Ludgeri-Hauptschule
-Schuljahr 2007/08-


„Ein ganz starker Jahrgang“

Altenberge. 34 Schüler der Altenberger Ludgeri-Hauptschule bekamen gestern ihre Zeugnisse überreicht. 21 von ihnen haben einen festen Ausbildungsplatz. So eine gute Quote habe es seit zehn Jahren nicht gegeben, berichtete Schulleiter Bernhard Westhues.

„Das sind über 60 Prozent. Eine tolle Sache“, freute sich Schulleiter Bernhard Westhues gestern Mittag bei der feierlichen Entlassung im Forum der Hauptschule. Für Westhues war klar: „Die Hauptschule ist keine Sackgasse. Sie ist die Schule der Profis für die Praxis.“ Westhues forderte alle Beteiligten auf: „Die Ludgeri-Hauptschule muss sich nicht verstecken. Verstecken Sie bitte auch nicht die Altenberger Hauptschule. Sprechen Sie ehrlich über uns.“ Westhues ärgerte sich, dass die Hauptschulen in der Berichterstattung oft negativ beurteilt würden. „Unsere Gesellschaft leistet es sich, 20 Prozent der Schüler zu stigmatisieren, sie wie Aussätzige zu behandeln“, so der Schulleiter. Dies sei einfach nicht gerechtfertigt, stellte er klar.
„Lasst Euch nicht einreden, ihr hättet nichts vorzuweisen“, hielt auch Bürgermeister Jochen Paus ein Plädoyer für die Hauptschule. Die Schüler müssten an sich glauben und Durchsetzungskraft beweisen. „Bleibt am Ball“, meinte Paus passend zur Europameisterschaft. Er sah auch schon in die Zukunft. Der im August startende Ganztag an der Ludgerischule werde sicher dazu beitragen, dass die Schule sich noch weiter verbessere“, so Paus.
Von den 34 Entlassschülern haben sieben Schüler die Fachoberschulreife mit Qualifikation für die Klasse elf erreicht, elf Schüler die Fachoberschulreife und 16 Schüler den Hauptschulabschluss nach Klasse zehn. Erstmals wurden auch zwei Schüler der sonderpädagogischen Fördergruppe entlassen. „Als wir vor sieben Jahren mit dem Integrationsunterricht anfing, konnte niemand ahnen, dass der gemeinsame Unterricht einmal so gut angenommen würde“, sagte Westhues.
Der Chor der Klasse 6a, Celina Bröker auf der Querflöte und der Chor der Klasse 5b mit Katharina Koch an der Querflöte sorgten für den passenden Rahmen der Entlassfeier, bei der auch die Schülerlotsen und Streitschlichter geehrt wurden.
Und Schulleiter Bernhard Westhues wies wie jedes Jahr darauf hin, dass bei der Feier am Samstag die Eltern - und nicht die Lehrer - die Aufsichtspflicht hätten, was wie jedes Jahr mit einem Lächeln quittiert wurde. Die Schüler stöberten derweil in ihren Zeugnissen und freuten sich auf den Sektempfang.

Die Entlassschüler

Die Entlasschüler der Altenberger Ludgeri-Hauptschule:
Shkurte Berisha, Selina Bosse, Xenia Chrolenko, Andre Elfers, Jens Fastermann, Christoph Feldhaus, Marcel Fleige, Henning Flothmann, Valon Gashi, Sascha Grabski, Leon Grieser, Nico Heitmann, Ina Hennemann, Lena Holländer, Melanie Jasper, Christian König, Mark Kriege, Katrin Kunitz, Natalie Lembeck, Dino Lenters, Kai Leutermann, Bernd Lohmann, Patrick Pieper, Dennis Prinz, Berno Rikels, Janina Ruch, Maik Ruck, David Schelletter, SebastianSchräder, Chantal Schulte, Bill Steinkühler, Matthias Sticklun, Stefanie Veelker, Jan Vogt, Hendrik Wahlers, Verena Wahlers, Patrick Wäling, Marius Wellen-Hummert, Viktoria Wetter

VON UWE RENNERS
11.6.2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Selbst ist der Schüler

