-Tropfen durch. Der Frauen-Notruf informierte alle Schülerinnen der siebten, achten und neunten Klasse. „Auf die Gefahr von Vergewaltigungen nach K.O.-Tropfen wollen wir die Mädchen bereits dann aufmerksam machen, wenn sie anfangen, auf Partys und in Diskotheken zu gehen“, erläuterte Schulte die Motivation das Projekt an ihrer Schule durchzuführen. Die flüssigen Drogen werden von den Tätern zumeist in öffentlichen Zusammenhängen heimlich in das Glas gegeben, um Frauen und Mädchen unter der eintretenden Wirkung von Benommenheit und späterer Bewusstlosigkeit zu vergewaltigen. Schmitz erarbeitete anhand von Rollenspielen, wie sich die Mädchen vor K.O.-Tropfen schützen und wo sie sich Hilfe holen können. „Ich nehme keine Getränke an, bei denen ich nicht gesehen habe, wie sie zubereitet wurden und wir passen aufeinander auf, wenn es einer Freundin von uns schlecht geht“ sind zwei erarbeitete Hinweise, die die gut informierten Schülerinnen der Ludgeri-Hauptschule zukünftig berücksichtigen werden. In Rahmen der laufende Kampagne „K.O.cktail? Fiese Droge im Glas“ führt der Frauen-Notruf Münster diese Präventionsarbeit in allen Schulformen ab der siebten Klasse durch. Der Frauen-Notruf (Telefon 02 51/3 44 43) ist montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr, montags von 18 bis 20 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr zu erreichen.
27.06.08 | Quelle: Dülmener Zeitung