Ludgeri-Hauptschule
-Schuljahr 2005/06-

Schüler lernen 21 Berufe kennen
-ger- Altenberge. Früher oder später steht jeder Schüler vor der Qual der Wahl: Er muss sich entscheiden, wie es nach der Schule weitergehen soll. Der Arbeitsmarkt ist aber oft sehr unübersichtlich, sodass es nicht leicht ist, den Überblick zu behalten, findet Bernhard Westhues, Rektor der Ludgeri-Hauptschule. Um seinen Schülern einen möglichst guten Start in die Berufswelt zu ermöglichen, organisierte er in Zusammenarbeit mit dem Verein Technikzentrum Münster-Lübbecke einen Berufeparcours. Wir haben 21 Stationen aufgebaut, die unterschiedliche Berufsfelder vorstellen, erklärte Karin Dressel vom Technikzentrum. Rund 90 Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 15 Jahren wissen bei den meisten dieser Berufe gar nicht, was sich tatsächlich dahinter verbirgt. Daher wolle das Technikzentrum bei dieser Aktion nicht theoretisch, sondern praktisch informieren.
Die Schüler werden mit verschiedenen Aufgaben und Anforderungen des jeweiligen Berufsalltags konfrontiert. Auf diese Weise wollen wir ihnen die unterschiedlichen Berufe etwas näher bringen, so Westhues. Als Feinmechaniker sollte man in der Lage sein, auch kleinste Dinge exakt nach Vorlage zurechtzubiegen. Die Nachwuchselektroniker mussten ihr Geschick dagegen an verschiedenen Schaltkreisen testen. Wer sich eher für den Beruf des Tischlers oder Holzmechanikers interessierte, durfte sich aus Holz seinen eigenen Schlüsselanhänger basteln. Es ist super, dass wir hier alles einfach ausprobieren können, fand der 14-jährige Patrick. Bei einem Praktikum würde man nur einen Beruf kennen lernen, hier bekommt man aber Einblick in gleich 21 verschiedene Ausbildungsberufe.
13. Juni 2006 | Quelle:Westfälische Nachrichten Altenberge


Der Rohbau steht
-us- Altenberge. Das Fundament ist gesetzt. Der Rohbau steht. Der Schulleiter der Ludgeri-Hauptschule, Bernhard Westhues, war sich gestern bei der Entlassfeier der Klassen 10A und 10B im neuen Forum sicher: Euer Lebenshaus ist nicht auf Sand gebaut, sondern hat ein tragfähiges Fundament und stabile Mauern. Die 36 Jugendlichen seien nun aufgefordert, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Bürgermeister Jochen Paus gratulierte den Schülern zu ihrem erreichten Abschluss. Sechs von ihnen haben die Fachoberschulreife mit Qualifikation, zwölf die Fachoberschulreife und 18 den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 geschafft. Das Schuljahr hat Schülern, Eltern und Lehrern einiges abverlangt, sagte Paus. Aber auch in Zukunft sei mit dem Lernen ganz sicher nicht Schluss. Lernen zahlt sich immer aus, gab Paus seine Erfahrungen weiter. Zudem versuchte er auch denen Mut zu machen, die bisher keine Ausbildungsstelle bekommen haben: Aufgeben, bevor man angefangen hat, ist keine Lösung. Lasst Euch von Misserfolgen nicht entmutigen, forderte Paus die jungen Erwachsenen auf. Er machte auch deutlich, dass die Gemeinde weiterhin voll zu der Schulform stehe: Die Hauptschule ist absolut zukunftsfähig, sagte Paus.
Die stellvertretende Schulausschussvorsitzende Ulrike Reifig appellierte an die Betriebe in Altenberge, Laer und Nordwalde, in diesem Jahr noch zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Viele gehen weiter zur Schule, obwohl sie lieber eine Ausbildung beginnen möchten, so Reifig.
Die Klassenpflegschaftsvorsitzende Doris Löhring rief die Schüler auf, ihr Ziel im Auge zu behalten. Ihr habt tolle Eltern, die Euch den Rücken stärken, so Löhring. Zudem würden die Bemühungen der Lehrer sich bestimmt bezahlt machen, war sie überzeugt. Begonnen hatten die Schüler den Tag mit einem Gottesdienst mit Pfarrerin Martina Nolte-Bläcker und Pastoralreferent Holger Brox.



Die Entlassschüler/innen:
Balkis Acar, Jan Arthofer, Kristin Becks, Thorsten Cekalla, Christian Deitmer, Sebastian Deitmer, Sarah Dephoff, Adam Erhard, Judith Everhard, Manuel Fleige, Ricarda Hehemann, Alexandra Heinz, Christian Hovestadt, Christian Kannenbrock, Jemi Kara, Carsten Kisser, Martina Klusmann, Nergiz Koc, Nadine Körner, David Kremer, Lea-Dina Lefering, Simone Löhring, Ines Ohlscher, Katrin Pelster, Denise Reifig, Sebastian Reinsch, Tatjana Ril, Tobias Roß, Inga Rystaruk, Andre Schliekmann, Sabrina Soylu, Stefan Sytar, Burak Timucin, Lars Thorik, Max Voss-Teupe, Stefanie Weihrich, Susanna Zumdiek.
09. Juni 2006:| Quelle: Westfälische Nachrichten Altenberge