Der Info-Truck „Go! to school“ informierte die Schüler mittels Multimediaterminals zum Thema „Selbstständigkeit“. (Foto: Uwe Renners)



Altenberge. „Die Jugendlichen müssen heute ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Auf diesem Weg wollen wir sie begleiten.“ Der Projektmanager Markus Muszeika von der Stiftung „Partner für Schule NRW“ kam am Dienstag in die Ludgeri-Hauptschule, um über Selbstständigkeit im doppelten Sinne mit den Schülern zu reden. Der Info-Truck „Go! to school“ informierte die Schüler mittels Multimediaterminals zum Thema „Selbstständigkeit“. ergänzend zu den Angeboten im Truck gestaltete der Projektmanager einen Workshop, bei dem die Jugendlichen in die Rolle von kreativen Gründern schlüpfen mussten. „Da waren die Schüler sehr kreativ. Sie haben ein Erlebnisfernseher entworfen, der zum Beispiel Düfte aussendet und Diät-Fast-Food als Marktlücke ausgemacht“, berichtete Muszeika.
Bereits am Montag hatten die achten Klassen ein „Assessment “ bei der evangelischen Jugendhilfe in Steinfurt. Dort wurden Schlüsselqualifikationen wie Motivation, Selbstvertrauen, Kommunikationsfähigkeit und Problemlösefähigkeit thematisiert. Bei Gruppen- und Einzelaufgaben wurden die Schüler beobachtet und anschließend bewertet. Am gestrigen Mittwoch wurden die Ergebnisse präsentiert, außerdem gab es einen Workshop zum Thema Konfliktfähigkeit.
VON UWE RENNERS
28. 05. 08 | Quelle: Westfälische Nachrichten


Hauptschüler bekommen Zuschüsse

Altenberge.Die Kinder bleiben ein Thema. Während der SPD-Antrag auf Unterstützung aller Eltern mit einem Einkommen unter 25000 Euro abgelehnt wurde, wurde der CDU-Antrag allen Ganztagsschülern der Hauptschüler einen Euro zum Mittagessen zuzuschießen, genehmigt.
24.05.2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Ein Jahr im Unternehmen
Langzeitpraktikum für Ludgerischüler

Altenberge. Zur individuellen Vorbereitung auf die Arbeitswelt möchte die Ludgeri-Hauptschule im kommenden Schuljahr neue Wege gehen und die Schüler der Klasse 10A mit mehr praxisbezogenen Lerninhalten gezielter als bisher an die Berufs- und Arbeitsweltheranführen, schreibt Rektor Bernhard Westhues in einer Pressenotiz.
Bisher haben die Ludgerischüler im 9. und 10. Schuljahr jeweils ein dreiwöchiges Betriebspraktikum absolviert. Um die Zukunftsperspektiven der Jugendlichen und die Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern, werden die Schüler der Klasse 10 a vom nächsten Schuljahr an das zweite Praktikum als Langzeitpraktikum mit einem Praktikumstag pro Woche in einem Betrieb durchführen.
Dieses zeitlich ausgedehnte Praktikum bietet aus Sicht der Schule verschiedene Vorteile: Durch den stärkeren Praxisbezug können die Jugendlichen das ganze Jahr über den Betrieb, die Arbeitswelt und den Beruf intensiv kennen lernen und beim Übergang in das Berufsleben beweisen, was sie können.
Der Ausbildungsbetrieb kann den zukünftigen Auszubildenden über einen längeren Zeitraum bei der Arbeit kennen lernen und fundierter einschätzen.
Die Hauptschule erhofft sich von dem Langzeitpraktikum ein konstantes Bemühen um Leistung, um so einer eventuellen Schulmüdigkeit vorzubeugen und die Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen.
Zur Abgrenzung der Rechte und Pflichten soll ein Vertrag zwischen den drei Parteien -Betrieb, Schüler, Schule - geschlossen werden. „Wenn dann am Ende des Langzeitpraktikums ein Ausbildungsvertrag stünde, wäre das optimal," sagt Westhues.
Wichtig ist aber auch, dass die Jugendlichen der kommenden Klasse 10A realistische Berufswünsche mitteilen. An die Wirtschaft appelliert der Schulleiter, das neue kombinierte Lern- und Praxisangebot zu unterstützen und zu fördern, um so den Jugendlichen gute Zukunftsperspektiven zu eröffnen, heißt es abschließend.

10.05.2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Die Jugend für Technik begeistern

 

Am Stand der Firma „Jüke Systemtechnik“ informierten sich Schüler der Ludgeri-Hauptschule über das Altenberger Unternehmen. Foto: -us-

Altenberge/Hannover. Was hat ein Motorschalter mit einem Erdbeerjoghurt zu tun? Wieso fahren rund 20 Schüler der Ludgeri-Hauptschule nach Hannover, was verbindet sie mit der Firma Jüke Systemtechnik und warum ist die auf dem ehemaligen Expo-Gelände zu finden? „Hier werden Fragen beantwortet“, sagt Heinz Jürgens und meint damit die größte Industriemesse der Welt, auf der seit Montag auch das Altenberger Unternehmen Jüke Systemtechnik vertreten ist. Er und sein Partner Martin Hovestadt sind bester Laune: „So wie alle Aussteller hier. Die Auftragsbücher sind voll“, freut sich der Unternehmer.
Er ist mit dem ganzen Betrieb Mitte Februar in das neue Firmengebäude im Gewerbegebiet Ost umgezogen. „Die Abläufe sind besser geworden, es ist nicht mehr so laut und die ganze Logistik funktioniert besser“, sagt Jürgens. Hinzu komme, dass die Kunden nun in einem angenehmeren Ambiente empfangen werden können. „Die Leute müssen ein gutes Gefühl haben, das gehört dazu.“ Und ein gutes Gefühl müssen sie wohl haben. Jürgens und Hovestadt können sich über massive Umsatzsteigerungen freuen. „Die Auftragslage ist sehr gut“, so Jürgens.
Insgesamt 50 Mitarbeiter werden mittlerweile beschäftigt. Einige davon sind auch auf der Messe unterwegs, damit sie wissen, was so läuft und wie andere Firmen Lösungen für Themen finden, mit denen sich auch die Jüke Systemtechnik auseinandersetzt. „Natürlich wird auch bei den Mitbewerbern geschaut“, sagt Jürgens. Er und Martin Hovestadt haben es sich nicht nehmen lassen, bei der Eröffnungsrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag dabei zu sein. Auch sie hat über den Standort Deutschland gesprochen. Und damit der auch in Zukunft attraktiv bleibt, hat Heinz Jürgens seinen Teil dazu beigetragen und rund 20 Schüler der Ludgeri-Hauptschule nach Hannover eingeladen.
„Wir wollen die Jugendlichen wieder für Technik begeistern“, sagt der Altenberger. Die Handwerkskammer Münster spendiert den Jugendlichen nicht nur Bockwurst, sondern gibt direkt vor Ort auch noch wichtige Tipps für ihre Bewerbungen. Abschließend geht es in die zahlreichen Hallen.
Besonders empfehlenswert ist in diesem Jahr die Sonderschau „TectoYou“, die extra für Jugendliche konzipiert ist. Dort erfährt man übrigens auch, was der Motor-Schalter mit einem Erdbeerjoghurt zu tun hat. Am Stand des Elektrohandwerks stehen Kisten mit dem kleinen „Pixi-Buch“ das den Titel hat „Meine Freundin, die ist Ingenieurin“. Dort wird erklärt, dass der Motorschalter bei der Joghurtproduktion dafür sorgt, dass keine Becher vom Förderband fallen.
Und was hat das mit Altenberge zu tun? Die Bilder hat die Im Hügeldorf wohnende Grafikerin Sigrid Leberer gezeichnet. So schließt sich der Kreis auf der größten Industriemesse der Welt.
VON UWE RENNERS
24.04.2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten

Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin
Ludgeri-Hauptschüler besuchen Bundeshauptstadt

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelica Schwall-Düren (2.v.r), die die Schüler eingeladen hatte, begrüßte die Jugendlichen im Deutschen Bundestag.