Fit für gemeinsame Schuljahre
-ger- Altenberge. Unter dem Motto Freunde finden für`s Leben nahmen rund 80 Schüler der Ludgeri-Hauptschule und deren Eltern an einem Projekt des ASB Münster (Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung) teil. Wir möchten mit der Veranstaltung das Zusammenwachsen der Eltern und Schüler untereinander fördern und festigen, erklärte Mechthild Potthink. Als Lehrerin einer fünften Klasse sei ihr dies besonders wichtig. Schließlich werden die Schüler und Eltern nun einige Jahre gemeinsam hier auf dieser Schule verbringen. Um Freunde fürs Leben zu finden, sei der richtige Umgang miteinander besonders ausschlaggebend. Daher haben wir uns als Schwerpunkt das Thema Konstruktive Konfliktlösung ausgesucht, erklärte Karen Schulte, Sozialpädagogin der Ludgerischule. Anke Niemeier-Hellberg vom ASB betreute die Teilnehmer während der zwei Projekttage. Wenn man mit den Kindern über Probleme spricht, kommen sie schon auf sehr gute Lösungsansätze. Es mangelt in den meisten Fällen nur noch daran, die Ideen auch wirklich in die Tat umzusetzen. Aus diesem Grund mussten die Jungen und Mädchen verschiedene Konflikte und ihre eigens entwickelten Lösungsvorschläge nachspielen. Die pädagogisch sinnvollsten Methoden gefallen den Schülern oft am wenigsten. In diesem Fall traf das jedoch nicht zu. Am meisten Spaß macht das Theaterspielen, fand die zwölfjährige Yvonne. Auch die Eltern waren mit dem Themenschwerpunkt sehr zufrieden. Die Konfliktsituationen auf den Schulhöfen nehmen immer weiter zu. Kinder sollten möglichst früh lernen, wie sie in einem solchen Fall reagieren müssen. Auch für die Eltern gab es noch etwas zu lernen. Wir haben sie noch einmal genau darüber informiert, wie sie sich in den nächsten Jahren in den Schulalltag ihrer Kinder einbringen können, so Karen Schulte. Die Elternarbeit sei ein sehr wichtiger Faktor während der Schulzeit und sollte nicht unterschätzt werden.
14. Februar 2006 | Quelle: Westfälische Nachrichten Altenberge


Immer schön entspannt sein
Altenberge. Der entspannte Zustand ist der optimale Lernzustand wenn Sie das heute Abend mitnehmen, dann hat sich der Vortrag für Sie und ihr Kind gelohnt. Von Anfang an hatte Jutta Gorschlüter, Lernberaterin aus Münster, das Interesse ihres Publikums geweckt. Sie war der Einladung der Ludgeri-Hauptschule Altenberge gefolgt, die in regelmäßigen Abständen Vorträge für interessierte Eltern und Lehrer im Forum der Schule anbietet. Zunächst informierte Jutta Gorschlüter die rund 100 Zuhörer über Wahrnehmungsfunktionen und den Aufbau des Gehirns in rechte und linke Gehirnhälfte, schreibt die Schule in einer Mitteilung. Sie machte am Modell anschaulich, wieso Schüler mit Schulschwierigkeiten eher mit der rechten Gehirnhälfte operieren und deshalb unter anderem große Schwierigkeiten mit abstrakten Begriffen und dem Einhalten von Regeln haben. Die Referentin erläuterte, wie schädlich Bemerkungen sind wie: Das schaffst Du sowieso nie oder Du machst das genau wie Opa, der konnte auch nicht rechnen. Kinder ziehen aus solchen Bemerkungen die Schlussfolgerung über sich: ich bin dumm, erklärte die Fachfrau. Wer das oder Ähnliches über sich denkt, dem werde das Lernen sehr schwer fallen oder gar nicht gelingen. Nach einer Pause, die für persönliche Fragen genutzt werden konnte, sprach sie über das Erledigen von Hausaufgaben. Ähnlich wie beim Sporttraining, sollte dabei in der Aufwärmphase mit leichteren Dingen begonnen werden. Dann folge das Haupttraining, sprich die Fächer, die dem Jugendlichen besonders schwer fallen und länger brauchen. Am Ende würden dann noch bereits gelernte Dinge wiederholt. Voraussetzung für erfolgreiches Lernen sei die Verknüpfung mit bereits Bekanntem. Ist dies nicht möglich, weil ein Kind beispielsweise einen Begriff nicht versteht, weil es kein Bild davon hat, kann alles was in der Zeit danach unterrichtet wird, nicht gelernt werden, so Gorschlüter. Da helfe das Bauen von Eselsbrücken in Form von kleinen Bildchen oder Gedankenketten und die genaue Analyse, an welchem Punkt das Kind ausgestiegen sei. Genauso wichtig wie das Wissen um die besten Lernstrategien seien auch kurze Pausen, die auf das Kindes abgestimmt seien.
10. Februar 2006 | Quelle: Westfälische Nachrichten Altenberge

Ganztag in der Hauptschule?
-us- Altenberge. Die Ludgeri-Hauptschule soll Ganztagsschule werden. Einstimmig hat der Rat die Einführung zum 1. August 2006 beschlossen. Trotz des Beschlusses wird es allerdings wohl nicht dazu kommen. Das Land NRW finanziert nur eine begrenzte Anzahl an Schulen, und Altenberge hat laut Hauptamtsleiter Wolfgang Henschel wenig Chancen, dabei zu sein. Es werden Schulen sein, die einen hohen Immigrantenanteil haben oder bereits ein Nachmittagsangebot vorhalten, erklärte Henschel. Beides treffe auf Altenberge nicht zu. Trotzdem wolle man den Antrag an die Bezirksregierung stellen: Man weiß ja nie, meinte Henschel. Zustimmen muss auch noch die Schulkonferenz. Die räumlichen Voraussetzungen sind laut Schulleiter Bernhard Westhues gegeben.
Sollte der gebunden Ganztag an der Schule eingeführt werden, bedeutet dies, dass die Schüler verpflichtet sind, auch nachmittags am Unterricht teilzunehmen. Eine Freiwilligkeit wie bei der Offenen Ganztagsschule besteht nicht. Betroffen wären mit dem neuen Schuljahr nur die Schüler der fünften Klasse.
07. Februar 2006 | Quelle:Westfälische Nachrichten Altenberge