Altenberge. Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! 23 Schülerinnen und Schüler der Ludgeri-Hauptschule verlebten ihre Abschlussfahrt in Berlin. Für alle war die Reise in die Hauptstadt eine Premiere.
Lange Tage - kurze Nächte, Berlin hat es in sich. In kurzer Zeit gilt es viel zu erleben: Zum Beispiel der Filmpark Babelsberg, die Ausstellung „Story of Berlin“, den Ku-Damm oder die Filmpremiere „Der Rote Baron“ am Potsdamer Platz.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelica Schwall-Düren, die die Schülerinnen und Schüler eingeladen hatte, begrüßte die Jugendlichen im Deutschen Bundestag. Der Plenarsaal wurde besichtigt, der Bundesadler, der ja aus der Heimat kommt, inspiziert. Aus der Heimat angereist ist eigens Ulrike Reifig, von der SPD-Altenberge, um die Ludgerianer zu besuchen und um mit ihnen das politische Berlin zu erkunden. Mit ihrer Abgeordneten und der Kommunalpolitikerin debattierten die Schülerinnen und Schüler munter über Klima, Regenwälder, Europa und über die Solaranlage der Ludgeri-Hauptschule. Ganz schön anstrengend so eine Debatte.
Am nächsten Tag ging´s weiter. Diesmal zum Bundeskanzleramt. Die Hausherrin war leider nicht da, sie besuchte gerade die NATO-Konferenz in Bukarest. Dafür durfte der „Staatsgast Dimitri“ sagen, wie er als Staatsgast begrüßt werden möchte. Nämlich: Roter Teppich, Musikkapelle und die Landesfahne darf natürlich nicht fehlen. Dann wurden im Kanzleramt die Kanzlergalerie, der internationale Konferenzsaal, Kanzlergarten, die Pressekonferenz und der Kabinettsaal besichtigt. Da wo sonst die Minister tagen, durften dann die Ludgeri-Hauptschüler Platz nehmen. Ganz schön viel los im Bundeskanzleramt waren sich die Jugendlichen einig. Nach einer Woche hieß es dann Abschied nehmen von der großen Stadt. Es wurde mexikanisch gespeist. Für alle stand am Ende der Reise fest, bald soll es wieder heißen, Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin.
08.04.2008 | Quelle: Pressemitteilung vom der SPD-Bundestagsabgeordneten Angelica Schwall-Düren (Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II)

„Wir sind im Recall“

 

Florian Flüchter, Nico Hünteler, Alina Wirmer und David Laurenz (v.l) fahren mit Mathelehrerin Elisabeth Weisleder zum Finale der „Matheknobelei“.

Altenberge. David Laurenz, Alina Wirmer, Florian Flüchter und Nico Hünteler sind im Finale. Am 22. April fahren sie mit Lehrerin Elisabeth Weisleder nach Datteln. Dort stehen ihnen dann beim „Matheknobeln“ die besten Schulen des Bezirks Münster gegenüber. Qualifiziert haben sich die Schüler der fünften und sechsten Klasse der Ludgeri-Hauptschule in dieser Woche in Greven.
Dort hatten insgesamt 48 Schüler aus dem Kreis um den begehrten Finalplatz gestritten. Im Viererteam rechneten die Kinder eine Schulstunde lang die Aufgaben aus verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Damit sie nicht gestört wurden, hatte die Marienschule im Vorfeld drei Klassenräume zur Verfügung gestellt. „Einige Aufgaben waren ganz schön schwer“, erzählte David Laurenz aus der Ludgeri-Hauptschule in Altenberge.
Deswegen gab es nach dem Rechnen noch Plätzchen und etwas zu trinken, während die Fachberater die Ergebnisse korrigierten.
Dieses Jahr waren die Schüler besonders erfolgreich, denn es stand nicht sofort ein Sieger fest. Vier Schulen gingen ins Stechen. Hier war es die Aufgabe, in einer Minute möglichst viele Kopfrechenaufgaben zu lösen.
Dabei setzte sich die Ludgeri-Hauptschule Altenberge gegen die starke Konkurrenz durch. „Wir kommen zum Recall“, lachten die Kinder und freuten sich gestern zusammen mit Schulleiter Bernhard Westhues über den Erfolg.
VON UWE RENNERS
07. März 2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten


Keine Einbußen für Hauptschule
Altenberge. In der Ludgeri-Hauptschule wurden in den vergangenen Tagen 40 Kinder für den fünften Jahrgang angemeldet. Mit großer Spannung hatte man in der Hauptschule auf diese Zahlen gewartet, da man nicht wusste, wie der Gebundene Ganztag von den Eltern angenommen und ob die Gründung der Verbundschule Schöppingen/ Horstmar sich auf die Zahl der Anmeldungen auswirken werde. Rektor Bernhard Westhues dazu: „Der Gebundene Ganztag, der im August 2008 mit dem fünften Jahrgang in der Ludgerischule beginnt, war für die meisten Eltern überhaupt kein Thema. Was die neue Verbundschule angeht, so haben sich die Laerer Eltern ganz klar für Altenberge entschieden. Somit können auch im neuen Schuljahr erneut zwei kleine Eingangsklassen gebildet werden. Darüber freuen wir uns sehr. Es zeigt uns, dass die Arbeit an unserer Schule geschätzt wird und wir das Vertrauen der Eltern genießen.“
In den letzten drei Jahren wurden zwischen 37 und 42 Viertklässler an der Altenberger Hauptschule angemeldet. Erfahrungsgemäß wird es bis zum Schuljahresbeginn noch einige Nachmeldungen geben, heißt es von Seiten der Schule abschließend.
15. 02. 08|
Quelle: Westfälische Nachrichten

Hauptschule bekommt den Ganztag
Altenberge. Seit gestern ist es offiziell. Die Ludgeri-Hauptschule wird zum 1. August 2008 zu einer erweiterten Ganztagshauptschule und ist damit eine von 66 Hauptschulen in NRW, die gestern die Zusage des Landes bekamen. Damit sei von den Bezirksregierungen als Genehmigungsbehörden in einem ersten Schritt bereits ein Großteil der bisher beantragten Umwandlungen genehmigt worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung. Nachdem das von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gesteckte Ziel, in dieser Legislaturperiode 50 000 vollwertige Ganztagsplätze in Haupt-und Förderschulen zu schaffen, bereits im Sommer 2007 erreicht worden sei, mache die Landesregierung nun weiter Ernst mit dem Ausbau der Ganztagsschulen im Land. Im Haushalt für 2008 seien weitere zusätzliche Mittel eingestellt, um alle diejenigen Hauptschulen umzuwandeln, die zwar Ganztagshauptschule werden wollten, für die bisher aber nicht ausreichend Mittel zur Verfügung standen.
„Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung werden die Hauptschulen wieder in den Stand versetzt, den benachteiligten Kindern und Jugendlichen die gezielte Unterstützung und Förderung zu geben, die sie benötigen“, so Schulministerin Barbara Sommer. Dieses ist nach ihren Worten in der Ganztagsschule eher möglich als in der Halbtagsschule. „Ganztagsschulen schaffen für individuelle Förderung gute Voraussetzungen: Hier kann der Unterricht besser rhythmisiert werden: Lern- und Entspannungsphasen wechseln einander ab. So kann konzentrierter gelernt werden”, so die Schulministerin.
Die neue Ganztagshauptschule ist eine Pflichtschule, die an fünf Tagen in der Woche in der Regel Unterricht bis 16 Uhr anbietet. Sie soll damit auch einen Beitrag zur Entkopplung des schulischen Erfolgs von der sozialen Herkunft der Kinder leisten.
Ab 1. August startet der erweiterte Ganztag.
Lehrern und Schülern steht mehr Zeit zur Verfügung für gezielten Förderunterricht. Für Angebote außerschulischer Partner, wie zum Beispiel Jugendhilfeträger, Sportvereine, Kunst-, Musik- und Kultureinrichtungen wie für Angebote der Berufsorientierung auch in Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Handwerks und der Wirtschaft.
Bürgermeister Jochen Paus freute sich gestern über die Nachricht und berichtete, dass der Ganztag in der Ludgerischule stufenweise eingeführt werden soll. Beginnend mit dem fünften Schuljahr werde der Ganztag dann zu jedem neuen Schuljahr wachsen.Die Schüler, die demnächst neu in die Ludgeri-Hauptschule kommen, müssen am Ganztag teilnehmen. Für die jetzigen Schüler bleibt alles so wie bisher.
VON UWE RENNERS
21.12 .07 |
Quelle: Westfälische Nachrichten

"Wir sind stolz auf Euer Engagement"

 

39 Schüler hatten sich freiwillig gemeldet, um für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. Der unterstützt in diesem Jahr den Ausbau von Kriegsgräberstätten in der Russischen Föderation mit Schwerpunkt Kursk. In dem Gebiet sind laut russischem Verteidigungsministerium rund 866 000 Soldaten während des Zweiten Weltkrieges gefallen. (Foto: Uwe Renners)

Altenberge. 1120,05 Euro haben sie für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Ehrenamtlich. Gestern wurden die 39 Schüler der Hauptschule für ihr Engagement geehrt.
„So ein Ergebnis hatten wir noch nie“, freute sich Schulleiter Bernhard Westhues und würdigte den Einsatz der Schüler, die sich freiwillig gemeldet hatten. „Manchmal frage ich mich, was würde im kulturellen Leben der Gemeinde fehlen, wenn es die Hauptschule nicht mehr geben würde? Die Straßensammlung für den Volksbund würde sicher dazu gehören“, so Westhues. „Werten sie dieses Engagement und Ergebnis, Herr Bürgermeister Paus, dass die Ludgerischüler ein bisschen Dank zurückgeben, für das, was die Gemeinde für die Schule getan hat.“Der gab den Ball zurück: „Die Gemeinde ist stolz auf Euch, vielen Dank für Euren Einsatz“, so Paus.
Der Geschäftsführer des Bezirksverbandes Münster des Volksbundes, Peter Steffens, dankte den Jugendlichen ebenfalls. Er überreichte den besten Sammlern ein Buchgeschenk. Für alle anderen gab es einen Schlüsselanhänger und eine Kleinigkeit.
VON UWE RENNERS
13.12. 07 |
Quelle: Westfälische Nachrichten

Damit keiner baden geht

 

So geht‘s:
Winfried Niehues zeigt den Schülern wie es im Wasser richtig vorwärts geht. Seit elf Jahren kommt er ehrenamtlich drei Mal in der Woche nach Altenberge, um die fünften und sechsten Klassen der Hauptschule im Hallenbad zu unterrichten.