Kunstprojekt der Kl. 9a
im Januar 2006

Card-Board-Print mit Frau Bockel-Ohst

Alle Wege werden offen gehalten
-ger- Altenberge. Den Realschulabschluss? Den machen wir hier an der Ludgeri-Hauptschule, erzählten einige der älteren Schüler. Rund 50 Prozent der Schüler verlassen die Schule mit der Fachoberschulreife, bestätigte auch Schulleiter Bernhard Westhues. Beim Nachmittag der offenen Tür informierte er alle Interessenten über die Angebote seiner Schule. Westhues: Auch Wechsel auf die Gesamtschule oder das Gymnasium sind durchaus denkbar. Wir achten darauf, den Schülern alle Wege offen zu halten und ihnen viele Möglichkeiten zu bieten.
Die geringe Gruppenstärke der Klassen, ein Merkmal der Schule, trage besonders zu diesen Erfolgen bei. So können die Lehrer die schwachen Schüler speziell fördern und die leistungsstarken dennoch ausreichend fordern, erklärte Bernhard Westhues.
Des Weiteren beschäftigen wir hier seit über einem Jahr eine Schulsozialpädagogin, die eine intensive Betreuung der Schüler ermöglicht. Zusätzlicher Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung sowie Sport- und Spielstunden ständen ebenfalls mit auf dem Programm. Für viele Eltern seien diese Gründe ausschlaggebend für ihre Wahl. Ein weiterer Aspekt seien auch der vergleichsweise sehr praxisbezogene Unterricht sowie das breit gefächerte Angebot und die moderne Ausstattung der Schule. Während eines Rundgangs konnten sich Eltern und Kinder von den vielen Möglichkeiten gleich selbst überzeugen. Im Werkraum für Textilgestaltung, einer Küche sowie in den Technik- und Computerräumen durften die Kinder ausprobieren, was sie auf der weiterführenden Schule erwarten wird.
Unter Aufsicht konnten die Kinder mit Holz und Textilien arbeiten oder die Lernspiele am Computer testen. In der Küche konnten sie sich eigene Pizza zubereiten, denn auch das Fach Hauswirtschaft steht auf dem Stundenplan der Ludgeri-Hauptschule.
Bernhard Westhues appellierte an die Eltern, nicht alle Hauptschulen in einen Topf zu werfen.
Die Gemeinde Altenberge hat in den letzten Jahren wirklich optimale Voraussetzungen für ein effektives Lernen geschaffen, so Westhues. Eine Hauptschule im sozialen Brennpunkt wie Duisburg sieht anders aus als eine im ländlichen Raum.
13. Januar 2006 | Quelle: Westfälische Nachrichten Altenberge

Stressfrei durch den Schulalltag
-us- Altenberge. Nach zwei Stunden Mathe, anschließend Physik und vielleicht noch Chemie und Deutsch können die Nerven schon einmal blank liegen. Kommt dann noch eine dumme Bemerkung des Klassenkameraden, dann ist der Zoff vorprogrammiert. Und miteinander geredet wird dann kaum noch, weiß Karin Schulte, Sozialpädagogin an der Ludgeri-Hauptschule. Sie hat jetzt 18 Streitschlichter ausgebildet, die ihre Mitschüler auf Fehlverhalten hinweisen und im Ernstfall vermittelnd eingreifen sollen. Die Schüler der 9a und 9b haben von Juli bis Oktober freiwillig an der AG teilgenommen und ihre Sozialkompetenz erheblich erhöht, sagt Schulte. Einfühlungsvermögen, Selbstkontrolle, Zuhören, Konzentration, Toleranz und Neutralität sind nur einige Stichwörter, die sie nennt. Die Sozialpädagogin und die Lehrer sind so begeistert von dem Erfolg des Projektes, dass die Schulkonferenz nun beschlossen hat, es als festen Bestandteil anzubieten. Die Jugendlichen sind oft nicht in der Lage, ein vernünftiges Gespräch miteinander zu führen. Wir möchten ihnen zeigen, dass es anders geht, sagt Schulte. Die Schüler der 9a und b sind jedenfalls begeistert und schon regelmäßig auf dem Schulhof aktiv. Für einige Schüler der fünften Klassen sind sie schon ein Vorbild. Wenn sie bei einem Streit eingreifen, dann wird das ernst genommen, freut sich Karin Schulte.
22. Dezember 2005 | Westfälische Nachrichten Altenberge

Karin Bokum siegt
Altenberge. Beim Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen der Hauptschule konnte sich Karin Bokum durchsetzen. Nach einer Entscheidung auf Klassenebene, an der 46 Schüler teilgenommen hatten, schickte jede Klasse drei Klassensieger in die Endrunde. Zunächst las jeder Vorleser fünf Minuten aus seinem Lieblingsbuch vor und musste dann drei Minuten einen ungeübten Text vortragen, den die Jury ausgewählt hatte. Letztendlich entschied die Jury, bestehend aus zwei Schülern und zwei Lehrern, dass Karin Bokum, knapp gefolgt von Nils Wingerath, der mit einem Punkt Abstand Zweiter wurde, die Schulsiegerin ist. Die Siegerin wird im Februar 2006 an einer weiteren Entscheidung auf Kreisebene teilnehmen und dort für die Altenberger Ludgeri-Hauptschule antreten.
09. Dezember 2005 | Westfälische Nachrichten Altenberge