Altenberge. Winfried Niehues ist Lehrer mit Leib und Seele. Einer vom alten Schlag, der auch mal streng sein kann, wenn es sein muss. Disziplin ist für ihn kein Schimpfwort. Das merken auch die Schüler. Und sie nehmen es ihm nicht übel. Ganz im Gegenteil: einige strahlen ihn immer noch an, obwohl er sie überhaupt nicht mehr unterrichtet. Der Grund: Winfried Niehues hat ihnen das Schwimmen beigebracht. 1996 ist der ehemalige Konrektor der Ludgeri-Hauptschule in den Ruhestand gegangen. Weg ist er deshalb aber nicht. Drei Mal in der Woche kommt der 75-Jährige nach Altenberge, um den Schwimmunterricht zu unterstützen. Seit elf Jahren. Ehrenamtlich. Dafür wurde er am Dienstag von NRW-Schulministerium Barbara Sommer im ehemaligen Düsseldorfer Landtag geehrt.
Seit 1972 ist Winfried Niehues Mitglied in der DLRG. Dort hat er genau 822 Rettungsschwimmer ausgebildet. Wie vielen Kindern er das Schwimmen beigebracht hat, Niehues hat sie nicht gezählt. Wenige können es nicht gewesen sein. In der Altenberger Hauptschule steht im fünften und sechsten Schuljahr Schwimmen auf dem Programm. „10 bis 20 Prozent der Schüler können nicht schwimmen“, sagt der 75-Jährige. Die Konsequenz: würde nur ein Lehrer mit ins Hallenbad kommen, müssten die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Eine müsste auf der Bank sitzen und warten. Ist Winfried Niehues da, können alle ins Wasser. „Ich kümmer mich dann um die Nichtschwimmer“, erklärt er. Und dass nach dem sechsten Schuljahr keine Nichtschwimmer mehr dabei sind. „Bis jetzt hat es immer geklappt.“
Sicher, einige schwierige Fälle seien schon dabei gewesen. An einen kann er sich noch ganz gut erinnern. „Wenn ich mit dem Trockenübungen gemacht habe hat es geklappt, im Wasser ging dann nichts mehr“, erinnert er sich. Irgendwann war Niehues es wohl satt. „Ich habe ihm gesagt, er muss 100 Mal die Beinschlagübung machen. Macht er es einmal verkehr, muss er von vorne anfangen.“ Beim 99. Mal machte der Schüler es verkehrt. „Da habe ich so getan, als hätte ich es nicht gesehen“, sagt Niehues. Und dann sei das Kind ins Wasser gegangen. „Eine Woche später hat er sein Seepferdchen gemacht, danach sogar noch das Bronze-Abzeichen.“ Die 100 Beinschlagübungen hat der Junge wohl vergessen. „Er lacht mich jedes Mal an, wenn er mich sieht“, freut sich der 75-jährige. Niehues: „Die Kinder freuen sich unheimlich, wenn man ihnen die Hand drückt und sagt, dass sie es geschafft haben.“

 

Winfried Niehues (l.) wurde von Schulministerin Barbara Sommer (2.v.r) für sein Engagement geehrt. Mit in Düsseldorf waren auch Schulleiter Bernhard Westhues (r.) und Konrektorin Ulrike Hoff. Die nutzten die Gelegenheit, um bei der Ministerin im persönlichen Gespräch für die Altenberger Schule zu werben.

Auch in Borghorst ist der Pensionär noch aktiv. Dort war er über 20 Jahre an verschiedenen Schulen im Dienst und ist heute Geschäftsführer der DLRG und noch als Ausbilder aktiv.
Klar, dass sich der 75-Jährige gefreut hat, als Schulministerin Barbara Sommer ihm die Urkunde übergeben hat und ihren Dank, „für besondere Verdienste um Kinder und Jugendliche“ aussprach. Mit ihm wurde aus dem Kreis Steinfurt nur der Hausmeister der Geschwister-Scholl-Schule aus Emsdetten geehrt, der beim Amoklauf schwer verletzt wurde. Für ihn nahm die Schulleiterin der Emsdettener Schule ein kleines Glaskunstwerk von der Ministerin entgegen, dass jetzt auch in Niehues Wohnung in Münster seinen Platz finden wird.
„Es ist schon erstaunlich, wie sehr es sich für unsere Schule einsetzt. Wer kommt schon drei mal die Woche und muss den Sprit noch selbst zahlen“, dankt auch Schulleiter Bernhard Westhues dem ehemaligen Konrektor der Schule.
VON UWE RENNERS
24.10.2007
|Quelle: Westfälische Nachrichten