Ganztagsangebot an der Hauptschule noch offen
-us- Altenberge. Ob die Ludgeri-Hauptschule im kommenden Jahr ein Ganztagesangebot anbieten kann, bleibt ungewiss. Schulleiter Bernhard Westhues berichtete im Schulausschuss, dass er in den vergangenen Wochen mehrere Gespräche mit dem Schulamt geführt habe. Von den 25 Hauptschulen im Kreis Steinfurt hielten elf Schulen bereits ein freiwilliges Nachmittagsangebot vor. Nach dem Willen der Bezirksregierung, so Westhues, sollen es vorrangig diese Schulen sein, an denen das Ganztagsangebot eingeführt wird. Die Ludgeri-Schule hat zwar bereits einen Antrag gestellt, ebenfalls solch ein Angebot anbieten zu können. Der ist aber laut Bernhard Westhues für den 1. Februar 2006 bereits abgelehnt worden. Wie es für das dann folgende Schuljahr aussehe, sei noch unklar, erklärte der Schulleiter.
8. Dezember 2005 | Westfälische Nachrichten Altenberge

Stefan Raab hat als Vorbild keine Chance
-us- Altenberge. Für viele ist es einfach ganz normalsich mit "Hallo, du Arsch" zu begrüßen. Das wird gar nicht mehr als Beleidigung wahrgenommen, sagt Jörge Maturana vom Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung. Zusammen mit seiner Kollegin Tina Bicher ist er in der Hauptschule, damit die Schüler dort wieder ein Gefühl dafür bekommen, wie sie miteinander umgehen. Es geht um Ausgrenzung und Mobbing, erklärt Tina Bicher.
Oft würden ganz spezielle Fälle der Schulklasse aufgegriffen. Da ist zum Beispiel jemand, der wegen seines Namens immer geärgert wird, nennt Tina Bicher ein Beispiel. Besonders die Frage, wie man gewaltfrei miteinander umgehen könne, spiele eine große Rolle. Insgesamt vier Klassen werden auf diese Weise derzeit in der Ludgeri-Schule geschult. Bezahlt wird das Projekt von Gelsenwasser. 2500 Euro hat das Unternehmen zur Verfügung gestellt.
Viele der Dinge, die wir hier thematisieren, schränken auch das Lernen ein, erklärt Bicher. Ein Schüler, der ausgegrenzt oder gehänselt werde, könne sich nicht vernünftig konzentrieren.
Die Situation in den Familien hat sich geändert. Da muss in der Schule oft auch ein größer Teil der Erziehung geleistet werden. Das ist aber im normalen Unterricht kaum möglich, sagt Bicher. Zudem hätten Eltern oft wenig Einfluss auf ihre Kinder: Was die Clique sagt, wird gemacht. Die Eltern wissen oft nicht was ihre Kinder machen, sagt Bicher. An so einem Tag in der Schule bestehe indes die Möglichkeit, die Schüler dahin zu führen, dass sie merken, dass es ohne Gewalt geht.
Jugendliche werde heute groß damit, dass andere fertig gemacht werden. Da muss man sich nur Stefan Raab und seine Show ansehen. Und das ist nicht die einzige, sagt Jörge Maturana.
Gut sei, dass die Altenberger Hauptschule eine Sozialpädagogin habe, die an den Vormittag anknüpfen könne. Sie kann die Schüler daran erinnern, was wir hier heute besprochen haben, meint Tina Bicher. Das sei ein Luxus, den nicht jede Schule bieten kann.
8. Dezember 2005 | Westfälische Nachrichten Altenberge

Faschismus beschäftigt Hauptschüler
Polizeihauptkommissar klärt Jugendliche auf/ Giraffe-Projekt begeistert auch den Bürgermeister
Altenberge. „Denk ich an Rechts, krieg ich so'n langen Hals." Auf dem Plakat an der Eingangstür zum Forum, schaute aus einem Polizeistern eine Giraffe heraus. Das Wort Giraffe hat für die Schüler der Ludgeri-Hauptschule mittlerweile eine andere Bedeutung: Nicht das Tier ist gemeint, sondern das Präventionsprojekt „Rechtsextremismus" - Gegen Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, Fremdenfeindlichkeit und Extremismus.

Polizeihauptkommissar Ralf Leifhelm aus Münster machte den neunten und zehnten Klassen deutlich, dass die Polizei wachsam die rechte Szene beobachtet, schreibt die Hauptschule in einer Pressemitteilung. Drei volle Schulstunden klärte der Polizist die Schüler über Neonazis und ihre Symbole auf: Reichlich sichergestelltes Beweismaterial aus dem Polizeifundus hatte er mitgebracht.
Ralf Leifhelm machte mit verschiedenen Folien und Filmausschnitten deutlich, dass es auch in NRW immer wieder rechtsradikale Zwischenfälle gibt. Durch gezielte Fragen suchte er das Gespräch mit seinen Zuhörern: „Wie sieht für Euch ein typisch Rechter aus?" Bestickte Bomberjacken, Springerstiefel und kahl geschorene Haare seien die Markenzeichen der Neonazis, so die Schüler. Und wer einen Kapuzenpullover einer englischen Boxsport-Marke trage, könne dann seine Sympathie zur rechten Szene äußern. Heikel werde es erst, wenn der Gesamteindruck - vom kahl rasierten Scheitel bis zum Schuhwerk - - stimme, so der Polizist. Und Ralf Leifhelm reichte noch ein paar Tipps für die Langzeitbeobachtung nach: „Wie verhält er sich, welche Freunde hat er, welche Musik hat er?" Die Musik sei die Haupt-Einstiegsdroge, mit der gendliche geködert werden und braunes Gedankengut transportiert werde. Doch längst nicht immer komme rechtsradikale Musik plump-dumpfbackig daher. Vieles an nationalem Liedgut sei gegen strafrechtliche Verfolgung inzwischen immun. Von Techno über Blackmetal bis zum Liedermacher sei das Stilspektrum weit, der Grat zwischen Provokation und Infiltrierung dabei schmal. Und die Farbe der Schnürsenkel lasse längst nicht mehr erkennen, welches Gedankengut durch den Kopf des Stiefelträgers spuke.
Zum Schluss der Veranstaltung klärte Leifhelm über Erkennungszeichen der Neonazi-Gefolgschaft auf. Hier gelte oft das Motto: „Lasst Zahlen oder Symbole sprechen." Chiffren wie 88 stehen für „Heil Hitler", das Keltenkreuz ersetzt das Hakenkreuz. „Wenn Du eine Bomberjacke trägst, bestickt mit Totenköpfen, dann machst Du dich strafbar!", so der Kommissar.
Bürgermeister Jochen Paus ermunterte die Jugendlichen, Toleranz und Zivilcourage zu zeigen. Er nahm zeitweise an der Veranstaltung teil.