„Das Beispiel macht sicher Schule“


Foto: Uwe Renner
s
Altenberge. Das Projekt, das der Nabu zusammen mit dem BUND und den Gemeinden Altenberge und Nordwalde zum Erhalt der Streuobstwiesen ins Leben gerufen hat, fand Anfang Oktober in der Bevölkerung eine riesengroße Zustimmung. Mehr als vier Tonnen Äpfel von Streuobstwiesen wurden mit einer mobilen Saftpresse zu Apfelsaft verarbeitet. Allein mehr als eine Tonne Äpfel wurden dabei von Kindergärten und Schulen gesammelt. Mit dabei auch die Klasse 8 b der Ludgeri-Hauptschule, die sich bei strömenden Regen an einem Samstag auf die Suche machte. Sie bekam jetzt „ihren“ Apfelsaft überreicht. Die Kosten für die Pressung zahlten mehrere Sponsoren, darunter auch die Sparkasse Steinfurt. Matthias Sundorf und Carsten Börger von den Filialen aus Nordwalde und Altenberge überreichten den Hauptschülern exemplarisch für alle anderen Kindergärten und Schulen, die teilgenommen hatten, den Saft. Und sie versprachen, die Aktion auch nächstes Jahr wieder zu unterstützen.
„Wir haben über 700 Liter Saft, die wir an die Schulen und Kindergärten verschenken können“, freute sich die BUND-Vorsitzende Judith Schluchter beim Pressetermin. Sie dankte auch den Landwirten, die ihre Streuobstwiesen für die Kinder und Jugendlichen geöffnet hatten, damit sie dort sammeln konnten.
„Ich denke, dass das Beispiel Schule macht“, war Rektor Bernhard Westhues davon überzeugt, dass sich im kommenden Jahr noch mehr Schüler an der Aktion beteiligen. Und Gelegenheit bekommen sie garantiert dazu. „Wir werden das jetzt zu einer festen Einrichtung machen“, kündigte Schluchter an.
VON UWE RENNERS
22.10.2007 |Quelle: Westfälische Nachrichten

Vor allem Spaß soll es machen


Foto: Uwe Renner
s
Altenberge. Die Erinnerungen an die Bundesjugendspiele sind bei den wenigsten positiv. „Spaß hat das nur den Sportlehrern gemacht“, meint die Sportfachkonferenzvorsitzende der Ludgeri-Hauptschule, Sabine Baer. Und deshalb gibt es an ihrer Schule auch keine Bundesjugendspiele mehr, sondern ein Sportfest, weg vom klassischen Wettkampfdenken. Und das, so sagt die Lehrerin, soll Spaß machen. „Es sind Kooperationsfähigkeit, Geschicklichkeit und Teamwork gefragt“, erklärt Baer im Sportpark Großer Berg, wo sich rund 220 Schüler versammelt haben. Dort messen sie sich im Weitsprung, Seilchenspringen, Transportlauf, Hürdenlauf, Sackhüpfen, Sprint und anderen Disziplinen.
Am letzten Schultag vor den Ferien genau das Richtige, lässt die Konzentration sonst mit Blick auf die freien Tage in der Regel doch eher zu wünschen übrig. „Die Schüler sind mit Begeisterung bei der Sache“, freut sich deshalb Schulleiter Bernhard Westhues. Und Sabine Baer lobt die Zusammenarbeit mit dem TuS. „Wir sind hier immer sehr willkommen. Der TuS markiert für uns im Vorfeld sogar die Spielfelder und stellt sein Equipment zur Verfügung“, so Baer. Und obwohl es keine Bundesjugendspiele sind, werden anschließend trotzdem Urkunden verteilt. Die besten Schüler und die besten Klassen werden geehrt. „Wir haben eigene Kriterien aufgestellt, so dass auch die jüngeren Schüler eine Chance haben“, erklärt die Sportlehrerin.
Von Uwe Renners

23. September 2007 |Quelle: Westfälische Nachrichten

Ludgerischule begrüßte „Neue“
Altenberge. Zwei kleine Eingangsklassen konnte die Ludgeri-Hauptschule laut Pressemitteilung zu Beginn des neuen Schuljahres aufnehmen. Rektor Bernhard Westhues begrüßte 44 Fünftklässler mit ihren Eltern und machte deutlich, dass mit den beiden kleinen Klassen ideale Lernbedingungen gegeben sind. Klassenlehrerin der Klasse 5a ist Regina Kumpf, die Klasse 5b führt Ulrike Hoff. Für vier Kinder dieser Klasse, die am gemeinsamen Unterricht in der Sekundarstufe I teilnehmen, hat das Schulamt die Sonderschullehrerin Anne Müller an die Ludgerischule abgeordnet. In einer Feierstunde begrüßten Mädchen und Jungen des sechsten Jahrganges die „Neuen“ mit verschiedenen Liedern und Gedichten.
8. August 2007 |Quelle: Westfälische Nachrichten