16. November 2005 | Westfälische Nachrichten Altenberge

Schriftstellerin liest gegen Gewalt
Altenberge. Die Schüler waren begeistert. Auf Einladung der Ludgeri-Hauptschule und der Buchhandlung Janning kam die Kinder- und Jugendbuchautorin Elisabeth Zöller nach Altenberge. Das Thema lautete Lesen gegen Gewalt. Die Schriftstellerin aus Münster kam mit den Jugendlichen schnell ins Gespräch: Bücher können den Leser verändern, seine Ansichten und Gefühle, Bücher können in Krisensituationen helfen oder Konfliktthemen aufgreifen, so die Autorin. Die ehemalige Gymnasiallehrerin hat nicht nur spannende Geschichten aus dem Schulalltag geschrieben, die unter die Haut gehen. Sie erklärt auch ganz genau, wie man sich als Opfer von Gewalt fühlt. Elisabeth Zöller schreibt für Kinder und Jugendliche. Im Jahre 1990 veröffentlichte sie ihr erstes Buch, inzwischen sind etwa 50 Bücher von ihr erschienen. Sie referiert über ernste Themen wie Gewalt, Drogen oder Tod, schreibt aber auch Unterhaltendes, Humorvolles, witzige und heitere Familiengeschichten. Zurzeit arbeitet sie an einem Roman für Jugendliche über ein behindertes Kind im Dritten Reich. Im März 2001 wurde die Autorin mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet.
15. November 2005 | Westfälische Nachrichten Altenberge

Internetbörse geht an den Start
Altenberge. Im Laufe dieser Woche wird es die ersten Ausbildungsstellenangebote der Altenberger Ausbildungsbörse im Internet geben. Unterstützt von der Gemeinde haben die Ludgeri-Hauptschule, die Junge-Union, das KOT-Jugendheim und die Werbegemeinschaft in den vergangenen Wochen über 400 Altenberger Gewerbebetriebe von der Pizzeria bis zum Metallbauunternehmen angerufen oder angeschrieben, um nach freien Ausbildungsstellen für das Jahr 2006 zu suchen. Viele Unternehmen zeigten sich erfreut über diese Initiative und versprachen, die in ihrem Unternehmen zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze in die Internetseite der Ausbildungsinitiative einzutragen, heißt es in einer Mitteilung der Organisatoren. Neben Ausbildungsstellen können die Unternehmen auch freie Arbeitsplätze und Praktikumsstellen eintragen. Arbeitssuchende oder Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, können sich mit einigen wenigen Mausklicks präsentieren.
Unternehmen, die noch teilnehmen möchten, können sich ebenfalls im Internet eintragen. Der Eintrag ist für alle kostenlos, heißt es abschließend. www.ausbildungsboerse-altenberge.de
Quelle:Westfälische Nachrichten Altenberge

Lesen gegen Gewalt
Altenberge. Auf Einladung der Ludgeri-Hauptschule und der Buchhandlung Janning spricht am 9. November (Mittwoch) um 20 Uhr im Forum der Ludgerischule die Kinder- und Jugendbuchautorin Elisabeth Zöller zum Thema Lesen gegen Gewalt. Bevor einen Tag später die siebten und achten Klassen der Hauptschule in einer Autorenlesung auf Elisabeth Zöller treffen, möchte die münsterische Schriftstellerin aus ihren Büchern vorlesen und mit Eltern und Lehrern ins Gespräch kommen, denn Bücher können den Leser verändern, seine Ansichten und Gefühle, Bücher können in Krisensituationen helfen oder Konfliktthemen aufgreifen, so die Autorin. Die ehemalige Gymnasiallehrerin hat nicht nur spannende Geschichten aus dem Schulalltag geschrieben, die unter die Haut gehen. Sie erklärt auch ganz genau, wie man sich als Opfer von Gewalt fühlt und gibt konkrete Anleitungen für Opfer und Täter, schreibt die Hauptschule in einer Mitteilung. Elisabeth Zöller schreibt für Kinder und Jugendliche. Im Jahre 1990 veröffentlichte sie ihr erstes Buch, inzwischen sind etwa 50 Bücher von ihr erschienen. Sie referiert über ernste Themen, schreibt aber auch Unterhaltendes. Zur Zeit arbeitet sie an einem Roman für Jugendliche über ein behindertes Kind im Dritten Reich. Im März 2001 wurde die Autorin mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. In diesem Monat erhält Elisabeth Zöller den Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2005. Der Abend Lesen gegen Gewalt ist offen für alle Interessierten und richtet sich besonders an Eltern, Großeltern und Lehrer. Der Eintritt ist frei. Zum Abschluss des Abends können signierte Bücher der Autorin erworben werden.
04. November 2005 | Quelle: Westfälische Nachrichten Altenberge

Deutsche Geschichte zum Anfassen
Altenberge. Prebelow rund 80 Kilometer von Berlin entfernt war das Ziel einer Fahrt der Klassen 9a und 9b der Ludgeri-Hauptschule. Unter anderem stand ein Besuch des Reichstagsgebäudes in der Hauptstadt auf dem Programm. Dort trafen die Schüler die Bundestagsabgeordnete Angelika Schwall-Düren (SPD) und ließen sich das Parlamentsgebäude zeigen. Eine Stadtrundfahrt rundete den Berlin-Ausflug ab.
In Ravensbrück besichtigten die Altenberger unter anderem den Gefängnistrakt des früheren Frauen-Konzentrationslagers. Das Krematorium empfanden alle Schüler als sehr erschreckend, berichteten sie nach ihrer Rückkehr. Die Fahrt ins ehemalige KZ hatte die Gemeinde Altenberge finanziell unterstützt. Auf dem Rückweg nach Prebelow machten die Hauptschüler einen Abstecher nach Rheinsberg.

Quelle: Westfällische Nachrichten

Schüler wissen was sie wollen
Offene Diskussion mit der CDU-Fraktion
Etwas mehr als eine Stunde lang diskutierten Schüler, Eltern und Lehrer mit der CDU-Fraktion im Forum der Hauptschule. Hauptthema: Die Neugestaltung des Schulhofes. Der Fraktionsvorsitzende Günter J. Badersbach hatte seine Mannschaft mitgebracht, um vor Ort und ungefiltert die Meinungen der Beteiligten, deren Empfehlungen und Wünsche aufnehmen zu können.
Zunächst stellte Bürgermeister Jochen Paus, der als Bauamtsleiter die Entwicklung der Hauptschule begleitet hatte, deren Entwicklung über die Jahre dar. „Heute haben wir eine Hauptschule, die überall vorzeigbar ist“, konnte er den Diskussionsteilnehmern deutlich machen. „Die hohen Investitionen der letzten Jahre von ca. 1,9 Mio. Euro waren für die Gemeinde ein schwerer Brocken, zumal die Landesmittel nur noch schwach flossen, aber es hat sich gelohnt.“
„Die Gebäude sind super, aber der Schulhof ist noch wie vor 30 Jahren“, machte ein Vater deutlich, der selbst die Hauptschule besucht hatte. Unter Leitung des Vorsitzenden des Schulausschusses, Volker Thiemann, begann dann eine muntere Diskussion, die stark von den Schülern getragen wurde. „Wir möchten sobald wie möglich Bänke für uns haben, damit wir uns in den Pausen zusammensetzen können, und für die jüngeren Schüler Spielgeräte, die den Bewegungsdrang fördern.“ Das sahen die Lehrer ebenso und drängten auf eine baldige Verwirklichung der Maßnahmen. Sehr nüchtern wurde dargestellt, dass besonders reizvolle Einrichtungen wie zum Beispiel ein Trampolin, durchaus noch Zeit hätten. Aber eine gute Pflasterung wäre schon bald nötig.
Bei einer Gesamtinvestition von ca. 200.000 Euro wurde aber allen Beteiligten schnell klar, dass eine Lösung in Teilschritten sinnvoll ist. Die Schüler überraschten damit, dass sie sich auch im Rahmen von Projekten am Umbau beteiligen möchten und dabei die Bereiche 1 und 2 nach den Plänen des Architekten (siehe Plan) mit verwirklichen möchten. Angesprochen wurde auch, ob nicht eine ähnliche Initiative wie beim Gestalten des Kreisverkehrs auch hier möglich wäre.
In der Summe gab es sehr viele Vorschläge, gerade von den Schülern, die herzerfrischend und offen mitdiskutierten, und die Fraktionsgeschäftsführer Sascha Greshake alle notierte.
„Ihr habt heute Abend Eure Interessen erfreulich kritisch und erfreulich konstruktiv eingebracht, und das gilt auch für die Eltern und Lehrer“, so bedankte sich der Fraktionsvorsitzende Günter J. Badersbach, bei den Schülern und den anderen Teilnehmern. „Wir sind einen guten Schritt weitergekommen und nehmen die Vorschläge mit in die Haushaltsberatungen. Ich denke im Frühjahr geht es los.“
Quelle: http://www.cdu-altenberge.de/aktuell/artikel/2005_09_23.htm

29 neue Schülerlotsen starten ihren Dienst
-us- Altenberge. 29 Schüler der Ludgeri-Hauptschule haben sich freiwillig für den Dienst als Schülerlotsen gemeldet. Polizeibeamter Karl Dömer erklärte den neuen Lotsen gestern Morgen, wie sie sich verhalten müssen. „Der Dienst ist rein freiwillig", so Dömer. Die Schüler müssten bei Wind und Wetter vor Ort sein.
„Wenn jemand keine Zeit hat, dann muss er für Ersatz sorgen", so Dömer. Pünktlich um 7.30 Uhr beginnt der Dienst der Lotsen an der Königstraße. „Es geht darum, anderen zu helfen, die die Erfahrung nicht haben", erklärte Dömer. Er würde es durchaus begrüßen, wenn auch zur Mittagszeit solch ein Dienst eingerichtet werden könnte.
Für die Schüler, die den Weg queren müssten, sei es auf jeden Fall ein Stück Sicherheit.

20. September 2005 | Quelle: Westfällische Nachrichten

CDU tagt öffentlich in der Ludgeri-Hauptschule
Altenberge. Die Pläne zur Umgestaltung des Schulhofes der Ludgeri-Hauptschule, wurden bereits im Schulausschuss vorgestellt. Dies nimmt die CDU-Fraktion zum Anlass, auch die Schüler und Lehrer mit ins Gespräch zu nehmen. Aus erster Hand möchten die Fraktionsmitglieder erfahren, welche Wünsche die Schüler beziehungsweise die Lehrer haben, was sofort erledigt werden sollte, und welche Maßnahmen nicht so zwingend sind, heißt es in einer Pressemitteilung der Christdemokraten. Mit Blick auf den Haushalt und die bereits eingeleitete Konsolidierung geht die CDU von einer Umgestaltung in Teilschritten aus. Sie will dabei die Meinungen und Vorstellungen der jüngeren und älteren Schüler und auch der Lehrer und Eltern mit in die anstehenden Entscheidungen einfließen lassen. Umgekehrt sollen vor allem die Schüler über die Möglichkeiten im Gemeindehaushalt informiert werden. Mit Bezug auf die Diskussion im Land NRW, Hauptschulen in Ganztagsschulen umzuwandeln, will sich die Fraktion ebenfalls informieren lassen. Dazu wird Schulleiter Bernhard Westhues den Stand der Dinge erläutern. Im Rahmen einer offenen Fraktionssitzung am 22. September (Donnerstag) im Forum der Hauptschule wird dazu von 19 bis etwa 20.30 Uhr Gelegenheit gegeben.
15. September 2005 | Quelle: Westfällische Nachrichten

Hinter jeder Sucht steht auch eine Sehnsucht
Von Uwe Renners. Altenberge. Die Schüler der zehnten Klassen der Hauptschule, die sich gestern zur Diskussion mit den Bundestagskandidaten trafen, leben zwar im Münsterland und die erste Frage drehte sich auch ums Gras, die münsterländische Parklandschaft war damit aber nicht gemeint. Wir haben gehört, die Grünen wollen das legalisieren. Was sagt denn die SPD dazu?, so eine Schülerin in Richtung Angelica Schwall-Düren. Die SPD-Bundestagsabgeordnete wusste anfangs nichts mit der Frage anzufangen, als die Übersetzung von Gras gleich Cannabis kam, musste sie aber nicht lange überlegen. Wir sind dagegen. Cannabis ist eine Einstiegsdroge und wir halten eine Legalisierung für zu gefährlich. Wir müssen dafür sorgen, dass junge Leute keinen Grund haben, sich vollzudröhnen, so die SPD-Abgeordnete. Ähnlich sah das auch Karl Schiewerling, der bei der Bundestagswahl am 18. September für die CDU ins Rennen geht: Hinter jeder Sucht steht die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Hier müssen wir den jungen Leuten Perspektiven schaffen. Moritz Hegemann (Bündnis 90/Die Grünen), mit 19 Jahren der jüngste Bundestagskandidat am Tisch, sprach sich zwar für eine Legalisierung aus, warnte aber vor Drogen im Allgemeinen: Lasst die Finger davon und besauft euch nicht. Mit der Legalisierung müsse eine große Aufklärungskampagne starten, bei der die Gefahren aller Drogen, auch Alkohol, in den Mittelpunkt gerückt werden müssten.
Eine türkische Schülerin wollte von den Politikern ihre Meinung zum EU-Beitritt der Türkei wissen. Erstens ist die Kultur nicht Teil unserer christlich-abendländischen Kultur. Wir sind schon in unserem Land mit der Integration überfordert. Und zweitens würde der Beitritt Europa finanziell überfordern, nannte Karl Schiewerling Gründe, die dagegen sprechen. Angelica Schwall-Düren hingegen verspricht sich durch den Beitritt eine Steigerung des Exports, von dem Deutschland profitieren könne. Es ist außerdem wichtig, dort einen stabilen Staat zu haben, so die Abgeordnete. Dass die Türkei bei einer Ablehnung sich zu einem fundamentalistischen Staat entwickeln könne, die Angst hat auch Moritz Hegemann. Der Gottesstaat Iran ist nicht weit entfernt, so Hegemann.
Weitere Themen, bei denen die Jugendlichen den Politikern auf den Zahn fühlten, waren unter anderem die Innere Sicherheit und die Speicherung von Daten in einer Verbrecherkartei, die Mehrwertsteuererhöhung und das Thema Bildung. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer hätte eine Senkung der Lohnnebenkosten zur Folge. Ein Prozent weniger Arbeitslosenversicherung würden 100.000 Jobs bringen, so Karl Schiewerling. Angelica Schwall-Düren sah das ganz anders: Handwerk und Einzelhandel wären stark von der Mehrwertsteuererhöhung betroffen. Ein Unternehmer mit zehn Mitarbeitern kann wegen einem Prozent weniger Lohnnebenkosten keinen neuen Mitarbeiter einstellen, so Schwall-Düren. Moritz Hegemann schlug sich auf die Seite der Rentner, Schüler, Studenten und Arbeitlosen: Die haben nichts von einer Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge.
Die Demokratie ist ein Fortsetzungsroman, wir müssen jeden Tag ein neues Kapitel schreiben, hatte Schulleiter Bernhard Westhues zu Beginn der Veranstaltung Johannes Rau zitiert. Die Hauptschüler schrieben gestern mit, auch wenn sie bei der Wahl wegen ihres Alters nicht an die Urne treten dürfen. Das Interesse der Schüler litt nicht unter der Tatsache.
09. September 2005 | Quelle: Westfälische Nachrichten.

Ein gewaltiger Schluck aus der Pulle
-oh- Altenberge. Bauherren kennen das Problem: Die Liste der Wünsche wird immer länger, je mehr man über das geplante Projekt nachdenkt. Wenn man schon mal dabei ist...
Doch spätestens beim Blick aufs eigene Konto müssen sich die meisten Bauwilligen schmerzhaft eingestehen, dass etliche Wünsche wohl nicht umzusetzen sind. Es gilt, Extras zu streichen, bestimmte Arbeiten zu verschieben und darüber nachzudenken, was in Eigenleistung erbracht werden kann, damit das Projekt finanziert werden kann.
Öffentlichen Bauträgern geht es oft ganz ähnlich. Beispiel: Schulausschuss. Dort wurde kürzlich die Umgestaltung des Schulhofes der Hauptschule beraten. Die Kommunalpolitiker mussten zwar noch keine Entscheidung treffen, doch früher oder später kommen sie um diese nicht herum: Die Gemeinde ist Schulträger und somit für die Finanzierung eines solchen Umbaus verantwortlich.
Planer Michael Bargel vom gleichnamigen Ingenieurbüro präsentierte eine Darstellung des Schulhofes, wie er nach dem Umbau aussehen könnte. Die Planung erfolgte in enger Kooperation mit der Schule und den Schülern stellte er klar. Der Plan sei die Quintessenz der Arbeitsgruppentreffen. Das Konzept sieht vor, die großen Freiflächen, die saniert werden müssen, zu erhalten. Die große Asphaltfläche sei in relativ marodem Zustand, sagte Bargel. Eines der Herzstücke des Konzeptes ist ein treppenförmiges Atrium, das in einen Hang integriert werden soll. Diese eigne sich als Tribüne, für Unterricht im Freien sowie für Feste. Was dem Schulhof darüber hinaus fehle, seien in sich geschlossene Ecken. Durch neue Elemente solle der Schulhof daher neu strukturiert werden. Weitere Extras, über die sich die Schüler sicher freuen würden: Eine Sandfläche, die mit einem Netz ausgestattet auch als Beachvolleyballfeld genutzt werden könnte, ein im Boden versenktes Trampolin, Schachfelder im Boden, Zäune, mit deren Hilfe der Zugang zum Gelände kontrolliert werden könnte die Gesamtkosten des Konzeptes belaufen sich inklusive der Umgestaltung des Eingangsbereiches auf rund 200000 Euro, was den Mitgliedern des Ausschusses sichtliches Kopfzerbrechen bereitete. Manche beließen es ob der Zahlen bei einem dezenten Stirnrunzeln. Andere tippten sich ganz offen mit dem Zeigefinger an den Kopf.
Wünschenswert sei die Maßnahme durchaus, urteilten die Kommunalpolitiker unisono. Doch müsse die Frage gestellt werden, was notwendig, machbar und finanzierbar sei. Kein Wunder, dass sich die Fragen an Planer Michael Bargel vor allem um eines drehten: das Geld. Was absolute Priorität habe (die Sanierung der Asphaltflächen), was man durch Eigenleistung sparen könne (rund fünf bis zehn Prozent) und welche Arbeiten man schieben könne (alle Extras), wollten die Ausschussmitglieder wissen.
Schulleiter Bernhard Westhues sah die Umgestaltung des Schulhofes bereits gefährdet und erinnerte: Ich kann gar nicht wiedergeben, wie groß die Enttäuschung vor einem Jahr war. Seinerzeit hatten Schüler und Lehrer schon einmal vernehmen müssen, dass aus der Umgestaltung vorerst nichts wird. Das habe lange Gesichter gegeben. Es muss dringend etwas passieren. Wir diskutieren darüber schon seit fünf, sechs Jahren. An manchen Stellen bestehe sogar Verletzungsgefahr. Eine Begehung des Schulhofes mit einem Vertreter des Gemeindeunfallverbandes habe allerdings keine Beanstandungen ergeben, ergänzte Bürgermeister Jochen Paus, der die schnelle Umsetzung des Konzeptes dennoch als wünschenswert bezeichnete. Schon eine Hausnummer nannte Benedikt Schulz (SPD) die finanzielle Auswirkung der Planung. Ein gewaltiger Schluck aus der Pulle, ist die Summe für Volker Thiemann (CDU). Schulleiter Westhues, dem signalisiert wurde, dass die Realisierung nur nach Finanzlage erfolgen kann, dachte bereits laut über Sponsoring nach. Man müsse Klinken putzen, der Förderverein können sich eventuell einbringen. Man kann das Eine oder Andere zusammenkratzen. Die Fraktionen nehmen die Vorschläge nun mit in die nächsten Haushaltsberatungen.
06. September 2005 | Quelle:
Westfälische Nachrichten


Einrichtungen retten im Ernstfall Leben
-cab- Altenberge. Dicke Rauchschwaden hingen in einem Treppenhaus der Ludgeri-Hauptschule. Glücklicherweise kam der weiße Qualm aber nur aus der Nebelmaschine der Feuerwehr. Brandoberinspektor Günther Bokum, zuständig für Brandschutzerziehung, hatte die Maschine mitgebracht, um den Schülern einen möglichst realistischen Eindruck vom Ernstfall zu vermitteln.
Die Jugendlichen sollen sensibilisiert werden, erläuterte er den Sinn dieses Szenarios, dass einem Gespräch mit den Jungendlichen voranging. Nachdem sich alle ihren Weg die Treppe hinauf ins Forum gebahnt hatten, ging es zuerst einmal um Brandschutzeinrichtungen. Nachdem die Schule vor den Sommerferien mehrere hundert Euro ausgeben musste, um Vandalismusschäden an Feuerlöschern, Rauchabschlusstüren und Rauchmeldern zu beseitigen, rückte die Feuerwehr an, um das Gespräch mit den Schülern zu suchen.
Die Wartung eines einzelnen Feuerlöschers, die bereits nötig wird, wenn nur die Ventilsicherung entfernt wurde, kostet über 40 Euro, ein teurer Schülerstreich. Viel schlimmer wird es allerdings, wenn die Geräte im Ernstfall nicht einsatzbereit sind. Unser Anliegen ist es vor allem, euch bewusst zu machen, dass diese Einrichtungen im Ernstfall Leben retten, appellierte Schulleiter Bernhard Westhues an seine Schüler. Alle Stufen werden an diesem Sensibilisierungs-Seminar teilnehmen, jedoch über mehrere Tage verteilt, damit auch auf die Fragen der Schüler eingegangen werden kann.
01. September 2005 | Quelle: Westfälische Nachrichten.